Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Neues Schlagzeug für Hitpüraten
Gifhorn Gifhorn Stadt Neues Schlagzeug für Hitpüraten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 24.09.2019
Große Freude: Die Egon-Gmyrek-Stiftung ermöglichte den Hitpüraten der Gifhorner Lebenshilfe den Kauf eines neuen Schlagzeuges. Quelle: Ron Niebuhr
Gifhorn

Hightech für die Hitpüraten: Die hauseigene Band der Gifhorner Lebenshilfe hat ein neues Schlagzeug bekommen. Kein klassisches Akutisches, sondern ein Elektronisches. Möglich machte das die Egon-Gmyrek-Stiftung. „Dafür sind wir sehr, sehr dankbar", sagte Bandleader Klaus Winter. Denn was ist schon eine Band ohne Schlagzeug?

Neuanschaffung notwendig

Das war auch der Egon-Gmyrek-Stiftung sonnenklar, bei der die Lebenshilfe über ihr Vorstandsmitglied Frank Behling um Unterstützung für den Kauf eines neuen Schlagzeuges warb. „Das alte Schlagzeug war einfach hinüber", berichtete Winter. Immerhin war es seit acht Jahren im Dauereinsatz – bei wöchentlichen Proben ebenso wie bei Auftritten. Und das geht an keinem Schlagzeug spurlos vorüber. Wie sehr es in acht Jahren allein schon vom Klang her nachgelassen hatte, war für jedermann unüberhörbar, sobald Drummer Christopher Duensing die ersten Beats auf dem Nachfolger spielte.

Schnelle Hilfe

„Wir helfen gern. Bei uns geht das immer alles sehr unbürokratisch und schnell", sagten Klaus Gmyrek und Martin Wrasmann aus dem Stiftungsrat. Auch wenn das Hauptaugenmerk Kindertagesstätten gilt, springe man „überall ein, wo sonst Lücken entstehen", erklärten sie. Etwa in Schulen oder in der Lebenshilfe. So wie jetzt bei den Hitpüraten. Die revanchierten sich in ihrem Übungsraum in der Werkstatt für behinderte Menschen im Heidland mit einer Kostprobe ihres musikalischen Könnens für die Spende: „Stand by Me", „Über den Wolken" und „Mighty Quinn". Und ernteten dafür kräftigen Beifall.

100 Klangmuster

1050 Euro hat das neue Schlagzeug gekostet. Man habe verschiedene Schlagzeuge in einem Hannoveraner Fachgeschäft ausprobiert. Duensing, der sich als Fünfjähriger auf Kochtöpfen erstmals als Drummer versuchte, zog letztlich ein elektronisches Exemplar dem akustischen Pendant vor. „Das kann man viel leichter auf- und abbauen", sagte er. Besser pflegen lässt es sich auch. Und es bietet wohl um die 100 Klangmuster von Afrikanisch über Chinesisch und Japanisch bis zu Pop, Rock, House und Trance. „Das ist ja eine Rakete!", staunte Wrasmann darüber, wie viel Technik drin steckt.

Verwechslungsgefahr

2011 hat die Lebenshilfe die Hitpüraten ins Leben gerufen, damals übrigens noch unter dem Namen Hitpiraten. Da es bereits eine Band mit diesem Namen gab, taufte man sich kurzerhand um. „Wir wollten Verwechslungen ausschließen und uns auch nicht mit fremden Federn schmücken", erklärte Katrin Jegenhorst, Abteilungsleiterin Tagesförderstätte und Ambulante Hilfe. Seit 2018 ist Klaus Winter der Bandleader. Er spielt Gitarre, Thomas Meyer Percussions, Christopher Duensing Schlagzeug und Ron Kaufmann Keyboard. Letzterer ist auch Leadsänger der Band, Winter und Meyer sind Background-Sänger: „Wir teilen uns das auf."

Alte und neue Songs

Unter Winters Regie ließen die Hitpüraten alte Songs aus ihrem Repertoire wieder aufleben und sie übten auch das eine oder andere Stück neu ein. „Es müssten so 13 oder 14 Lieder sein, die wir inzwischen draufhaben", sagte er. Damit lasse sich manches Event musikalisch abwechslungsreich begleiten.Interne Veranstaltungender Lebenshilfe und auch Auftritte vor externem Publikum etwa beim Hoffest in Isenbüttel, beim Herbst- und Frühlingsmarkt der Lebenhilfe oder zuletzt auch beim Sommerfest auf dem Campus „Menschen auf dem Sonnenweg" der Egon-Gmyrek-Stiftung.

Inklusions-Projekt

Dort machten die Hitpüraten ihre Sache so gut, dass Gmyrek und Wrasmann sie gern wieder dazu einluden. Das freute neben den Bandmitgliedern auch Jegenhorst. Sie begleitet das Bandprojekt der Lebenshilfe und weiß um dessen großen Stellenwert in der Inklusion, erfreuen die Hitpüraten doch Zuhörer gleich welchen Alters immer sehr. Und dank des neuen Schlagzeuges von der Egon-Gmyrek-Stiftung künftig gewiss sogar noch ein bisschen mehr.

Von Uwe Stadtlich

Rund 300 Zuhörer hörten Mendelssohns „Lobgesang“ mit fast 100-köpfigem Chor und mehr als 30 Musikern in der Stadthalle. Ein Experiment.

24.09.2019

Die Polizei lässt ihren Worten Taten folgen: In der gesamten Gifhorner Fußgängerzone gibt’s seit Wochenbeginn Radfahrerkontrollen. Wer gegen das Fahrverbot verstößt, muss zahlen.

24.09.2019

Wer holte die mehreren Tausend Euro aus einer Mülltonne in Gifhorns Innenstadt? Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Trickbetrug, falsche Polizisten hatten einer Seniorin viel Geld abgegaunert.

24.09.2019