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Gifhorn Stadt Die Ex belogen, betrogen, bedroht: Das ist die Strafe für 31-Jährigen
Gifhorn Gifhorn Stadt Die Ex belogen, betrogen, bedroht: Das ist die Strafe für 31-Jährigen
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20:00 26.11.2019
Geld von der Freundin ergaunert: Ein 31-Jähriger musste sich vor dem Schöffengericht in Gifhorn verantworten. Quelle: picture alliance / Peter Steffen
Gifhorn

Böses Ende einer Beziehung: Er gab vor, Geld für ein Event und eine Autoreparatur zu brauchen, steckte es jedoch in die eigene Tasche, dann drohte er seiner Partnerin sogar mit dem Tod, und die Staatsanwältin hatte am Dienstag noch einiges mehr in der Anklage gegen den 31-Jährigen vorzutragen. Dem Opfer blieb die Konfrontation im Gerichtssaal erspart, eine Anwältin vertrat für sie die Nebenklage. Der Täter gestand gleich zu Beginn. Das Urteil: ein Jahr und sechs Monate auf Bewährung sowie eine Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 1500 Euro.

Schreckschusswaffe unerlaubt besessen

Harter Tobak, der die Anklageschrift da füllte: Zwischen November 2017 und März 2018 besaß der gebürtige Braunschweiger unerlaubt eine Schreckschusswaffe – und ließ seine Partnerin das im Verlauf der Beziehung auch wissen. Doch alles begann zunächst mit Betrügereien. So gab der 31-Jährige vor, er stelle ein Event auf die Beine und brauche dafür 1000 Euro. Glatt gelogen – das musste die gutgläubige Freundin aber erst später feststellen. Das Geld war futsch.

Auch eine Autoreparatur erfand er

Dann erfand der Täter – inzwischen war er bei der Frau eingezogen – eine Autoreparatur. Dafür forderte er mehr als 1100 Euro. Schon wieder glatt gelogen. Seine Dreistigkeit steigerte sich im März 2018. Satte 5000 Euro wollte er von seiner Freundin haben. Dabei soll er mit Waffengewalt gedroht haben: „Ich kann Dir auch meine Neun-Millimeter an den Kopf halten, wenn Du nicht funktionierst.“ Geschlagen habe er sie dabei auch. Und auch den Tod der Mutter seines Opfers habe er angekündigt, dafür könne er auch jemanden engagieren, soll er gedroht haben.

„Es tut ihm leid“

Da reichte es: Aus Angst ging die Frau zur Polizei. Das Strafverfahren kam in Gang. Der 31-Jährige, inzwischen verheiratet mit einer anderen Frau, hielt sich wortkarg, verfolgte aber die klare Route, alles schnell hinter sich bringen zu wollen. Sein Anwalt bestätigte, dass alle Vorwürfe richtig seien. „Es tut ihm leid.“

„Erhöhte kriminelle Energie“

Der Richter sprach dem Angeklagten dennoch ins Gewissen und machte die Dimensionen der Beziehungstat sichtbar: „Wir sprechen hier nicht über einen Ladendiebstahl.“ Die Staatsanwältin sprach von „erhöhter krimineller Energie“. Wegen einer günstigen Sozialprognose, des Geständnisses und der schon erfolgten Rückzahlung des ergaunerten Geldes forderte sie eine Gesamtstrafe in Höhe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung. Auch hier machte es der Verteidiger kurz und nickte den Antrag ab. Auch das Schöffengericht beurteilte den Fall so. An sein Opfer muss der Mann 1500 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Von Andrea Posselt

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