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Gifhorn Stadt Stadt investiert kräftig in Bildung und Betreuung
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20:00 29.10.2019
Gifhorns Michael-Ende-Schule: 1,8 Millionen Euro stehen im städtischen Etat 2020 für den Mensa-Bau bereit. Quelle: Sebastian Preuß
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Gifhorn

Der Haushaltsentwurf der Stadt für 2020 liegt auf dem Tisch. Das Gesamtpaket hat ein Volumen von 99 Millionen Euro – 85 Millionen davon für laufende Kosten, 14 Millionen für Investitionen. Bürgermeister Matthias Nerlich, Erste Stadträtin Kerstin Meyer und Kämmerer Rainer Trotzek stellten am Dienstag Details des mehr als 460 Seiten starken Zahlenwerks vor. Der Rat entscheidet am 20. Januar.

Neuverschuldung

Mit Etatplanungen über 90 Millionen Euro sei die Stadt mit einem großen Unternehmen zu vergleichen, führte Nerlich in den Entwurf für Haushaltssatzung und Haushaltsplan ein. „Wir haben einen sehr guten Etat aufgestellt, werden jedoch 2020 nicht ohne eine deutlich Nettoneuverschuldung auskommen“, so der Verwaltungschef. Eine Kreditaufnahme von 8,6 Millionen Euro und eine Tilgung von 1,3 Millionen Euro seien geplant, die Nettoneuverschuldung liege bei 7,3 Millionen Euro.

Mensa-Neubau und Krippe

Die Stadt investiert 2020 kräftig in Bildung und Betreuung: Mit fast 7,6 Millionen Euro übersteigen diese Investitionen die Nettoneuverschuldung. Einer der dicksten Brocken: 1,8 Millionen Euro für den Mensa-Neubau der Michael-Ende-Schule am Pommernring. Weitere 1,5 Millionen Euro sieht der Etat für die Sanierung der Sporthalle Flutmulde vor. 1,4 Millionen Euro sind für den Neubau von Krippe und Mensa der Wilhelm-Busch-Schuleeingeplant. In die Gebäudeunterhaltung – unter anderem Sanierung von Klassenräumen – gehen neun Millionen Euro.

Größere Gruppen, mehr Personal

Drei statt zwei Betreuungskräfte in Gifhorns Kita-Gruppen, im Gegenzug eine Erhöhung der Gruppenstärke von 23 auf 25 Kinder:166 Kita-Plätze fehlten aktuell in Gifhorn, 80 Kita-Plätze könnten durch diese Maßnahme geschaffen werden, erläuterte Meyer. „Uns geht es um den Erhalt der Betreuungsqualität“, so Nerlich. Dieses werde durch die dritte Gruppenkraft erreicht. 750 000 Euro sieht der Etat für das zusätzliche Kita-Personal vor – 580 000 Euro für freie Träger, 170 000 Euro für Kitas in Trägerschaft der Stadt. Die zusätzlichen Kräfte will die Stadt über qualifizierte Quereinsteiger gewinnen.

Straßen und Feuerwehr

Geld gibt’s auch für Verkehrsinfrastruktur: 1,15 Millionen stehen für den Kreisel-Bau am Katzenberg bereit, für weitere 880 000 Euro soll die Winkler Straße (Teilabschnitt Oldaustraße/Bessler-Straße) saniert werden, Anlieger werden nicht zur Kasse gebeten. Auch an die Brandschützer wurde gedacht: Für 306 000 Euro gibt’s ein neues Fahrzeug für die Wehr in Kästorf, für 268 000 Euro soll Gifhorns Gerätehaus eine moderne Notstromversorgung erhalten.

Die Personalkosten der Stadt klettern 2020 um 2,3 auf 24 Millionen Euro, die Kreisumlage liegt vermutlich bei 22,1 Millionen Euro.

Ortsteile bedacht

Auch in den Ortsteilen soll etwas passieren. Für 155 000 Euro soll in Kästorf ein Wald- und Erlebnispfad entstehen, für 111 000 Euro ein Rast- und Kommunikationsplatz in Kästorf – vorausgesetzt, dass ILE-Fördermittel fließen, mit denen 65 Prozent der Gesamtkosten abgedeckt werden sollen. Wilsche soll 2021 bedacht werden – mit dem Neubau einer Bewegungshalle.

Fanmeile für EM

Keine Pflichtaufgabe, trotzdem im Etat berücksichtigt: eine Fanmeile vor dem Rathaus für die Fußball-EM 2020, die am 12. Juni beginnt (36 000 Euro). „Wir wollen es noch mal probieren, obwohl die Anfangseuphorie der Vorjahre verflogen ist“, so Nerlich. Bei der WM 2022, die mitten im Winter stattfinde, sei auf dem Marktplatz jedoch kein Public Viewing geplant.

Neues Gewerbegebiet

Gemeinsam mit Gifhorns Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (GEG) will die Stadt ein weiteres Gewerbegebietschaffen. „Die zweite Hälfte des Areals Westerfeld wird erschlossen, ich könnte mir ein weiteres Gewerbegebiet in der Nachbarschaft vorstellen“, blickt Nerlich in die Zukunft.

Von Uwe Stadtlich

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