Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt So schön war das Fest für Menschen in Not
Gifhorn Gifhorn Stadt So schön war das Fest für Menschen in Not
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
15:00 10.12.2019
Gifhorn miteinander: In der Stadthalle gab es am Dienstag wieder ein Fest für Menschen in Not. Quelle: Sebastian Preuß
Anzeige
Gifhorn

Für mehr als 60 arme Menschen ist der Tisch reich gedeckt, zumindest dieses eine Mal im Jahr. Sie sitzen im großen Saal der Gifhorner Stadthalle, bedient von Frauen und Männern, die es ansonsten gewöhnt sind, Aufträge und Anweisungen zu erteilen. Es ist kurz vor Weihnachten und zum dritten Mal „Ein Fest für Menschen in Not“ angesagt.

Einmal im Jahr es sich richtig gut gehen lassen: Das ermöglicht die Initiative Gifhorn hilft mit einem Fest für Menschen in Not. Rund 60 Arme kamen in der Stadthalle bei Essen und Schlagern zusammen.

„Festtagssuppe, dann gibt es Ente mit Rotkohl und Klößen und zum Abschluss Kuchen von Leifert“, zählt Caterin Christina Roth auf, was die drei Köche, die sie im Einsatz hat, an diesem Tag kredenzen werden. Die Gelegenheit zu so einem Festmahl hat Kristian Kajmakoski eher selten. Der wohnungslose 36-Jährige nächtigt meistens in der Unterkunft im Kibitzweg und schlägt sich so durch.

Gelegenheit, die Kumpels zu treffen

„Ich hab’ zwischendurch mal ein bisschen Arbeit“, erzählt Kajmakoski. Für eine akkurate Mahlzeit bleibt da nicht viel. „Meistens geht das Geld für was Anderes drauf.“ Umso mehr freut er sich über die Veranstaltung der Initiative Gifhorn miteinander. Auch im vorigen Jahr war er schon dabei. „Es ist wirklich schön“ – nicht nur, weil er Kumpels hier trifft, sondern lecker essen und Musik hören kann.

Gifhorn vergisst auch die Armen nicht

„Für mich bedeutet das, dass man in Gifhorn finanziell schwache Menschen nicht vergisst“, sagt Herbert van Straten aus Vollbüttel. Er ist seit 20 Jahren im Tagestreff MoinMoin und beim Verein Querweg engagiert und aktuell seit drei Jahren arbeitssuchend. Auch er hat nicht allzu viel Budget, sich häufiger so eine Mahlzeit – verbunden auch noch mit einem Musikprogramm – zu leisten. Wer arm sei, sei schnell abgehängt.

Bürgermeister und Bosse kellnern

Nicht an diesem Tag. Zehn prominente Gifhorner – von Bürgermeister Matthias Nerlich über Thomas Fast von der Wirtschaftsvereinigung bis hin zu Kreisrat Rolf Amelsberg – haben Ralf Richter, Wolfgang Fromme und Uwe Bilau von der Initiative Gifhorn miteinander im Aufgebot, das Essen zu servieren. „Manche kennen sich schon aus, das sind Profis“, sagt Bilau und fügt schmunzelnd in Richtung des Kreisrats hinzu, der heute eine Premiere erlebt: „Herrn Amelsberg müssen wir noch einarbeiten.“

Honolulu Quartett entzückt mit Schlagern

Vom schönen Essen und von der Musik schwärmt Elvira Kroll aus Gifhorn, die ebenfalls im Vorjahr schon einmal da war. „Es war sehr gut. Wir haben schöne Lieder gesungen.“ Für Schlager sorgt diesmal das Honolulu Quartett um Verena Schlag. Bilau hatte sie beim Neujahrsempfang der Diakonie erlebt. „Wir waren sofort entzückt.“

Dämpfer bei der Resonanz

Genug helfende Hände bekommen Richter und seine Mitstreiter immer zusammen: „Wir sind ein eingespieltes Team.“ Auch ein halbes Dutzend Ehrenamtliche der Diakonie packt mit an. Bilau hätte sich diesmal jedoch mehr Gäste gewünscht. Famila und Real bescherten 120 bunte Tüten. Ansonsten saßen laut Bilau auch die Spenden nicht so locker wie im Vorjahr. 1400 Euro kamen zusammen von Firmen und Privatleuten. „Zum Glück hatten wir vom vorigen Jahr noch etwas übrig.“

Von Dirk Reitmeister

Hat er einfach nur die Blase geleert oder war ein 47-jähriger Gifhorner als Exhibitionist auf dem Parkplatz am Mühlenmuseum aktiv? Auf die Frage hatte das Amtsgericht Gifhorn eine sehr eindeutige Antwort.

10.12.2019

Es weihnachtet im FBZ Grille. Mit drei Auftritten lädt die letzte Open Stage des Jahres zur Session – anschließend heißt es wieder: „Bühne frei“ für Spontanauftritte.

10.12.2019

Plötzlich tut es nicht mehr weh: Wie ein Wolf Kindern über eine schwere Zeit helfen kann, zeigte sich jetzt in der Kinderklinik des Helios-Klinikums in Gifhorn.

10.12.2019