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Gifhorn Stadt „Wir machen das alles mit Herz“: Warum die DRK-Bereitschaft für Gifhorn so wichtig ist
Gifhorn Gifhorn Stadt „Wir machen das alles mit Herz“: Warum die DRK-Bereitschaft für Gifhorn so wichtig ist
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06:38 05.12.2019
„Suchen immer Leute“: DRK-Bereitschaftsleiter Horst Kraemer und Tina Krahmann-Meinecke von der Psychosozialen Notfallversorgung. Quelle: Jörg Rohlfs
Gifhorn

„Es ist eine Freizeitgestaltung mit Inhalt und Wert. Und es ist für jeden was dabei und macht Spaß“, sagt Horst Kraemer. Hinter diesem Türchen des AZ-Adventskalenders steckt die DRK-Bereitschaft, deren Leiter er ist und in der rund 100 Menschen in verschiedensten Gruppen aktiv sind. „Und neue Leute brauchen wir immer.“

Nur Ehrenamtliche im Einsatz

Die meisten der ausnahmslos ehrenamtlichen Kräfte sind beim Sanitätsdienst im Einsatz. Diese Sanitätshelfer unterstützen die hauptamtlichen Kräfte und sind unter anderem mit Krankentransportwagen unterwegs, einer Art abgespecktem Rettungswagen, mit dessen Hilfe „aber in jedem Fall auch Leben gerettet werden können“, so Kraemer. Zum Einsatz kommen die KTW aber auch noch in einem anderen Tätigkeitsbereich der Bereitschaft: beim „Wunschmoment“.

„Wir arbeiten dabei mit dem Palliativnetzwerk zusammen“, erklärt Kraemer. Sterbenden wird ein lang gehegter und oft letzter Wunsch erfüllt. Psychisch ähnlich anspruchsvoll ist die Tätigkeit der zurzeit aus acht Personen bestehenden Gruppe der „Psychosozialen-Notfallversorgung“. Sie kümmert sich in Notfallsituationen ebenso den Opfern wie den Helfer, die „belastende Situationen“ erlebt haben. Unterschlagen werden sollte auch nicht die Jugendgruppe, der aktuell 25 Mitglieder von zehn bis 15 Jahren angehören – mit 16 kommt man in den aktiven Dienst, mit 18 auch in den Einsatz.

20 Einsatzfahrzeuge, drei Fahrräder, zwei Boote und ein Quad gehören zum Fuhrpark.

Organisation und Dokumentation

Und dann gibt es noch die Betreuungsgruppe der DRK-Bereitschaft Gifhorn, die beispielsweise bei Evakuierungen unterstützend eingreift und für die Versorgung von betroffenen, aber nicht verletzten Menschen verantwortlich zeichnet. Die Mitglieder der Gruppe „Funk“ oder länger gesagt „Information und Kommunikation“ (IuK) kommen in Einsatzleitwagen zum Einsatz: „Zu Organisations- und Dokumentationszwecken“, erläutert Kraemer.

Und dann gibt’s da noch die Gruppe „Technik und Sicherheit“, die sich um eben jenes kümmert beim knapp 20 Fahrzeuge umfassenden Fuhrpark inklusive Verpflegungsanhänger sowie vorhandenes Material – natürlich auch um die drei Einsatzfahrräder und den über 30 Jahre alten Kabelbauwagen samt Inhalt, mit dem ein Netz von Feldtelefonen aufgebaut werden kann, „wenn gar nichts mehr geht“. Und eine Wasserwacht gibt es natürlich auch.

AZ-Adventskalender: So machen Sie mit

Sie haben eine Idee für eine Geschichte, die Sie gerne einmal in der Aller-Zeitung lesen möchten? Dann schicken Sie uns eine Email mit dem Betreff „Adventskalender“ an stadt@aller-zeitung.de und schildern Sie kurz Ihren Wunsch. Vergessen Sie nicht, uns Ihre Kontaktdaten mitzuteilen, damit wir dann auch wissen, wie wir Sie für Nachfragen erreichen können.

Die verfügt in Gifhorn über zwei Mehrzweckboote, die bei Suchen oder im Katastrophenschutz eingesetzt werden. Auch ein Quad für die Suche in unwegsamem Gelände und am Ufer gehört zum Equipment. Drei Taucher und mehrere Boots- und Fahrzeugführer gehören zur Wacht. „Geübt wird im Sommer auf und im Tankumsee und im Winter in der Allerwelle“, fügt Kraemer hinzu – auf Aus- und Weiterbildung werde in jedem Segment der Bereitschaft großer Wert gelegt. Aus Mitgliedern aller Bereiche setzt sich die „Schnell-Einsatz-Gruppe“ (SEG) zusammen, die zum Einsatz kommt, wenn es bei einer „Lage“ mehr als ein halbes Dutzend Verletzte gibt.

Die Einsatzgebiete der Bereitschaft

Die Einsatzgebiete der Bereitschaft reichen vom Schützenfest bis zur Großschadenslage: über Unfälle und Zugunglücke bis zu Evakuierungen und Hochwasser-Katastrophen. „Es gibt wohl Entbehrung – aber wir machen es alle gern und mit Herz“, sagt der Bereitschaftsleiter, der selbst schon seit 40 Jahren dabei ist. Und es liebt, auch die Gemeinschaft. Die pflegt jede Gruppe bei den Dienstabenden und alle gemeinsam bei Grillabenden, dem Bereitschaftsfest oder der Familienfeier. „Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall“, weiß Kraemer.

AZ-Adventskalender: Die Geschichten

Die Aller-Zeitung schenkt ihren Lesern jeden Tag eine Geschichte – für den AZ-Adventskalender dürfen Sie sich eine Geschichte wünschen. Hier ein Überblick über die bisherigen Geschichten:

* 2. Dezember: Das ist die Familienreise-Bloggerin aus Gifhorn

* 3. Dezember: Das ist die besondere Ausstellung in Gifhorn

* 4. Dezember: Heideheld: Gifhorn hat einen eigenen Gin

Von Jörg Rohlfs

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