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Gifhorn Stadt Darum steht’s auf der Braunschweiger Straße
Gifhorn Gifhorn Stadt Darum steht’s auf der Braunschweiger Straße
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06:01 30.07.2019
Chaos auf der Braunschweiger Straße: Die betagte Schrankenanlage sorgte mit einem Ausfall für ein Verkehrschaos. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Über Stunden war in Gifhorn kein Durchkommen mehr: Die Schranken des Bahnübergangs Braunschweiger Straße spielten verrückt und sorgten für ein Verkehrschaos.

Entweder hängen die Schranken auf halb acht oder das Signal zeigt dauerhaft rot: Es geht nicht mehr vor und nicht mehr zurück am Bahnübergang. Sowohl auf der Braunschweiger Straße, wo der Stadteinwärts-Verkehr zeitweise schon ab McDonalds zum Erliegen kommt, als auch auf Allerstraße und Celler Straße.

Die ganze Stadt ein einziger Stau: Die Feuerwehr hat Probleme, zum Feuer bei Real zu kommen, Reisende verpassen ihren Zug. Die Signalanlage des Bahnübergangs an der Braunschweiger Straße war defekt. Mal wieder.

Selbst die Feuerwehr hat ihre liebe Müh und Not, zum Brand am Eyßelheideweg zu fahren. „Der Stau ging komplett durch die Stadt“, sagt Einsatzleiter Michael Sohr. Das behinderte ihn und seine Leute gleich doppelt – auf der Fahrt zum Feuerwehrhaus und zum Einsatz.

Zug verpasst

Eine Kundin, die von Gamsen zum Bahnhof wollte, stand eine halbe Stunde mit ihrem Taxi im Stau – bis sie es von der Allerstraße aus zu Fuß versuchte und den Zug dennoch verpasste, berichtete Elke Nicklas von Taxi Nicklas. „Unsere Wagen kamen auch nicht weiter.“

Ein Pendler aus Neubokel brauchte 35 Minuten vom Weinberg bis zum Schillerplatz, wo er über Oldaustraße und Winkler Straße weiter fuhr. „Ich muss ja irgendwann mal zum Dienst.“ Mit dem Bus ging es auch nicht schneller: Die VLG fuhr bis zu 45 Minuten Verspätung ein, so Fahrdienstleiter Sven Glowniewski.

Signale zeigen Dauerrot

Laut Jonas Glomb, Mitarbeiter eines Wettcafés direkt am Bahnübergang, fing der Spuk gegen 8.15 Uhr an, als der Zug von Uelzen kam. „Sobald die Bahn durch war, fingen die Schranken an zu spinnen.“ Richtig chaotisch sei es nach der Zugdurchfahrt um 10.15 Uhr geworden. Laut Glomb gingen oft die Schranken hoch, aber die Signale blieben auf Rot. „Es ging nicht vorwärts.“

„Wir haben um 11.53 Uhr die erste Meldung erhalten“, sagt Polizeisprecher Thomas Reuter. Die Wache habe die Deutsche Bahn in Kenntnis gesetzt. Glomb berichtete der AZ, gegen 12 Uhr die Polizei angerufen zu haben. „Die wussten schon Bescheid.“ Dennoch sei bis 13 Uhr kein Streifenwagen gekommen. Zu diesem Zeitpunkt habe man wegen des Brandes am Eyßelheideweg keinen Wagen frei gehabt, sagt Reuter. Und die Bahn habe da schon gemeldet, sich zu kümmern.

Weiträumig umfahren

In den vergangenen Tagen fiel der Bahnübergang Braunschweiger Straße häufiger mit Aussetzern auf. „Sehr ärgerlich“, sagt Reuter. „Wir können nur empfehlen, den Bereich weiträumig zu umfahren.“ Zum Beispiel über die Winkler Straße oder gleich über K 114 und B 4 außen um die stadt herum.

Die Bahn teilte auf Anfrage der AZ am Mittag mit, dass Techniker dabei seien, den Fehler zu suchen. Auf die Frage der AZ, ob in absehbarer Zeit angedacht sei, den betagten Übergang mit neuen Schranken zu versehen, antwortete die Bahn nicht.

Im Oktober vorigen Jahres hatte eine Bahnsprecherin auf eine entsprechende Forderung des Gifhorner Rettungsdienstes noch abgewunken: „Es ist momentan nicht geplant, diesen Bahnübergang zu erneuern.“

Von Dirk Reitmeister

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