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Gifhorn Stadt Gifhorn: So dominant ist das Auto
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorn: So dominant ist das Auto
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00:24 22.06.2019
Wie sieht die Mobilität in Gifhorn einmal aus? Rund 40 Bürger kamen dazu ins Rathaus. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

Gifhorn ist eine Autostadt, und daran wird sich vermutlich so schnell auch nichts ändern, auch wenn die Dominanz der Blechkarossen bemängelt wird – dies ist die ernüchternde Zwischenbilanz, die beim Bürgerforum Leitbild Mobilität 2030 am Dienstagabend im Rathaus gezogen wurde. Rund 40 Gifhorner vernahmen die Botschaft und beschäftigten sich dann mit drei konkreten Ideen, an welchen Stellen im Stadtgebiet sich etwas ändern kann.

Fast 70 Prozent der Wege mit dem Auto

Diese Zahlen sprechen Bände: Fast 70 Prozent ihrer täglichen Wege in der Stadt bewältigen Gifhorner aktuell mit dem Auto. Die Prognose fürs Jahr 2030 von Manfred Michael, Experte für Verkehrs- und Infrastrukturplanung beim Institut WVI: Bei konstanter Einwohnerzahl, einer Zunahme an Arbeitsplätzen – vor allem bei der IAV – und einer immer älter werdenden Bevölkerung fahren Gifhorner sogar noch etwas mehr Auto. Die Dominanz des Autos als Fortbewegungsmittel „ist im Vergleich viel“.

Diese Einschätzung teilt auch Juliane Krause von Plan und Rat. Im Gegenzug, so habe der bisherige Prozess der Bürgerbeteiligung ergeben, würde von Bürgern genau diese Auto-Dominanz bemängelt. Bisher geäußerte Wünsche seien etwa ein Fahrradparkhaus in der Innenstadt, freies Radfahren in der Fuzo und deutliche Sicherheitsverbesserungen am Eyßelheideweg und an der Braunschweiger Straße.

Was eine Campus-Ansiedlung bringen würde

Leichte Verschiebungen in der Art, wie sich Gifhorner fortbewegen, könne es geben. Wenn etwa E-Radwege in der Region entstehen und der 30-Minuten-Bahntakt zwischen Gifhorn, Hannover, Braunschweig und Wolfsburg, komme, erläuterte Michael. Durchgespielt hat der Planer auch Folgen einer möglichen Campus-Ansiedlung am BGS. Bei etwa 1000 Studierenden erhöhe sich der Anteil der Radfahrer leicht.

Drastischer wäre dieser Zuwachs, wenn die Innenstadt unter anderem komplett verkehrsberuhigt wäre. Auch an der Preisschraube fürs Parken könne man drehen, um erwünschte Effekte zu erzielen, spielte Michael mögliche Szenarien durch. Theoretisch könne der Anteil der Radfahrer um 26 Prozent zunehmen, auch die Nutzung von Bus und Bahn könne stark steigen. Und dennoch bleibe das Auto an erster Stelle, so Michael.

„Radfahren hat in Gifhorn Potenzial“

Aber er sagt auch: „Radfahren hat in Gifhorn ein großes Potenzial – da geht noch was.“ Rückmeldungen gab es dazu gleich in den Workshops. „Viele wünschen sich mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger“, sagt der städtische Verkehrsexperte Oliver Bley. Seine persönliche Zwischenbilanz zum Mobilitätsforum: „Es zeigt, so einfach ist nicht. Man muss gut überlegen, mit welchen Maßnahmen erreichen wir was.“

Von Andrea Posselt

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