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Gifhorn Stadt Ausbau der Platendorfer Straße ist dem Ortsrat wichtig
Gifhorn Gifhorn Stadt Ausbau der Platendorfer Straße ist dem Ortsrat wichtig
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17:00 13.11.2019
Ob mit oder ohne Fördermittel: Gamsens Ortsrat fordert eine Verbreiterung der Platendorfer Straße. Quelle: Sebastian Preuß
Gamsen

Für die Verbreiterung der Platendorfer Straße wartet die Stadt Gifhorn zurzeit auf eine Förderzusage des Landes. Dann soll das Projekt im nächsten Jahr angegangen werden – so die Information des Bürgermeisters Dirk Reuß am Dienstagabend im Ortsrat Gamsen.

Notfalls ohne Fördermittel bauen

Rainer Trotzek, Kämmerer der Stadt Gifhorn, teilte mit, dass der Bescheid des Landes im ersten, spätestens zweiten Quartal 2020 erwartet wird. „Dann informieren wir natürlich darüber.“ Andreas Katsch-Herke (ULG) wollte wissen, was passiert, wenn das Land den Ausbau des Wirtschaftsweges nicht bezuschusst. Reuß bekräftigte: „Wir wollen nicht, dass das gesamte Projekt dann im Nirwana verschwindet.“ Der Ausbau müsse dann eben notfalls ohne Fördermittel in Angriff genommen werden.

Wohin mit dem Rastplatz?

Ebenfalls aus den so genannten ILE-Mitteln mit finanziert werden soll ein Rast- und Kommunikationsplatz für 70 000 Euro. Noch ist allerdings nicht endgültig festgelegt, wo dieser Platz entstehen soll. Im Gespräch ist eine Fläche gegenüber der Schönen Aussicht, wo heute ein Restaurant steht – nicht weit entfernt vom Schießheim. Jan Wilke, 1. Vorsitzender der Schützengilde, erkundigte sich in der Bürgerfragestunde, ob es stimme, dass den Nutzern dieses Platzes dann die Toiletten des Schießheims zur Verfügung gestellt werden sollen. „Damit wären wir nicht einverstanden.“

Viel Geld für Kinderbetreuung

Ein großer Posten im Haushalt ist die Grundschule, für die 500 000 Euro veranschlagt sind. „Das meiste davon sind mit 236 200 Euro die Personalkosten“, erklärte Reuß. Und für die Kita stehen sogar 930 300 Euro im Etat. Auch hier machen die Personalkosten einen großen Batzen aus. Trotzek erklärte: „Wir wollen die Gruppenstärke wieder von 23 auf 25 Kinder erhöhen, sobald wir eine dritte Kraft pro Gruppe haben – dabei brauchen wir nicht zwangsläufig eine Erzieherin, aber unqualifizierte Kräfte werden wir auch nicht einstellen.“ Damit will die Stadt zumindest einen Teil der fehlenden Betreuungsplätze schaffen.

Vorrang für Radfahrer

Sowohl die geplante Fahrradampel – ein Vorrang-Grün für Radfahrer in der so genannten Todeskurve – als auch die Beleuchtung des Weges zum Luisenhof sind im Etat eingeplant, und der Antrag der Schützengilde, den ehemaligen Jugendtreff im Keller des DGH für die Jugendarbeit nutzen zu können, soll auch nicht in Vergessenheit geraten. „Zurzeit wird der Raum als Baubüro für den Mensabaugenutzt, aber danach werden wir darüber noch mal reden“, versprach Reuß. Bernd Behrens regte für die Haushaltsplanberatung im nächsten Jahr an, neue Stühle fürs DGH anzuschaffen.

So wird der Winterdienst geregelt

Peter Futterschneider, Betriebsleiter des Abwasser- und Straßenreinigungsbetriebs Gifhorn (ASG), erklärte dem Ortsrat die Neuregelungen bei der Berechnung von Straßenreinigung und Winterdienst. Davon betroffen sind in Gamsen die Anlieger von Hamburger Straße, Bruno-Kuhn-Straße und Campus. Winterdienstkosten müssen künftig getrennt ausgewiesen werden, es gibt neue Berechnungsgrundlagen. Wurden bislang die Grundstücke je nach an die Straße angrenzender Fläche berechnet, werden vom Jahresbeginn an die Gesamtgrößen der Grundstücke zugrunde gelegt. Futterschneider stellte ein Beispiel vor: „Ein 740 Quadratmeter großes Grundstück, das längsseitig an der Hamburger Straße steht, wurde bislang mit 85,10 Euro im Jahr veranlagt, während ein gleichgroßes Grundstück in Giebellage nur mit 45 Euro berechnet wurde.“ Künftig müssen für beide Grundstücke 61,56 Euro pro Jahr bezahlt werden.

Gamsen wächst

Stadtplanerin Maike Klesen stellteFlächennutzungs- und Bebauungsplan Platendorfer Straße Süd vor: „Es geht um Wohnbebauung an der Christian-Olfermann- und der Wilhelm-Fricke-Straße.“ Dort sollen mit Hilfe der vom Ortsrat einstimmig zur Auslegung beschlossenen Pläne etwa zwölf Grundstücke entstehen, die die GWG bebauen will, sowie weitere Flächen als potenzielles Bauland. „Die Pläne sagen wenig Konkretes zur Oberflächenentwässerung aus“, gab Mario Colling (CDU) zu bedenken. Auch Reuß erinnerte, dass es schon bei der bestehenden Bebauung hin und wieder Probleme gab.

Die Post schließt am 16. Dezember

Die Postfiliale in Gamsen schließt zum 16. Dezember, wie Maike Klesen von der Stadtverwaltung im Ortsrat Gamsen mitteilte. „Die Post weist darauf hin, dass sie auf der Suche nach einem neuen Partner in Gamsen ist und um Mithilfe bittet.“

Ortsbürgermeister Dirk Reuß ist ebenfalls auf der Suche und bittet um Mithilfe: „Wir brauchten einen neuen Maibaum – der alte ist fünf Jahre alt und darf deshalb nicht mehr aufgestellt werden.“ Der neue Stamm ist bereits geschlagen und trocknet jetzt. „Aber wir benötigen noch eine Unterstellmöglichkeit für das Transportgefährt.“

Der Rohbau der neuen Mensa ist so gut wie fertig, der Innenausbau hat begonnen. Die Klinkerarbeiten sollen im Januar starten. Wenn die Mensa fertig ist, soll auch ein stabiles WLan in Sporthalle und DGH eingerichtet werden. Bis dahin „wird es ein Provisorium geben“.

In der Bürgerfragestunde beantragte Jan Wilke, 1. Vorsitzender der Schützengilde, einen Zuschuss von 1000 Euro für die Anschaffung einer neuen Teilermessmaschine.

Bei den Anfragen und Anregungen ging es um die Elterntaxis im Westerfeldweg, die einen Begegnungsverkehr unmöglich machen. Aufgemalte Parkbuchten seien wenig Erfolg versprechend. Es bleibe nichts anderes übrig als Aufklärungsarbeit, so Dirk Reuß – „die Eltern sind alles Gamsener, und eigentlich könnten die meisten Kinder zu Fuß zur Schule kommen“.

Das Ärgernis des wilden Parkens auf der Köthener Straße bei Veranstaltungen im DGH soll eingedämmt werden, indem Mieter bereits auf alternative Parkplätze auch an der Hamburger Straße hingewiesen werden.

Von Christina Rudert

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