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Gifhorn Stadt Gamsenerin zieht zwei Rehkitze auf
Gifhorn Gifhorn Stadt Gamsenerin zieht zwei Rehkitze auf
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20:00 06.06.2019
Keine einfache Aufgabe: Christiane Tietge und Tochter Leonie kümmern sich um die kleinen Rehkitz-Waisen. Quelle: Sebastian Preuß
Gamsen

Als Anfang Mai auf der Gifhorner Straße ein Reh von einem Auto erfasst wurde und dabei das Leben verlor, war für den zuständigen Jagdpächter schnell klar: Das getötete Tier muss Nachwuchs haben. Bei einer Nachsuche sei am nächsten Tag nur unweit der Fahrbahn ein Kitz entdeckt worden, so Hegeringleiter Joachim Keuch. „Der kleine Bock war nur zwei Tage alt und 1400 Gramm schwer“, berichtet die Gamsenerin, die sich bereits im vergangenen Jahr liebevoll um zwei verwaiste Rehkitze gekümmert hat.

Beide Tiere aufgenommen

Für die 48-Jährige – sie ist ausgebildete Kinderkrankenschwester – stand schnell fest: „Ich muss helfen.“ Bei dem Fund des kleinen Rehbocks blieb’s jedoch nicht: Wenig später wurde ein weiteres Kitz – eine Baby-Ricke – entdeckt. „Ich habe beide Tiere aufgenommen, denn sonst wären sie unter die Räder gekommen“, hat die Gamsenerin Felix und Frieda inzwischen ein neues Zuhause gegeben. „Erst habe ich sie in einem Kinderlaufstall untergebracht, inzwischen leben sie in einem Gehege auf unserem Hof“, ist die 48-Jährige fast rund um die Uhr gefordert.

Den Wecker stellen

„Alle zwei bis drei Stunden benötigen die Kitze Nahrung“, sagt Tietge, die sich nachts einen Wecker stellt, um den Reh-Nachwuchs zu versorgen. Auch Ehemann Dirk schaut ab und zu nach dem Rechten. „Es ist schön, wenn man sie durch bekommt“, nimmt Tietge ihre ungewöhnliche Aufgabe ernst.

Auch noch Welpen versorgen

Im Haushalt der Tietges geht es momentan nicht nur wegen der kleinen Rehe – im Garten lebt zudem der einjährige Rehbock Fridolin, Bruder Findus ist leider verstorben – tierisch zu. In der Küche müssen auch noch zehn kleine Münsterländer-Welpen versorgt und betreut werden, die vor zwei Wochen das Licht der Welt erblickt haben.

Hegeringleiter Joachim Keuch möchte weiteren Kitzen ein ähnliches Schicksal ersparen. „Überall dort, wo vor Wildwechsel gewarnt wird, sollten Autofahrer in diesen Tagen den Fuß vom Gas nehmen, um Wildunfälle zu vermeiden“, appelliert Keuch an die motorisierten Verkehrsteilnehmer.

Von Uwe Stadtlich

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