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Gifhorn Stadt Digitalisierung in BBS II: Schweißen mit einer Art „Playstation“ lernen
Gifhorn Gifhorn Stadt Digitalisierung in BBS II: Schweißen mit einer Art „Playstation“ lernen
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16:45 04.11.2019
Ob der Funke überspringt? Die BBS II will Schweißsimulatoren anschaffen und warb mit einer Infoveranstaltung für das Projekt. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Schweißen nicht mit dem Schweißgerät, sondern mit dem Simulator: Gifhorns BBS II digitalisiert jetzt einen ihrer klassischen Bereiche. Dabei braucht die Schule allerdings finanzielle Hilfe. Dafür warb sie nun im Rittersaal nicht nur bei ihrem Träger, dem Landkreis Gifhorn, sondern bei der Landesregierung.

Allan Gray von der Weldplus GmbH aus dem Westerwald ist der Mann der Stunde im Rittersaal. Vor Cornelia Baden vom Niedersächsischen Kultusministerium, den beiden SPD-Landtagsabgeordneten Philipp Raulfs und Tobias Heilmann, dem Ersten Kreisrat Dr. Thomas Walter sowie Vertretern der europäischen Partnerschulen der BBS II setzt sich der redegewandte Geschäftsführer den Schweißhelm auf. Es ist nicht irgendein Schweißhelm, sondern eine Art Playstation-Helm. Nicht Virtual Reality, sondern noch einen Schritt weiter, nämlich Augmented Reality, erklärt Gray.

Noch besser als Virtual Reality

Mit dieser Technik sieht Gray sein echtes Umfeld sowie das virtuelle Werkstück und den virtuellen Schweißfunken, die das Gerät vor seine Augen projiziert. Auf einem Computer-Monitor zeigt es, wie die Schweißnaht aussehen würde. Und das Gerät sagt dem Nutzer auch gleich, was er falsch macht. „Wenn ich zu hoch gehe, sagt er mir das: Rot ist schlecht, grün ist gut“, erläutert Gray.

Energie und Material sparen

„Die Schüler lernen am Simulator, wie man richtig schweißt“, schwärmt BBS-II-Leiter Carsten Melchert. Und das ganz ohne Materialverbrauch und mit deutlich weniger Energieaufwand. Damit liegen für ihn die Vorteile der Digitalisierung bei der Schweißtechnik-Ausbildung ganz klar auf der Hand.

Die Investitionen sind nicht ohne...

Aktuell hat die BBS II zwei Geräte im Einsatz – ausgeliehen bei den Firmen Weldplus und Butting. Doch das ist für Melchert kein Dauerzustand. Sein Ziel: Sechs eigene Geräte anschaffen. „Die sind nicht ganz billig“, weiß der Schulleiter. Allan Gray bestätigt, dass die Stückkosten bei 20 000 Euro anfangen. Doch Melchert ist überzeugt, dass die Rechnung aufgeht – eben weil an anderer Stelle Verbrauchskosten entfallen.

Jetzt ist der Landkreis am Zug

„Wir haben den Antrag gestellt“, sagt Melchert. Nun sei der Schulträger Landkreis am Zug. Allerdings hofft Melchert auch auf Landeszuschüsse. Deshalb demonstriere die Schule den Vertretern der Landesregierung, was Berufsschulen leisten könnten. Die Vorführung mit Gray war der Auftakt einer viertägigen Kickoff-Veranstaltung für das Projekt, von dem 75 Schülerinnen und Schüler sowie 20 Lehrkräfte partizipieren sollen.

Auf die Idee mit dem Schweißsimulator kam die BBS II durch die Partnerschaft mit europäischen Berufsschulen im Rahmen des Erasmus-Plus-Programms. „Die Spanier haben schon so ein Gerät, die Norweger wollen es jetzt anschaffen“; sagt Melchert. Mit den Partnern will die BBS II auch besprechen, wie sie den Einsatz der Schweißsimulatoren in den Unterricht integrieren können. Nun muss sich zeigen, ob der Funke bei den Geldgebern überspringt.

Von Dirk Reitmeister

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