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Gifhorn Stadt „Sicherer Hafen“: Flüchtlingsboot und Postkarten-Aktion
Gifhorn Gifhorn Stadt „Sicherer Hafen“: Flüchtlingsboot und Postkarten-Aktion
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11:07 29.09.2019
Aktion „Sicherer Hafen“: Bei der Aktion in der Fußgängerzone gab es auch ein Original-Flüchtlingsboot zu sehen. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Mitten in der Fußgängerzone stand ein Original-Flüchtlingsboot, gleich nebenan wurden auf Postkarten Unterstützer-Unterschriften gesammelt: Unter dem Motto „Stoppt das Sterben“ gab es am Samstag eine Mahnwache des Bündnisses „Sicherer Hafen Landkreis Gifhorn“.

Gegen das Sterben

„Wir dürfen nicht dabei zusehen, dass täglich im Mittelmeer Flüchtlinge ertrinken und es für Gerettete keine Perspektive gibt“, brachte es Grünen-Kreissprecher Henrik Werner auf den Punkt. Nachdem im April ein Antrag seiner Partei auf Unterstützung der so genannten Initiative Seebrücke – sie wendet sich gegen das Sterben Unschuldiger im Mittelmeer und die Kriminalisierung von Seenot-Rettern – vom Kreistag abgelehnt worden sei, habe sich das Bündnis gebildet.

16 Institutionen sind dabei

16 Institutionen ziehen inwischen an einem Strang, um den Landkreis Gifhorn zu einem „Sicheren Hafen“ zu machen. Flüchtlingshilfen im Landkreis, Kirchen, Parteien, Verbänden, FridaysForFuture und Einzelpersonen wollen erreichen, dass der Antrag, der aus formalen Gründen keine Mehrheit gefunden hat, es im zweiten Anlauf schafft. Darüber wurde am Samstag in der Fußgängerzone informiert.

Den Nächsten lieben

„Wenn wir an Gott glauben wollen, geht dieses nur, wenn wir unsere Nächsten lieben“, sagt Superintendentin Sylvia Pfannschmidt und macht deutlich, dass die Unterstützung der Initiative durch die Kirchen eine Selbstverständlichkeit ist. Gemeinsam mit Altfrid-Pastoralreferent Martin Wrasmann nahm sie an der Mahnwache teil.

Boot aus Blickfang

Blickfang der Aktion war ein 14 Meter langes und 4,5 Meter breites Original-Flüchtlingsboot. „Es wurde im April 2018 vor der lybischen Kiste geborgen“, berichtet Carsten Duka von der Braunschweiger Initiative Seebrücke. Menschen hätten sich nicht mehr im Boot befunden. „Wir gehen davon aus, dass sie entdeckt worden sind und man sie zurück in Folter-Lager nach Lybien gebracht hat“, so Duka.

Schreckliche Situation

Das Boot nutze die Initiative Seebrücke bundesweit, um auf die schreckliche Situation bei einer Flucht über das Mittelmeer aufmerksam zu machen. „Es ist unsere Pflicht zu helfen, denn die Menschen begeben sich in Lebensgefahr, um Folter, Vergewaltigung, Krieg und Hunger zu entkommen.“ Am 14. Oktober werde das Boot bei einer Mahnwache in Magdeburg zu sehen sein, am 17. November gibt’s einen Termin in Köln.

Thema im Ausschuss

Den Landkreis Gifhorn zu einem „Sicheren Hafen“ machen: Klaus Rautenbach (Grüne) kündigte an, dass ein erneuter Antrag nebst Resolution bereits am 12. November im Sozialausschuss des Kreises behandelt werde.

Von Uwe Stadtlich

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