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Gifhorn Stadt Gifhorner Innenstadt voller Auto-Raritäten
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00:17 02.07.2019
Oldtimer-Meile in Gifhorn: Bürgermeister Matthias Nerlich wurde in einer Polizei-Isetta zur Eröffnung gebracht – mit Handschellen gefesselt. Quelle: Michael Franke
Gifhorn

Der Kenner sieht es sofort: „Ein Kilo Blech, ein Kilo Lack, fertig ist der Hanomag“, sagt Norbert aus Bad Schwartau, der sich Vagabund nennt und zufällig mit seinem 88-er Bentley mit H-Kennzeichen zu Besuch in Gifhorn ist. Ohne vorher von der Oldtimer-Meile gewusst zu haben. „Dann hätte ich ja auch hier in der Fußgängerzone parken und mir das Ticket sparen können.“

Da mussten Autofans einfach hin: In der Gifhorner Fußgängerzone waren am Samstag mehr als 100 historische Fahrzeuge bei der zweiten Oldtimer-Meile zu sehen.

80 Teilnehmer hatten einen Stand gemeldet, sagen Katja McFadden von der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketinggesellschaft und Morderator Ulrich Stenzel. Doch sie schätzen die Teilnehmerzahl auf mehr als 100. Viele seien spontan dazu gestoßen. Und so standen auch vor der Buchhandlung Dänzer auf regulären Stellplätzen noch Oldtimer.

Jener von Norbert so angehimmelte Hanomag ist ein 4/23 von 1931, den der Ettenbütteler Rainer Schiemenz von der Interessengemeinschaft Hanomag aus Bockenem mitgebracht hat. „Es gibt viele, die das Wort Hanomag kennen.“ Es aber nicht mit Autos verbinden, ergänzt Schiemenz. Der 4/23 sei der Nachfolger vom Modell Kommißbrot.

Ein Herz für Traktoren

Weitere Schätze sind unter anderem ein Aero von 1935 und der Nachbau von 1966 eines 1927-er Bugatti. Als Schwerpunkt gab es historische Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr, THW und Rotem Kreuz. Während Wista-Geschäftsführer Martin Ohlendorf von der Traktorenparade schwärmt, hat Stenzel sein Herz an eine Corvette verloren. „Das ist ein Highlight.“

Am meisten fotografiert worden sei aber die Polizei-Isetta, sind sich Stenzel, McFadden und Ohlendorf einig. Auch weil darin ein mit Handschellen gefesselter Bürgermeister Matthias Nerlich zur Eröffnung gebracht wurde. Der kam erst auf Kaution frei, nachdem er zusicherte, dass es im kommenden Jahr eine dritte Oldtimer-Meile geben wird. Das fiel ihm nicht schwer: „Was hier an Kulturgut präsentiert wird! Es wäre eine Schande, wenn das nicht erhalten bliebe.“

Karts und Seifenkisten für die Kinder

Auf dem Schillerplatz drehten Kinder in Karts flotte Runden, an der Freiherr-vom-Stein-Schule gab es eine Seifenkisten-Piste. Für eine Spende drehten Oldtimer-Eigentümer mit Besuchern eine Runde. Rolf Heuer von der Gruppe Dalldorf Klassik hat darüber hinaus 400 Euro so eingesammelt. Zusammen soll das Geld zum Einen dem neu zu bauenden Hospiz und zum Anderen einem neuen Lack eines historischen Borgward-Einsatzfahrzeuges dienen.

Von Dirk Reitmeister

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