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Gifhorn Stadt Penny schließt im Fuchsienweg: Für viele Anwohner „ein Schock“
Gifhorn Gifhorn Stadt Penny schließt im Fuchsienweg: Für viele Anwohner „ein Schock“
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16:44 18.10.2019
Bestürzt: Hermann Engelmann sorgt sich um Einkaufsmöglichkeiten im Blumen- und Handwerkerviertel in Gifhorn. Quelle: Yvonne Droste
Gfihorn

Es gärt im Blumen- und Handwerkerviertel: Im Dezember schließt nun auch noch der Penny-Markt am Fuchsienweg. Bäcker, Friseur, Sparkassen-Filiale – das gab’s einmal. „Es wird immer unattraktiver hier“, sagt Anwohnerin Silke Kirschke. Vor allem Senioren sehen sich vor einem großen Problem: „90 Prozent der Leute dort haben einen Rollator. Jetzt müssen die bis in die Stadt. Das ist grausam und niemandem zuzumuten“, sagt Hermann Engelmann.

Große Sorgen bei den Senioren

Am Eingang des Penny-Marktes gibt es aktuell nur ein Thema – die vom Unternehmen angekündigte Schließung des Standortes Fuchsienweg. Waltraud Kasischke ist eine von denen, denen die Mitteilung der Schließung keine Ruhe lässt. „Ich kann im Moment kein Auto fahren. Hier sind so viele ältere Menschen, die werden ein Problem haben mit dem Einkaufen.“ Der nächste gelegene Supermarkt, ebenfalls Penny, ist einen Kilometer entfernt. Mit dem Auto nicht das Problem, aber für die Seniorin aus dem Handwerkerviertel sehr wohl.

„Für mich ist das ein Schock“

Silke Kirschke pflichtet ihr bei: „Der kleine Markt war so übersichtlich, optimal für Ältere.“ So einfach hinnehmen möchten die beiden Frauen das Markt-Aus nicht. „Vielleicht sollten wir eine Unterschriften-Aktion starten.“

Valentina Pollje wäre da sicher eine Kandidatin, die mitziehen würde. „Für mich ist das ein Schock“, kommentiert sie die Penny-Schließung. Mit ihren Nachbarn, die auf Rollatoren angewiesen sind, habe sie auch schon gesprochen: „Für sie wird das sehr schwer. Das geht gar nicht.“

„Schade, dass sich keiner darum kümmert“

Sie würden gerne richtig Dampf ablassen, etwas zum Positiven bewegen – nur wo. Engelmann sieht sich im Stich gelassen: „Das ist wirklich schade, dass sich keiner darum kümmert.“

Die AZ hakte bei der Wista nach. Geschäftsführer Martin Ohlendorf bedauert die Entwicklung, sieht darin einen Trend im Handel, der „schwer zu beeinflussen ist“. Was der Eigentümer der Immobilie nun vorhabe, darauf habe er keinen Einfluss. Er biete jedoch gerne Hilfe und Beratung an. Gut fände er, wenn sich jemand findet, der einen Nachbarschaftsladen gründe. „Das könnte eine Chance sein.“

Stadt bedauert Schließung

Auch die Stadt bezieht Stellung, sie „bedauert die Schließung des Penny-Marktes, denn sie bedeutet eine Verschlechterung der Nahversorgung für die Bewohner des Blumen- und Handwerkerviertels“. Tatsächlich aber seien der Stadt die Hände gebunden, denn es handele sich um eine wirtschaftliche Entscheidung von Penny und das Marktgebäude befindet sich in Privatbesitz.

Von Yvonne Droste und Andrea Posselt

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