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Gifhorn Stadt Darum will die Dehoga einheitliche Mehrwertsteuern
Gifhorn Gifhorn Stadt Darum will die Dehoga einheitliche Mehrwertsteuern
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17:13 17.12.2019
Sammeln Unterschriften für einen niedrigeren Mehrwertsteuersatz: Anett Krüger und Armin Schega-Emmerich bitten um Unterstützung. Quelle: Siegfried Glasow
Gifhorn

Der Dehoga-Kreisverband Gifhorn schließt sich einer bundesweiten Petition an und sammelt Unterschriften für eine Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 7 Prozent. Kreisverbandsvorsitzender Armin Schega-Emmerich stattete deshalb jetzt auch Anett Krüger von der Hoteldirektion im Seehotel am Tankumsee in Isenbüttel einen Besuch ab, um gemeinsam für die Petition zu werben.

Was das mit Zukunftssicherung zu tun hat

„Jeder Gast kann diese Petition unterschreiben“, so Schega-Emmerich, der im eigenen Hotel Deutsches Haus in Gifhorn schon viele Unterschriften gesammelt hat. „Wir erwarten, dass unser Essen steuerlich einheitlich mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz belegt wird, unabhängig von der Art der Zubereitung und der Frage, wo und wie wir es essen. Es ist eine Frage unserer Gesundheit, des Umweltschutzes, der Steuergerechtigkeit, der Wertschätzung und der Zukunftssicherung unserer Restaurants und Gasthäuser“, so Schega-Emmerich, der dafür folgende Begründung hat: „Es ist doch grotesk: Ein gemütliches, gesundes Essen im Sitzen kostet 19 Prozent Mehrwertsteuer, im Gehen und Stehen 7 Prozent. Verwende ich – ökologisch sinnvoll – bei Büfetts Mehrweggeschirr, fallen 19 Prozent an, bei Einweggeschirr 7 Prozent. Essen im Kindergarten, der Schule oder im Altersheim wird mit 19 Prozent beaufschlagt, in der Uni-Mensa – wo nicht jeder hin darf – mit 7 Prozent. Oder warum werden beim frischen Salat im Restaurant 19 Prozent berechnet, beim umweltunfreundlich plastikverpackten Salat nur 7 Prozent?“

Anett Krüger fügt hinzu: „Wenn wir den Gästen auf der Terrasse ein Eis zubereiten, müssen wir 19 Prozent berechnen, auch wenn sie es mitnehmen! Gleiche Steuern für Essen wären auch deshalb fair, weil die Gastronomie arbeitsintensiv ist und vielen Menschen einen sicheren Arbeitsplatz bietet. Auf den gleichen Umsatz kommen in der Gastronomie sechs Mal mehr Mitarbeiter als im Lebensmitteleinzelhandel. Durch 7 Prozent entstünden Spielräume für mehr Investitionen, mehr Arbeitsplätze, mehr Lohn und noch attraktivere Angebote.“

Wenn Imbisse Restaurants vertreiben

Als Folgen der steuerlichen Benachteiligung sah Schega-Emmerich auch das Gaststättensterben auf dem Lande, Restaurants würden durch Imbisse, Bäckereien und Lebensmitteleinzelhandel verdrängt. „Mit ständig überdurchschnittlich wachsenden Umsätzen im Take-away-Bereich und den Lieferdiensten nimmt der Plastik- und Pappe-Wahnsinn immer mehr zu.“ Die steuerliche Ungleichbehandlung bei gleichzeitig wesentlich höheren Betriebskosten stelle einen massiven Wettbewerbsnachteil für Gastwirte und damit auch die Gäste dar, so der Dehoga-Kreisvorsitzende. Zumal in 17 EU-Staaten zwischen dem Essen aus dem Supermarkt, dem Essen im Gehen, im Stehen und dem Essen im Restaurant steuerlich kein Unterschied gemacht werde.

Von Siegfried Glasow

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