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Gifhorn Stadt Wie der Marinechor „Blaue Jungs“ das Publikum auf eine Seefahrt mitnimmt
Gifhorn Gifhorn Stadt Wie der Marinechor „Blaue Jungs“ das Publikum auf eine Seefahrt mitnimmt
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14:30 12.09.2019
Der Marinechor Blaue Jungs begeisterte in Gifhorns Stadthalle: Vom fröhlichen Publikum gab's viel Applaus. Quelle: Foto: Hans-Jürgen Ollech
Gifhorn

Schon der Auftritt der rund 60 Soldatinnen und Soldaten des Original Marinechors „Blaue Jungs“ aus Bremerhaven zeigte in Gifhorns Stadthalle, wie viel Freude gemeinsames Singen machen kann. Unter Marschmusik der Instrumentalisten traten die Chormitglieder wie ein zusammenhängendes weißes Band in ihrer klassischen Marineuniform auf die Bühne und ernteten dafür schon stürmischen Beifall der knapp 400 Zuhörer. Und gleich erklang ein mitreißendes und stimmgewaltiges Medley der schönsten Seemannslieder wie „Jetzt heißt es Leinen los“ und „Heute geht’s an Bord“, bevor der Chorleiter Stabsbootsmann Unolf Ganzer auf die Bühne trat.

Doppelte Premiere

Hans-Jürgen Ollech, Vorsitzender derKontaktstelle Musikim Landkreis Gifhorn, hieß die Soldatinnen und Soldaten des Marinechors herzlich willkommen und sprach von einer Premiere, da der Marinechor seit seiner Gründung im Jahre 1960 noch nie hier in der Region aufgetreten sei und zum anderen 40 junge Soldatinnen und Soldaten der Marineoperationsschule (MOS) Bremerhaven hier in Gifhorn ihren ersten öffentlichen Auftritt hatten.

Klassisch „seemännisch“ und mit seiner vorpommerschen Gelassenheit führte der Stabsbootsmann durch das Konzert und nahm die Zuhörer auf eine maritime Weltreise mit. Und so führte die musikalische Reise der Blauen Jungs, die bisweilen von drei Akkordeons, einer Bassgitarre, einer Tuba, einem Keyboard und einem Schlagzeug begleitet wurden, zunächst an den Strand der Biscaya.

Schön ist die Liebe im Hafen

Es ging auch noch einmal nach Bombay, wo die Anker gelichtet wurden und das Lied von „Schön ist die Liebe im Hafen“ erklang. Das alles kann doch einen Seemann nicht erschüttern, wenn es da heißt „Hundert Mann und ein Befehl“ und die Hafenbar verlassen werden muss, weil der Kapitän uns mit auf die Reise nehmen will.

Immer wieder gelang es dem Chorleiter, die Zuhörer mitzunehmen, sodass sie mitsangen und mitschunkelten. Zu den besonderen Höhepunkten gehörte das Lied von Lilli Marleen „Vor der Kaserne, vor dem großen Tor“ und sollte an die Soldaten erinnern, die zurzeit mit ihren Kriegsschiffen auf den Weltmeeren unterwegs sind, wie der Stabsbootsmann zu verstehen gab. Und mit der „Seefahrt die ist lustig“ band Ganzer sogar das gesamte Publikum mit ein, teilte für den Refrain die Zuhörer in zwei Gruppen ein und brachte mit dem großen Chor den Theatersaal zum Brodeln.

Rote Rosen für die Zuhörer

Zwischendurch verteilten die Soldatinnen und Soldaten rote Rosen an die Zuhörer und forderten sie zum Mitsingen auf. Das ist eben „die Liebe der Matrosen“, die die Zuhörer tief berührte, sodass sie vor Begeisterung kaum zu bremsen waren. Ollech bedankte sich zum Schluss des mitreißenden Konzerts bei Chorleiter Ganzer und sagte, dass das nicht der letzte Auftritt hier in Gifhorn gewesen sein solle. Der Chorleiter zeigte sich von den tollen Rahmenbedingungen in der Stadthalle und vom Publikum begeistert, und bevor die Sachen wieder gepackt und die Heimreise nach Bremerhaven angetreten wurde, gab es noch eine Zugabe seemännischer Tradition.

Stehende, nicht enden wollende Ovationen waren der Dank an die Blauen Jungs, die einmal mehr zeigten, dass sie nicht nur Botschafter der Deutschen Marine, sondern auch ein besonderes Aushängeschild im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der gesamten Bundeswehr sind. Der Überschuss des Konzertes geht als Spende an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Von Hans-Jürgen Ollech

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