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Gifhorn Stadt Gifhorn: Wrestler schleudert Stuhl ins Publikum
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorn: Wrestler schleudert Stuhl ins Publikum
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17:22 02.11.2019
Nichts für schwache Nerven: Die Wrestler von wXw boten in der Stadthalle eine abwechslungsreiche Show. Quelle: Christina Rudert
Gifhorn

Alexander James und Jurn Simmons waren mal Freunde. Die Zeit ist aber vorbei, wie Thomas Giesen am Freitagabend in der Stadthalle mitteilte. Das hätte der Sprecher des wXw-Wrestling-Events „Road to broken Rules“ gar nicht zu betonen müssen: Bei dem Fight der beiden Wrestler flog zum Schluss sogar ein Stuhl ins Publikum, und der Ringrichter ging K.o.. 260 Zuschauer waren live dabei, verletzt wurde niemand.

Wie die Sportler sich vor den Kämpfen aufwärmen mussten, musste auch das Publikum erstmal in Fahrt kommen. Laute Musik mit wummernden Bässen half dabei. „Wollt ihr Catch und ,auf die Fresse’?“, brüllte Giesen, der sportliche Leiter der Show Karsten Beck kündigte an: „Wenn ihr hier gleich Vollgas gebt, sind die Athleten auch wieder bei 120 Prozent!“ Bobby Gunns – der einzige, der in der Halle rauchen durfte – und Lucky Kid waren die ersten, die sich gegenseitig auf die Ringbretter schickten. Und das war auch der einzige Kampf des Abends, der durch Aufgabe endete: Lucky Kid gab sich mittels Handzeichen geschlagen.

Warum es auch zum Lachen ist

Wrestling, das ist laut, das ist actiongeladen und alles andere als zimperlich. Und das ist eine ganze Menge Show. Da geht es um sportliche Höchstleistungen, um Kraft und Akrobatik, und die Veranstalter packen Fortsetzungsgeschichten dazu. Der Ausgang der Kämpfe ist im Vorfeld abgesprochen, wichtiger als ein Titelgewinn ist die Choreografie und das Theater der Fights: Wer beherrscht Sprünge und Würfe am besten? Wer spielt den Bösewicht am überzeugendsten? Wer verzieht das Gesicht vor Schmerz am glaubwürdigsten? Kein Wunder also, dass es in dieser Show auch was zum Lachen gibt: Jay Skillet, 178 Zentimeter groß, 81 Kilogramm schwer, tritt gegen Avalanche an, 180 Zentimeter groß, 134 Kilogramm schwer. Jay kämpfte mit Augenzwinkern, gab zwischendurch mal den Angsthasen, der den Ring verließ und davonrennen wollte, nahm Avalanche aber auch in die Mangel: „Das nennt man Technik!“, informierte er das Publikum grinsend.

Fake oder echt? Bei manchen Schlägen, Tritten und Hieben war das nicht so ganz eindeutig. Die Wrestling-Show von wXw in Gifhorns Stadthalle begeisterte 260 Zuschauer.

Nach der Pause ging’s ans Eingemachte. Das Publikum war in der richtigen Verfassung, die Musik war nicht mehr nötig. Mit Little Miss Roxy, Killer Kelly und Skye Smitson eröffneten drei Wrestlerinnen Teil zwei der Show. Es setzte Ohrfeigen, die Damen kreischten ganz undamenhaft – und beeindruckten mit ihren schnellen Sprüngen und Würfen. Sehr actionreich auch der Auftritt von Julian Pace – ein Eigengewächs der xWx-Wrestling Academy – und The Rotation gegen die Pretty Bastards (Maggot und Prince Ahura). Schon die Kleidung signalisierte eindeutig: Die Pretty Bastards waren die Bösen, Julian Pace und The Rotation in bunten, hellen Klamotten die Guten. Dieser Tag-Fight war geprägt von extrem viel Akrobatik, und während Maggot auch schon mal von außerhalb des Rings pöbelte, wogte der Kampf hin und her. Bis am Ende die Pretty Bastards den Sieg davon trugen – und ausgebuht wurden. Im Abgang streiften sie noch ihre Hosen ab und warfen sie ins Publikum.

Der Ringrichter wird verdroschen

Dass James und Simmons, die mal als World-Tag-Team im Ring standen, plötzlich gar nicht mehr so gut aufeinander zu sprechen sind, ist Teil der Show, bei der auch das Publikum mitspielt: Es buht und jubelt schon beim Einzug der Matadoren, aber nicht immer gewinnt derjenige, der bejubelt wird. Und so wird auch mal ein Gewinner ausgebuht. Bei James und Simmons steht das Publikum auf der „richtigen“ Seite. Nachdem James mit dem Stuhl den Ringrichter verdroschen hat und dann Teile des Stuhls ins Publikum schleudert, will Beck ihn disqualifizieren – die beiden brüllen sich einen Moment an, bis Beck sagt: „Okay, dann jetzt nach meinen Regeln: All you can hit – alles was du schlagen kannst.“ Das hielt James nicht lange durch. Der Ringrichter, wieder auf den Beinen, zählte ihn kurz nach dem Zwischenfall aus: Simmons war es gelungen, James so niederzuringen, dass dieser drei Sekunden lang mit den Schultern den Boden berührte. Verloren. Das Publikum johlte.

Von Christina Rudert

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