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Gifhorn Stadt „Wichtigstes Nutzvieh auf Erden“: Hilfe für Arbeit der Bienenwarte
Gifhorn Gifhorn Stadt „Wichtigstes Nutzvieh auf Erden“: Hilfe für Arbeit der Bienenwarte
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20:25 29.04.2019
„Wichtigstes Nutzvieh auf Erden“: Dr. Andreas Ebel (3.v.r.) übergab Dienstausweise an Bienenwarte und Gerätschaften zur Seuchenbekämpfung. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

„Die Bienen sind das wichtigste Nutzvieh auf Erden“, bemerkte Landrat Dr. Andreas Ebel vor der offiziellen Übergabe der Dienstausweise an die neuen Bienenseuchenwarte Thomas Manzke und Torben Meyer im Rosengarten des Schlosses am Montagmittag.

Wachsschmelzer und Kochkessel

Und weil Bienen so wichtig sind und der Landkreis mit seinem Veterinäramt zuständig ist für Nutztierhaltung, konnte der ebenfalls anwesende Vorsitzende des Kreisimkerverbands Otto Friedrich einen Edelstahl-Dampf-Wachsschmelzer (für Bienenwaben) sowie einen Edelstahl-Kochkessel zum Waschen der ausgeschmolzenen Holzrähmchen und Teilen der Bienenkästen in Empfang nehmen. Die Gerätschaften kommen zum Einsatz, wenn ein Bienenstock von Varroa-Milben oder der Amerikanischen Faulbrut befallen sind.

282 organisierte Imker im Landkreis

Zum Abtöten der Erreger würden die Bienenkästen-Teile in heißer Natronlauge gewaschen, erläuterte Friedrichs Stellvertreter Maik Meinecke. Wachsschmelzer und Kochkessen haben einen Wert von rund 2000 Euro und sollen künftig – verwaltet vom Kreisverband – den Imkervereinen zur Verfügung gestellt werden. Im Landkreis gebe es sechs Vereine mit 282 Mitgliedern und fast 1800 Honigbienen-Völkern, zählte Friedrich auf.

„Ohne Bienen keine Äpfel“

„Ich freue mich, dass wir die wichtige Arbeit der Bienenwarte und ihrer kleinen, fleißigen Helfer unterstützen können“, sagte der Landrat. Man wolle mit der Übergabe der Instrumente zur Bekämpfung von Bienenseuchen auch noch einmal deutlich machen,wie wichtig es sei, Bienenstöcke zu schützen und zu erhalten: „Ohne Bienen gibt’s keine Äpfel, keine Gräser, keine Pflanzen“, resümierte Ebel.

Löwenzahn besser als Rose

Die anwesenden Funktionäre und Imker Meyer, Manske, Friedrich und Meinecke betonten in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung von pflanzlicher Arten- und Sorten-Vielfalt in der Landwirtschaft wie im heimischen Garten. Monokulturen („Grüne Wüsten“) schadeten einer Vielzahl von Wildbienen, weil diese oft an bestimmte Blüten „gebunden“ seien. Und: „Eine Rose bringt einer Biene nichts, im Gegensatz zum verpönten Löwenzahn“, machte Meinecke deutlich.

Spritzmittel und Steingärten

Blühstreifen mit bienenfreundlichen Saatmischungen und „unaufgeräumte Ecken im Garten mit Unkraut und Wildkräutern“ seien gut. Immer problematisch seien Spritzmittel im Ackerbau und genmanipulierter Mais für Biogasanlagen, der nicht einmal mehr Pollen trage – und Steingärten in Siedlungen. Nicht nur für Bienen. Denn wenn diese untergehen würden, „bricht alles miteinander zusammen“, so Manske. Das Bienen- und damit auch das Insektensterben sei ein weltweites Problem: Das Insektenvorkommen sei um zwei Drittel zurück gegangen und das der Singvögel in der Folge um die Hälfte.

Manske und Meyer wünschte Ebel „gutes Gelingen und eine erfolgreiche Arbeit“, die unter anderem Darin besteht, bei Verdacht Proben aus Bienenständen zu nehmen, Imker bei der Seuchenbekämpfung zu unterstützen und „herrenlose“ Stände Besitzern zuzuordnen.

 

Von Jörg Rohlfs

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