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Gifhorn Stadt Darum steht an der Kläranlage ein Zelt
Gifhorn Gifhorn Stadt Darum steht an der Kläranlage ein Zelt
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21:00 28.11.2019
Millionen-Investitionen: Unter dem Zelt an der Gifhorner Kläranlage finden umfangreiche Arbeiten statt. ASG-Chef Peter Futterschneider (re.) und Abwassermeister Mark Voigt informieren sich über den Stand der Dinge. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Wenn der Zahn der Zeit zu großen Teilen aus Fäkalien besteht, dann ist es nach 47 Jahren höchste Eisenbahn für etwas Neues: Der Abwasser- und Straßenreinigungsbetrieb der Stadt Gifhorn baut gerade neue Klärschlammschnecken an der Kläranlage ein. Nicht die einzige Investition in den kommenden Jahren.

Neue Klärschlammschnecken jetzt, Erneuerung der Rechenanlage und des Maschinenhauses in den kommenden Jahren: Die Stadt Gifhorn investiert in ihre Kläranlage.

Ein großes Zelt steht zurzeit direkt vor der Kläranlage, von der Winkler Straße aus gut zu sehen. Darunter sind die Handwerker vom Wetter geschützt dabei, im so genannten Zulaufbauwerk Beton zu sanieren. Die alten Schnecken, die 47 Jahre lang das unterirdisch ankommende Abwasser auf das Niveau der Kläranlage gefördert hatten, sind längst demontiert. Seit Mitte September laufen die Arbeiten.

Die neuen Schnecken sind schon da

Die neuen Förderschnecken liegen bereits auf der Baustelle, einen Steinwurf entfernt. Zwei große, eine kleinere. Lediglich die Vorgängerin der letzteren, eine sogenannte Trockenwetterschnecke, stammt aus den 90-er Jahren, weil damals wegen eines Wellenschadens ein Ersatz nötig war, so Stadtsprecherin Annette Siemer.

Was die Schnecken verschleißen lässt

„Die Schnecken werden aus Stahl gefertigt, der immer einer Korrosion unterliegt“, erläutert Siemer. Darüber hinaus sorgen ihr zufolge harte Bestandteile im Klärschlamm für Materialabtrag, im Laufe der Zeit wirkt das, was aus der Kanalisation mit angeschwemmt wird, wie ein Schleifmittel.

Auch am Beton geht der Klärschlamm nicht spurlos vorbei. Deshalb bauen die Techniker nicht nur neue Schnecken ein, sondern sanieren auch die Gebäudeteile.

Wann soll es fertig sein?

Noch vor Weihnachten wollen die Stadt und ihr Betrieb damit durch sein. 1,1 Millionen Euro kostet die Erneuerung. Mit Einschränkungen für die Kunden rechnet die Stadt nicht, sagt Siemer. Denn zunächst sei eine so genannte Abwasserhaltung aufgebaut worden. Eine Art Umleitung: „Diese pumpt das der Kläranlage zufließende Abwasser um das Zulaufbauwerk herum bis vor die Rechenanlage“, sagt Siemer. „Nach der Wiederinbetriebnahme des Zulaufbauwerkes ist vorübergehend mit einem Anstieg von Kanalreinigungsarbeiten zu rechnen.“

Das kommt auch noch dran

Die neuen Klärschlammschnecken sind nicht alles, was die Stadt in den kommenden Jahren an Investitionen in ihre Kläranlage „pumpt“. Siemer: „In den Jahren 2020 bis 2024 wird mit Investitionen von rund 3,5 Millionen Euro gerechnet. Das betrifft die Maßnahmen Erneuerung der Rechenanlage, Sanierung des Maschinenhauses, Umstellung der Biologie auf eine feinblasige Belüftung und den Aufbau der vierten Reinigungsstufe.“

Von Dirk Reitmeister

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