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Gifhorn Stadt Gifhorn: Gefälschte Mahnschreiben verunsichern Stromkunden
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorn: Gefälschte Mahnschreiben verunsichern Stromkunden
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19:18 19.11.2019
Polizei ermittelt: Auch in Gifhorn versucht ein dubioses Inkassobüro aus Berlin Stromkunden mit gefälschten Mahnschreiben abzuzocken. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Auf den ersten Blick hat der Brief einen offiziellen und amtlichen Charakter, diverse Schreibfehler fallen dann jedoch beim zweiten Hinschauen auf: Ein dubioses Inkassobüro aus Berlin versucht mit fingierten Mahnungen Stromkunden in Gifhorn abzuzocken. Inzwischen ermittelt die Polizei.

Überweisung beigefügt

Renate und Hartmut Lootz aus der Blumenstraße hatten das Schreiben des Inkassobüros Aleksander & Co KG aus der Trebbiner Straße 12 in Berlin am 14. November im Briefkasten. „Die angeblich dritte Mahnung war mit einer Zahlungsaufforderung in Höhe von 269,67 Euro verbunden“, berichtet Renate Lootz. Eine Sepa-Überweisung war als Anhang beigefügt.

Rechtschreibfehler

Die 67-Jährige und auch Ehemann Hartmut ((72) fielen auf die dreisten Betrüger jedoch nicht herein. „Der Brief enthielt diverse Rechtschreibfehler – statt Stromrechnung stand da beispielsweise Strumrechnung“, hatte Renate Lootz beim Überfliegen der Mahnung sofort festgestellt. Zudem habe die angegebene Zählernummer zu einem Stromzähler gehört, der bereits vor drei Jahren ausgetauscht worden sei. „Die Kundennummer war komplett falsch“, so die Gifhornerin.

„3. Mahnung

„3. Mahnung“ lautete die Überschrift der Rechnung – doch eine erste oder zweite Mahnung haben Renate und Hartmut Lootz nie erhalten. „Da hat einfach nichts zusammengepasst“, wundert sich die Gifhornerin über den dreisten Abzockversuch. Die 67-Jährige hat nur einen Tag später ihren Energieanbieter Neckermann Strom in Norderstedt kontaktiert und informiert.

Strafanzeige gestellt

„Bitte leisten Sie unter keinen Umständen die geforderte Zahlung“, warnte das Unternehmen nur wenig später das Ehepaar Lootz vor dem „offensichtlich besonders dreisten Betrugsversuch“. Die Neckermann Strom AG werde das involvierte Kreditunternehmen unverzüglich über den Sachverhalt informierten, „so dass von dieser Seite Vorkehrungen getroffen werden können“. Darüber hinaus werde Neckermann Strom Strafanzeige stellen. Bereits am Montag hatte der regionale Energieversorger LSW seine Kunden vor den Inkasso-Betrügern gewarnt.

Polizei ermittelt

Das Ehepaar Lootz erstattete am Dienstagnachmittag Strafanzeige. „Wir haben Ermittlungen eingeleitet“, sagt Gifhorns Polizeisprecher Thomas Reuter. Er ruft weitere Betroffene auf, sich mit den Polizeiermittlern in Verbindung zu setzen. „Auf keinen Fall auf die Zahlungsforderungen eingehen“, rät Reuter insbesondere älteren Menschen zu erhöhter Aufmerksamkeit. Strafanzeigen und Ermittlungsverfahren gegen Aleksander Inkasso gibt’s inzwischen auch in anderen Bundesländern.

Von Uwe Stadtlich

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