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Gifhorn Stadt Polizei bittet Radler zur Kasse
Gifhorn Gifhorn Stadt Polizei bittet Radler zur Kasse
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15:03 24.09.2019
Kontrolle in Gifhorns Fußgängerzone: Die Polizei stoppte Radfahrer. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

In der vergangenen Woche hatte die Polizei Radfahrer-Kontrollen im gesamten Bereich der Fußgängerzone angekündigt. Am Montag und auch am Dienstag nahmen die Ordnungshüter Radler ins Visier, die das geltende Fahrverbot missachteten. Die Aktion wird fortgesetzt.

Verschiedene Standorte

Kontrollpunkte in Höhe der Aller-Apotheke, am Marktplatz, am Ceka-Brunnen, am Georgshof oder direkt vor dem Kaufhaus Schütte: Michael Klusmann und seine Kolleginnen und Kollegen von der Einsatz- und Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Gifhorn hatten sich am Dienstag erneut unterschiedliche Standorte für die Überprüfung ausgesucht.

Verletztes Kind

Hintergrund für die groß angelegte Polizei-Aktion – bereits am Montag starteten die Kontrollen mit Unterstützung von Beamtinnen und Beamten aus Braunschweig – war ein Unfall mit Radfahrer-Beteiligung mitten in der Fußgängerzone. Dabei wurde am 16. September, 15 Uhr, ein Kind (3) verletzt. Es wurde von einer Radfahrerin (53) in Höhe Dolomiti angefahren. Die Frau hätte zu diesem Zeitpunkt ihr Rad schieben müssen. Erlaubt ist Radfahrer in der Gifhorner Fußgängerzone nämlich nur von 18 bis 11 Uhr.

Schilder ignoriert

Klusmann und sein Team haben festgestellt, dass nicht nur Kinder und Jugendliche gegen das geltende Radfahr-Verbot in der Gifhorner Fußgängerzone verstoßen und entsprechende Hinweisschilder – sie stehen an allen Zufahrten und Zuwegungen der Fuzo – einfach ignorieren. Bei den Kontrollen ertappte die Polizei auch viele Erwachsene.

Verwarngelder kassiert

Wer nicht lesen kann, muss zahlen. „Wer erwischt wird, muss ein Verwarngeld von 15 Euro zahlen, kommt es zu einer Behinderung von Passanten, werden 20 Euro fällig, bei einer Gefährdung sogar 25 Euro“, erklärt Polizeisprecher Thomas Reuter. 30 Euro Verwarngeld kassieren die Ordnungshüter bei einem durch Radler verursachten Unfall.

Juristische Konsequenzen

Die möglichen juristischen Konsequenzen sind vielen Radfahrern, die gegen das Verbot verstoßen, offenbar nicht bewusst. „Wenn sie einen Unfall mit Personenschaden verursachen, wird ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet – es handelt sich dabei um eine Straftat, die den Radler vor Gericht bringen kann“, warnt Reuter. Geldstrafen und im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe könnten mögliche Folgen im Falle einer Verurteilung sein.

Zwei Schwerverletzte

Laut Analysestelle der Polizei wurden im Bereich der Fußgängerzone bei Unfällen mit Radfahrer-Beteiligung seit 2014 zwei Menschen schwer verletzt, neun weitere erlitten leichte Verletzungen.

Fußgänger schützen

„Wir werden die Kontrollen in der Fußgängerzone auch in Zukunft fortsetzen“, erklärt Polizeisprecher Thomas Reuter. Dabei gehe es der Polizei nicht darum, „Radfahrer abzukassieren“. „Die Sicherheit der Fußgänger steht für uns im Vordergrund, denn sie fühlen sich in der Fußgängerzone sicher und rechnen nicht damit, dass plötzlich Radler an ihnen vorbei rasen“, so Reuter. Die Kontrollen seien eine präventive Maßnahme, um Unfälle zu vermeiden.

Von Uwe Stadtlich

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