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Gifhorn Stadt Nimmt Rats-AfD Einfluss auf den Unterricht?
Gifhorn Gifhorn Stadt Nimmt Rats-AfD Einfluss auf den Unterricht?
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00:19 24.03.2019
Rektoren schlagen Alarm: Auch die Freiherr-vom-Stein-Schule wendet sich gegen parteipolitische Einflussnahme.
Gifhorn

„Uns reicht’s“, sagt Dr. Detlef Eichner, Rektor der Freiherr-vom-Stein-Schule. Er und seine Kolleginnen und Kollegen der Schulen in Trägerschaft der Stadt sowie des Förderzentrums Pestalozzischule haben immer mehr den Eindruck, dass die AfD-Fraktion im Rat der Stadt versucht, auf die Gestaltung des Unterrichts Einfluss zu nehmen. Oder aber durch ständige öffentliche Anfragen dafür zu sorgen, dass Schulen entnervt aufgeben, bestimmte Themen im Unterricht zu behandeln.

Internetauftritt, Buch und Schüler-Demo

Eichner, Initiator der öffentlichen Erklärung, nennt drei Beispiele. Im Dezember monierte die AfD ihm zufolge in einer Anfrage an den Bürgermeister den Internetauftritt der Stein-Schule. Im März fragte die AfD nach dem Einsatz eines Buches über Populismus im Schulunterricht und wie viele Schüler an Fridays4future teilnähmen.

Schulleitern platzt der Kragen

Den Schulleitern platzte nun der Kragen. Elf Unterschriften stehen unter der Erklärung, dass sie „Unterricht und Erziehung an unseren Schulen gemäß den Gesetzen und Vorgaben des Landes Niedersachsen organisieren“ und „Schülerinnen und Schüler auf ihre zukünftige Rolle als mündige Bürgerinnen und Bürger in einer offenen, freiheitlichen und demokratischen Bundesrepublik Deutschland in einem friedlichen und geeinten Europa vorbereiten“. Eichner im AZ-Gespräch: „Die inhaltliche Ausgestaltung des Unterrichts liegt nicht in der Hand der Fraktionen im Rat der Stadt oder des Schulträgers.“ Die curricularen Vorgaben „beschreiben ganz genau, was in welchem Fach und in welcher Klassenstufe inhaltlich zu behandeln ist“.

„Völlig neutrale Frage“

„Wir haben nur gefragt, ob ein bestimmtes Lehrbuch verwendet wird oder nicht – ohne jeden Kommentar und Bewertung“, so AfD-Ratsfraktionschef Stefan Marzischewski-Drewes. In schriftlicher Form liege der AfD die Erklärung der Schulen noch nicht vor. „Festzuhalten bleibt aber schon jetzt, dass die völlig neutrale Frage danach zu solch heftigen Reaktionen führt.“

Von Dirk Reitmeister

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