Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Gifhorn historisch: So war das früher mit den Straßen
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorn historisch: So war das früher mit den Straßen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:14 29.10.2019
Historische Straße und Wege rund um Gifhorn: Damit beschäftigt sich die Geschichtswerkstatt am 29. Oktober. Quelle: privat
Gifhorn

Um alte Straßenverbindungen von und nach Gifhorn geht es bei der nächsten Geschichtswerkstatt am Mittwoch, 29. Oktober. Ab 19 Uhr spricht Klaus-Dieter Oppermann im Eiskeller über das Thema.

Während antike Kulturen wie Griechen, Assyrer, Etrusker und nicht zuletzt die Römer schon sehr früh auf den Bau von Kunststraßen setzten, wurden im Raum Gifhorn sehr lange nur sogenannte Naturwege oder Altstraßen genutzt. Diese Verkehrswege hatten keinen definierten Start- oder Zielpunkt. Sie verbanden einfach die verschiedenen Orte miteinander. Dabei nutzte man geologische und topografische Gegebenheiten aus, um so zu einigermaßen bequemen Verbindungen zu gelangen.

Dünen ermöglichten Verkehrswege

Direkt am Aller-Urstromtal gelegen, boten sich in Gifhorn schon sehr früh günstige Bedingungen, an dieser Stelle das Urstromtal zu queren. Dabei spielte es eine besondere Rolle, dass die geologischen Bedingungen durch zahlreiche Dünen sowie durch die Grundmoräne Weinberg Verkehrswege ermöglichten.

In Gifhorn kreuzen sich zwei Handelswege

Aus diesem Grund kreuzen sich in Gifhorn zwei alte Handelswege. Das ist zum einen die „Alte Salzstraße“ die vom Ostseeraum über Lübeck, Lüneburg, Uelzen und Braunschweig weiter nach Süden führte. Der zweite Handelsweg, der in ost-westlicher Richtung kreuzt, ist die „Kornstraße“, eine alte Verbindung der Städte Magdeburg und Celle.

Die Salzstraße ist ein Handelsweg, der mit der Salzgewinnung in Lüneburg verstärkt genutzt wurde. Salz war in früheren Zeiten sehr wichtig, weil man es unter anderem zur Haltbarmachung von Lebensmitteln verwendete. Für den Gifhorner Raum von Interesse ist der südliche Teil dieses Verkehrsweges, der von Lüneburg über Uelzen, Hankensbüttel, Wesendorf und Gifhorn nach Braunschweig führte. Südwestlich von Gifhorn befindet sich im Wald eine sehr alte Brücke mit dem Namen „Napoleonsbrücke“. Auch sie ist ein Teil dieses alten Verkehrsweges.

Völlig anders ist die Situation im Zusammenhang mit der Kornstraße. Diese stellt eine alte Verbindung der Städte Magdeburg und Celle dar. Von Celle aus wurde das Getreide aus der fruchtbaren Magdeburger Börde per Schiff weiter bis nach Bremen transportiert.

Die Handelswege gab es schon lange

Im Vortrag liegt ein Schwerpunkt auf dem Verlauf dieser Handelswege in und um Gifhorn. Man kann davon ausgehen, dass diese Wege schon viel länger in Gebrauch waren, als es ihre wohl aus dem Mittelalter stammenden Namen vermuten lassen. So ist es nicht ganz abwegig, von der Annahme auszugehen, dass die Entstehung der Stadt Gifhorn unmittelbar mit der Existenz dieser alten Wege zusammen hängt.

Anmeldung bei Karla Seisel unter Tel. (01 71) 12 12 604. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Bürgerstiftung sind willkommen.

Von unserer Redaktion

Angeblich wollte er nur Kleingeld wechseln – doch am Ende waren alle Geldscheine im Wert von 530 Euro weg: Ein unbekannte hat in Gifhorn ein Ehepaar in ein Gespräch verwickelt und bestohlen.

28.10.2019

Hunderte schöne Bilder erreichten in den vergangenen Monaten die Redaktionen der WAZ und AZ. Am Ende kürten die Leser ihr Lieblingsbild. Die ersten drei Plätze erhielten jetzt ihre Preise.

28.10.2019

Das Projekt ist in der Region einzigartig: Gifhorn hat eine Kirche im Brauhaus. Wie Gott, Glauben und Bier zusammenpassen, zeigte die Freie Christengemeinde (FCG) bei einem „Grand Opening“ am Sonntag. Hunderte waren dabei.

28.10.2019