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Gifhorn Stadt Oktoberfest steht möglicherweise vor dem Aus
Gifhorn Gifhorn Stadt Oktoberfest steht möglicherweise vor dem Aus
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15:00 25.10.2019
Ein Format, das nicht mehr zieht: Das BSK-Oktoberfest steht vor dem Aus. Im November entscheidet der Vorstand. Quelle: Lea Rebuschat (Archiv)
Gifhorn

Das Interesse ist nur noch gering, die Besucherzahlen sind im Sinkflug. Das Oktoberfest des Gifhorner Bürgerschützenkorps (BSK) steht nach 20 Jahren vor dem Aus. Der Vorstand will Ende November entscheiden – und sucht nach Alternativen.

Alleinstellungsmerkmal

„Als wir 1999 mit unserem BSK-Oktoberfest losgelegt haben, hatten wir quasi noch ein Alleinstellungsmerkmal“, blickt Reuter auf die Anfänge zurück. Karten hätten sich damals noch prima verkauft, der BSK-Saal sei in den ersten Jahren immer gut gefüllt gewesen. „400 bis 500 Gäste waren seinerzeit mit dabei – inzwischen sieht die Sache jedoch leider anders aus“, so Reuter.

Immer weniger Interesse, immer weniger Besucherinnen und Besucher: Das BSK-Oktoberfest steht nach 20 Jahren offenbar vor dem Aus. Mitte November will der Vorstand eine Entscheidung treffen.

Oktoberfeste gebe es inzwischen in fast jeder Ortschaft, Kneipen seien ebenfalls auf den Oktoberfest-Zug aufgesprungen. Auch die Frühlingswiesn und die Feuerwehrwiesn hätten in diesem Jahr dazu beigetragen, dass viele Besucherinnen und Besucher dem BSK-Oktoberfest fern geblieben sind, vermutet Reuter. „Mit noch nicht einmal 200 Gästen war die Resonanz einfach enttäuschend.“

Zuschussbedarf

Am Donnerstagabend hätten Vorstand und Zugführer über das Thema gesprochen. „Viel Zeit in Vorbereitung und Organisation stecken und am Ende noch eine vierstellige Summe drauflegen müssen – das geht nicht“, steht für Reuter fest. Die Offiziere sollen nun in ihren Zügen auf Ideensuche für ein neues Format gehen. „Eine Motto- oder Cocktailparty wären eine denkbare Alternative – vielleicht kommt man auch zu dem Entschluss, das Oktoberfest nur noch alle zwei Jahre auf die Beine zu stellen“, so Reuter. Derzeit sehe es jedoch eher nach einem Ende der Traditionsveranstaltung aus.

„Ausgelutscht“

„Das Format ist nach meiner Meinung ausgelutscht, da muss etwas Neues her“, sagt der stellvertretende BSK-Chef. Es sei übrigens nicht das erste Mal, dass sich das Bürgerschützenkorps – es hat aktuell 700 Mitglieder – von einer Veranstaltung verabschiede, die nicht mehr ankomme. Noch in den 80er Jahre habe es einen BSK-Faschingsball gegeben. Als dieser nicht mehr angenommen worden sei, wurde stattdessen ein Frühlingsball gefeiert. „Und der läuft bis heute prima“, so Reuter.

Von Uwe Stadtlich

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