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Gifhorn Stadt Landwirte verbessern Klima
Gifhorn Gifhorn Stadt Landwirte verbessern Klima
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16:00 28.10.2019
Allianz für das Klima: Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast erläuterte das Modellprojekt bei der Auftaktveranstaltung im Rittersaal. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Dieses Projekt hat Vorbildcharakter und passt in die Zeit: Unter der Überschrift „Landwirte verbessern Klima“ ist am Montag das ModellvorhabenKlimaAllianz Dorfentwicklung und Landwirtschaft“ gestartet. Barbara Otte-Kinast, Niedersächsichse Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, war bei der Auftaktveranstaltung im Rittersaal mit dabei.

Gemeinsam agieren

Gemeinsam für Natur- und Umweltschutz eintreten und die Klimabilanz verbessern: „Wir brechen heute eine Lanze für den Klimaschutz“, verwies die Ministerin darauf, dass für das Modellvorhaben Landesmittel von mehr als 100 000 Euro bereitgestellt werden. Auch die Landwirtschaftskammer sei mit im Boot. „Ich beobachte, dass die Landwirtschaft in Dorfentwicklungsprozessen immer weniger Thema in der öffentlichen Diskussion ist“ rief die Ministerin zum Umdenken auf. Dabei biete gerade dieser Bereich erhebliche Potenziale für die dörfliche Entwicklung. Nur zusammen könne man die Klimafragen in den Dörfern und auf den landwirtschaftlichen Betrieben beantworten, so Otte-Kinast.

15 Betriebe aus dem Kreis

Das Image der Landwirtschaft stärken, einen Beitrag zur Verbesserung der CO2-Gesamtbilanz leisten, Einzelmaßnahmen in Sachen Klima- und Umweltschutz auf den Weg bringen, durch Teamwork neue Potenziale aktivieren und Tipps in den Dorfentwicklungsprozess einbetten: In 55 Betrieben – 15 davon aus dem Kreisgebiet – soll innerhalb des Projekts aufgezeigt werden, wie es gelingen kann, die Bewirtschaftung noch nachhaltiger und klimaeffizienter zu gestalten. „Ich bin bereits jetzt gespannt auf die Ergebnisse“, so Ministerin Otte-Kinast.

Vorreiterrolle übernommen

„Ich freue mich besonders, dass unser Landkreis mit der Samtgemeinde Wesendorf eine Vorreiterrolle für ganz Niedersachsen übernimmt und Projektträger ist“, betonte Landrat Dr. Andreas Ebel. Weitere Modellregionen sind die Dorfregion Holte-Lastrup (Landkreis Emsland) und die Dorfregion Leineweber-Sechseck (Landkreis Northeim). Trockenheit, Dürre, Unwetter, Starkregen: Die Landwirte, die seit Jahren unter dem Klimawandel litten, versuchten Antworten auf den Klimawandel zu finden. In den teilnehmenden Betrieben werde nun genau hingeschaut, an welchen Stellschrauben gedreht werden müsse, um die Situation zu verbessern.„Dieses Modellvorhaben ist ein tolles Projekt und zeigt, dass große Veränderungen im Kleinen beginnen müssen“, so der Landrat.

Wenig Zeit zum Handeln

Wandel und ein Umdenken können nur von unten kommen: Das machte auch Professor Dr. Henning Austmann von der TU Hannover deutlich, der die mehr als 100 Besucherinnen und Besucher der Auftaktveranstaltung mitnahm auf eine „Klima-Reise zwischen Schmerz und Lösung“. Eine explodierende Welt-Bevölkerungszahl, ein drastischer Temperaturanstieg und Flugreisen, die billiger als Zugfahrten sind: Viel Zeit zum Handeln bleibt laut Austmann nicht mehr. Mit der Natur lasse sich nicht verhandeln, warnte der Wissenschaftler. „Wir sind die erste Generation, die weiß, was zu tun ist – und zugleich die letzte ist, die etwas gegen den Klimawandel tun kann.“ Dabei gehe es auch darum, Verzicht zu üben und nachhaltiger zu handeln. „Wenn man vor dem Abgrund steht, ist der Rückschritt ein Fortschritt.“

Von Uwe Stadtlich und Mette Engel

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