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Gifhorn Stadt Betrug: Gifhorner Polizei warnt vor einer neuen Wechseltrick-Masche
Gifhorn Gifhorn Stadt Betrug: Gifhorner Polizei warnt vor einer neuen Wechseltrick-Masche
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19:30 18.11.2019
Dreiste Abzocke: Gifhorns Polizei warnt vor einer neuen Wechseltrick-Masche. Zwei Betrügerinnen sind in Gifhorn auf Tour. Quelle: Photowerk (Archiv)
Gifhorn

Passantinnen und Passanten, die dieser Tage in der Innenstadt unterwegs sind, sollten vorsichtig sein. Mit einer neuen Wechseltrick-Masche versuchen zwei Frauen an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Die Polizei warnt vor den dreisten Betrügerinnen.

Zugfahrt nach Magdeburg

Erstmals am Mittwoch sind die beiden Frauen – sie sind etwa 30 Jahre alt und stammen vermutlich aus Südosteuropa – in der Innenstadt aufgefallen. Gegen 12 Uhr wurde eine Gifhornerin von einer der beiden Frauen vor der Post in der Bahnhofsstraße angesprochen. Sie benötige Geld, um sich eine Zugfahrkarte nach Magdeburg zu kaufen. Die Gifhornerin handelte richtig – und ließ die Frau einfach stehen.

Polizei informiert

Gegen 15 Uhr waren die beiden Frauen dann in der Fußgängerzone unterwegs. Auch hier zeigten sie Passanten ein Bahnticket. „Die angebliche Zugfahrkarte, die die Frau in einer Hand hielt, sah alt und abgegriffen aus“, berichtet ein Gifhorner. Die andere Hand habe die Frau vorgestreckt und dabei Münzgeld präsentiert. Der Vorfall spielte sich in Höhe der Aller-Apotheke am Steinweg ab. Wenig später wurde die Polizei von einem weiteren Passanten informiert: Dieses Mal waren die beiden Frauen in Höhe der Commerzbank aufgetaucht.

Rosen, Schmuck und Benzin

Mal werden Rosen oder Schmuck zum Verkauf angeboten, in anderen Fällen wird dringend Geld für ein krankes Familienmitglied benötigt oder es geht um den Kauf von Benzin für ein liegengebliebenes Auto: Gifhorns Polizeisprecher kennt verschiedene Wechselgeld-Tricks der Kriminellen, die oftmals Banden angehören. „Bei diesen Maschen geht’s immer um dreiste Abzocke“, warnt Reuter. Die Betrügerinnen oder Betrüger seien in fast allen Fällen auf den unbemerkten Griff ins Portemonnaie ihrer Opfer aus. Der Trickdiebstahl werde vielfach erste eine ganze Weile später bemerkt.

Erfolglose Fahndung

„Angesprochene sollten nicht reagieren und auf keinen Fall ihre Geldbörse zücken“, rät Reuter. Verdächtige Beobachtungen sollten stattdessen umgehend der Polizei gemeldet werden – wie es auch am Mittwoch passiert ist. Die Ordnungshüter suchten in der Fußgängerzone nach den beiden Frauen – allerdings ohne Erfolg. Das Duo war bereits abgetaucht.

Beliebte Markttage

„Wir haben festgestellt, dass Wechseltrick-Gaunerei in Gifhorn häufig an den Markttagen laufen“, weiß Reuter. Gedränge an den Verkaufsständen werden genutzt, um insbesondere ältere Menschen reinzulegen. So geschehen im März: Ein Trickbetrüger bettelte auf dem Steinweg einen Gifhorner (84) an – er stahl dem Rentner aus der Geldbörse 350 Euro und eine Konzertkarte. Auch im Juni nutzte ein Ganove den gut besuchten Wochenmarkt, um ans Ziel zu kommen: Er bat zwei Frauen um Kleingeld für den Parkautomaten – und bestahl bei seine Opfer. Der arabisch aussehende Mann erbeutete aus einer Geldbörse 50 Euro, aus der anderen Geldbörse sogar 150 Euro.

Griff in die Geldbörse

Seine Hilfsbereitschaft bezahlte auch ein Gifhorner (68) in der Torstraße teuer: Er wollte einem südländisch aussehenden Täter ein Zwei-Euro-Stück wechseln. Als ein seine Geldbörse öffnete griff der Unbekannte zu und erbeutete 100 Euro.

Von Uwe Stadtlich

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