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Gifhorn Stadt Polizei warnt vor Enkeltrick und falschen Polizisten
Gifhorn Gifhorn Stadt Polizei warnt vor Enkeltrick und falschen Polizisten
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16:51 03.12.2019
Betrugsmasche: Die Polizei berichtet von einer zunehmenden Häufung von Enkeltrick und falschen Polizisten. Quelle: Uwe Dillenberg
Gifhorn

Enkeltrick“ und „Falscher Polizist“: Im Bereich der Polizeiinspektion Gifhorn ist die Zahl dieser Betrugsversuche in den vergangenen Wochen erheblich gestiegen, wie Klaus Ahne, zuständig für Kriminalprävention im Kommissariat, berichtet. Zwar bleibe es meist beim Versuch, „aber es werden immer wieder Bargeldbeträge im fünfstelligen Eurobereich ausgezahlt und wenig später an die Betrüger übergeben“, berichtet der Polizeioberkommissar.

Deshalb hat er noch mal zusammengefasst, wie sich solche Fälle zutragen und wie man sich vor dem Betrug und dem Verlust hoher Geldsummen schützen kann.

Der Enkeltrick

Beim Enkeltrickrufen Täter bei meist älteren und alleinlebenden Personen an, geben sich überwiegend als Enkel, andere Familienangehörige oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht. Die Situation wird immer als äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt. Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben.

Der falsche Polizist

Beim falschen Polizistenmeldet sich eine Person am Telefon und gibt sich als ermittelnder Polizeibeamter aus. Die Person am Telefon sagt, dass bei einem festgenommenen Einbrecher ein Notizzettel mit dem Namen des Opfers und dessen Anschrift gefunden wurde. Nun wolle die Polizei weitere Straftaten verhindern und andere Komplizen festnehmen. Dazu sei die Mitarbeit des Opfers erforderlich. Der Täter ist in diesem Gespräch sehr geschickt und versucht, Informationen über Bankkonten, Wertanlagen, Schmuck, Vermögensverhältnisse und vorhandene Wertgegenstände zu erlangen. Auch wird beispielsweise angeboten, zum Schutz vorbeizukommen und Geld, Schmuck sowie weitere Wertgegenstände abzuholen, um es für einen bestimmten Zeitraum bei der Polizei sicher aufzubewahren. Mancher Täter ist sogar so dreist und erzählt, dass man Hinweise auf eine angebliche Mittäterschaft von Bankmitarbeitern habe. Ziel ist es, auch das Vertrauen in die Bank und deren Mitarbeiter zu erschüttern.

Das richtige Verhalten

„Wir möchten verhindern, dass Hilfsbereitschaft von skrupellosen Tätergruppen ausgenutzt wird und Bürger um ihre Ersparnisse gebracht werden“, so Ahne. Seine tipps: Schildert der Anrufer eine Notsituation und bittet um sofortige finanzielle Hilfe oder um Übergabe von Wertsachen? Die Polizei fordert niemals Bargeld oder Wertsachen – sofort auflegen. Das gilt auch, wenn sich der Anrufer als Polizeibeamter ausgibt und sich nach finanziellen Verhältnissen erkundigt – auflegen. Ebenfalls, wenn angeblich in der Nachbarschaft durch eine Diebesbande Einbrüche verübt hhaben und ein Täter gefasst worden sein soll. „Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung. Fragen Sie gegebenenfalls nach dem Ausweis“, erklärt Ahne. Bestehen Zweifel, empfiehlt er eine telefonische Rücksprache mit der entsendenden Behörde.

Wird als Nummer des Anrufers die 110 angezeigt, dann stimmt was nicht. Die Polizei ruft niemals unter 110 an. „Legen Sie selbst auf und wählen Sie für Nachfragen auch selbst die 110“, empfiehlt der Beauftragte für Kriminalprävention.

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