Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Gifhorner erinnern an die Opfer von Krieg und Gewalt
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorner erinnern an die Opfer von Krieg und Gewalt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:20 17.11.2019
Den Opfern von Krieg und Gewalt: Auf dem Alten Friedhof fand eine öffentliche Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

Auf dem Alten Friedhof am Weinberg fand anlässlich des Volkstrauertages eine öffentliche Feierstunde statt unter Beteiligung von Kirche und Politik sowie Abordnungen von Vereinen und der Bundeswehr. Gedacht werden sollte an diesem kalten, grauen Vormittag im November den Opfern von Krieg und Gewalt.

Nach einer musikalischen Eröffnung durch den Posaunenchor St. Nicolai begrüßte der katholische Pastoralreferent Martin Wrasmann die Anwesenden und gab der Sorge Ausdruck, dass der vor 100 Jahren vom Volksbund initiierte Volkstrauertag wohl auch noch in Zukunft begangen werden müsse, „weil es irgendwie nicht gelingen will“, es schwer sei, „Visionen anzuhängen und ihnen im Alltag Raum zu geben“.

„Mit Stimme und Herz“

Superintendentin Sylvia Pfannschmidt rief zum Gebet auf „mit Stimme und Herz“. Wrasmann erzählte eine Geschichte – von „Hannes“, der vor 30 Jahren im Osten Thüringens zu denen gehörte, die sich heimlich in einem Pfarrhaus trafen, anders waren und „anderes wollten“. Heute sei das Pfarrhaus verkauft und „Hannes“, habe „2013 eine rechtspopulistische Partei gegründet“. Auch weil er fest an Gott glaube und seinen Glauben durch Andersgläubige bedroht sehe.

Verantwortung für Frieden

Hannes gehe den falschen Weg, so Wrasmann. Vielmehr gehe es um Verständigung, die Hoffnung auf Versöhnung und die Verantwortung für Frieden, getragen von einem Miteinander, bei dem der Begriff „Heimat“ mehr als ein Staat sei und mehr wie das Reich Gottes verstanden würde, Verfolgten und Minderheiten einen „sicheren Hafen“ gebe.

Mit einer öffentlichen Feierstunde auf dem Alten Friedhof in Gifhorn wurde den Opfern von Krieg und Gewalt gedacht.

Nach dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser stellte Bürgermeister Matthias Nerlich in seiner Ansprache die „Lüge“ in den Mittelpunkt, sie sei „der größte Feind des Friedens“. Auch der Zweite Weltkrieg habe mit einer Lüge begonnen und dazu geführt, dass „60 Millionen Menschen ein Opfer von Lügen wurden“, auf den Schlachtfeldern und in den Konzentrationslagern.

Für mehr Wahrheit sorgen

Nerlich rief dazu auf, der „Lüge“ mit dem „einzigen Rezept für Frieden“ zu begegnen: der Wahrheit, die laut einem Bismarck zugesprochenen Zitats „Armeen aufhalten kann“. Und „Fake-News“ in sozialen Medien als aktuelle Daseinsform der „Lüge“ sollte man auch „nicht einfach weiter leiten“. „Lasst uns für mehr Wahrheit sorgen“, so der Bürgermeister.

Kränze niedergelegt

„Der Tod ist nur die Pforte, das Leben, Herr, bist Du“, sang der Gifhorner Männerchor. Und zum Abschluss der Veranstaltung wurden mehrere Kränze niedergelegt an den Denkmälern für die Toten der Weltkriege – auch an dem des MTV Gifhorn für die „gefallenen Turnbrüder“, das seit 1961 an der Bleiche stand und nun auf den Alten Friedhof umgezogen ist.

Von Jörg Rohlfs

Mit einer brillanten Show riss ABBA today das Publikum in Gifhorns Stadthalle zum Mitmachen hin. Bei einem Stück wurde besonders laut mitgesungen.

17.11.2019

Wassergeister, Käpt’n Blaubär, Flossi, Hering, Makrele, das Meer und mehr zum Thema Wasser gab’s bei der Lesung „So leicht die Welle, so tief das Meer“ mit Anja Alisch und Barbara Luckas im Kavalierhaus.

17.11.2019

Der DRK-Kreisverband Gifhorn hat 1446 hauptamtliche Mitarbeiter und fast 1000 ehrenamtliche Mitglieder – bei der Versammlung am Samstag wurde im öffentlichen Teil Bilanz gezogen, geehrt, gedankt und gelobt.

16.11.2019