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Gifhorn Stadt Flutmulde: Halle wohl knapp ein Jahr gesperrt
Gifhorn Gifhorn Stadt Flutmulde: Halle wohl knapp ein Jahr gesperrt
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19:00 03.12.2019
Millionen-Projekt Flutmulde: Für die Sanierung soll die Halle ab April 2020 für fast ein Jahr gesperrt werden. Quelle: Torben Niehs (Archiv)
Gifhorn

„Es ist höchste Eisenbahn“: Mit diesen Worten machte Hochbau-Chef Karsten Moritz im Bauausschuss am Dienstag deutlich, dass die umfassende Modernisierung der Flutmuldenhalle unumgänglich ist. Wassereinbrüche und immer wieder Ausfälle der Beleuchtung: Ohne eine Dach- und Innensanierung gehe es nicht.

Planungskosten reichen nicht

Wenn der Landkreis die Sanierung der IGS-Halle am Lehmweg beendet hat, soll’s Ende April 2020 losgehen. Gesperrt wird die Halle dann bis Anfang Februar 2021. „Unser Ziel ist die Inbetriebnahme der Halle zum 5. Februar 2021“, so Moritz. Die für das Projekt veranschlagten Planungskosten von 300 000 Euro reichen allerdings nicht aus. Sie müssen auf 500 000 Euro erhöht werden.

Moritz stellte der Politik fast eine halbe Stunde lang Projekt-Details vor. Unter anderem soll der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht werden, Glaskuppeln sollen verschwinden und durch eine moderne LED-Lichtdecke ersetzt werden. Als weitere Großbaustellen bezeichnete Moritz die Erneuerung von Elektro- und Heizungstechnik. Auch der mehr als 40 Jahre alte Sportboden, bei dem es immer wieder zu Absackungen komme, müsse raus. Ebenso gehe es um eine Verbesserung der Be- und Entlüftung. Über einen Anbau soll Platz für ein Behinderten-WC und die Einlagerung von Großgeräten geschaffen werden.

Was für Gastronomie-Nutzung spricht

Eine Entscheidung über die Zukunft des Ratsweinkellers wird erst im Haushaltsausschuss und im Rat fallen. Moritz präsentierte der Politik drei unterschiedliche Sanierungsvarianten. Die erste Variante, die eine Gastronomie-Nutzung vorsieht, umfasst lediglich eine Erneuerung der Küche und neue Möbel für den Gastbereich. Große Umbauten sind nicht geplant. Kosten: Mehr als 1,3 Milionen Euro. Gastronomie-Nutzung gibt’s auch bei Variante zwei – allerdings mit größeren Umbauten in Küche und Gastbereich und einer Einbeziehung der Räume des Stadtarchivs, welches dann in den Nicolai-Hof in den Cardenap ausgelagert würde. Auch mehr Lager und der Einbau eines Lifts sind vorgesehen. Kosten: stattliche 2,37 Millionen Euro.

Eine Alternativ-Nutzung des Ratsweinkellers – Büros, Tourist-Info und Museum wurden angesprochen – wäre für 1,175 Millionen Euro machbar. Allerdings: Für die Gastro-Nutzung gibt’s laut Stadt bereits mehrere Bewerber, die auf eine Entscheidung warten.

Lange Gesichter

Lange Gesichter bei 20 Mitgliedern der Anlieger-Initiative Quälberg, die die Sitzung verfolgten: Eine Abschaffung der Straßenausbau-Beiträge ist mit der Ratsmehrheit aus CDU und Grünen nicht zu machen. FDP/ULG und AfD hatten sich für ein Umdenken ausgesprochen – eine Mehrheit dafür fand sich nicht. Für die Verwaltung hielt Fachbereichsleiter Joachim Keuch ebenfalls dagegen. Der Verwaltung müsse die notwendige Zeit gegeben werden, um sich mit dem Thema zu befassen und eine fundierte Vorlage zu erstellen. Auch vom Land fehle bisher eine klare Positionierung.

Von Uwe Stadtlich

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