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Gifhorn Stadt Manche Kinder betreten zum ersten Mal einen Wald
Gifhorn Gifhorn Stadt Manche Kinder betreten zum ersten Mal einen Wald
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16:00 15.10.2019
Waldspaziergang mit Jägern: Die Jägerschaft Gifhorn hat ihr Versprechen eingelöst, mit Kindern von der Trostinsel einen besonderen Ausflug zu machen. Quelle: Jägerschaft Gifhorn
Gifhorn

Im Mai hatte die Jägerschaft Gifhorn bei einer Spendenübergabe in der Trostinsel für trauernde Kinder in Gifhorn versprochen, sie mal einen Tag mit in den Wald zu nehmen. Dieses Versprechen lösten die Jäger jetzt ein. Als Joudi (9) mit ihrer Begleitung von der ambulanten Kinderhospizarbeit am Treffpunkt ankam, sagte sie: „Ich war noch nie in einem Wald!“

Spannend und lehrreich

Andrea Burmeister und Bauer Hermann Brandt waren mit sieben Kindern zwischen sechs und neun Jahren und fünf Begleitpersonen im Wald. Dagmar Huhnholz, verantwortlich für den „Treffpunkt Trostinsel“, begleitete die Gruppe auf einem spannenden und lehrreichen Waldspaziergang bis zur Jagdhütte Brandt. Über die anfängliche, verständliche Zurückhaltung von Filomena „freute“ sich ihr Opa, denn er durfte sie als einziger Verwandter weiter begleiten.

Gleich zu Beginn war Andrea Burmeister streng: „Es gibt zwei Verbote auf unserem Weg hier im Wald! Und das sind: nicht schreien und nicht rennen!“. Das versprechen alle Kinder. Sie bekommen die Jagdhunde Paula, Lotte und Arlon vorgestellt, und Malte erklärt sich sofort bereit, Lotte zu führen. Martha übernimmt Paula von Bauer Brandt. Nein, vor Hunden haben alle keine Angst, aber Respekt vor dem super ausgebildeten Arlon.

Dachs gibt Rätsel auf

Insgesamt zehn Waldtiere haben die Kinder dann auf der Strecke links und rechts vom Waldweg entdeckt und das ein oder andere auch bereits gekannt, aber der Dachs gab allen große Rätsel auf: „Der ist ja so groß wie ich!“, meinte Anni erstaunt. Besonders waren die Mädchen von den Frischlingen angetan. Sie wunderten sich aber, dass Wildschweine Mais fressen: „Der ist doch für uns Menschen!“, stellte Linas fest. So gab es gleich ausführlichen Unterricht über das Leben der Tiere im Wald.

Nach und nach tauten die Kinder auf und löcherten Bauer Brandt, Andrea Burmeister, Erika Bertram und Angela Heider von der Jägerschaft Gifhorn mit Fragen. Als jedoch Arlon seinen Apport-Befehl ausführte und ein (Schlepp-)Kaninchen brachte, war die Aufregung groß. Alle wollten Genaues über das Apportieren erfahren und wissen, warum Tiere getötet werden. Insbesondere Linas hatte Verständnis, dass kranke, verletzte und überzählige Tiere von Jägern getötet werden müssen, immerhin „hätten die Jäger sonst ja nichts zu tun, wenn alles in Ordnung wäre“. Dass die Hege in Wald und Flur die größere Aufgabe eines Jägers ist als das Schießen, leuchtete den Kindern nach Erklärungen von Bauer Brandt ein.

Mit dem Fernglas auf den Hochsitz

Angekommen an der Jagdhütte, durfte jedes Kind, ausgerüstet mit einem Fernglas, mit Hermann Brandt auf den Hochsitz klettern, um von dort Fuchs, Fasan, Hase und Kaninchen im Feld auszuspähen. Mit einigen Geschicklichkeitsspielen, der Zuordnung von Eiern zum entsprechenden Federvieh, dem Füttern der Fische und dem Entdecken eines Nutrias ging der aufregende Nachmittag mit Beginn der Dunkelheit bei Feuer im Korb und heißen Wildwürstchen langsam zu Ende.

Der Weg durch den dunkel werdenden Wald war kein Problem. Alle Kinder fühlten sich wohl und waren schon ganz gespannt, was sie daheim beim Auspacken der Abschiedsgeschenke entdecken würden. Die „kleinen Jägerbriefe“, die sie von Andrea Burmeister erhielten, lösten Begeisterung aus! Für Joudi und ihren Bruder Rustoum steht fest, dass ihrem allerersten Tag im Wald noch viele weitere folgen werden.

Hoffnung auf Wiederholung

Dagmar Huhnholz dankte dem Team der Jägerschaft zum Abschied und wünschte sich auch für die Zukunft derartige Waldtage für trauernde Kinder.

Von unserer Redaktion

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