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Gifhorn Stadt Für 4,8 Millionen: Glockenpalast steht im Internet zum Verkauf
Gifhorn Gifhorn Stadt Für 4,8 Millionen: Glockenpalast steht im Internet zum Verkauf
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08:45 13.09.2019
Der aus verschiedenen russischen Holzbaustilen erbaute Glockenpalast. Das Gebäude soll für fast 5 Millionen Euro verkauft werden. Quelle: Sina Schuldt/dpa
Gifhorn

1996 legte Michail Gorbatschow mit seiner Frau Raissa den Grundstein für den Holz-Prachtbau - nun ist dieser für fast fünf Millionen Euro auf dem Markt: Sechs Jahre nach der Eröffnung steht der „Glockenpalast“ in Gifhorn zum Verkauf. Auf mehreren Internet-Immobilienportalen wird er beworben. 4,8 Millionen Euro werden dabei als Preis für das imposante Gebäude angegeben – ohne Maklergebühren und andere Nebenkosten. Die Maklerin bestätigte das Angebot auf Anfrage. Zum aktuellen Stand sowie zum Grund für den angestrebten Verkauf wollte sich die Maklerin nicht äußern.

Nur 60 Quadratmeter Wohnfläche

Nach rund 16 Jahren Bauzeit war der Holzpalast, der verschiedene russische Baustile vereint, im Mai 2013 eröffnet worden. „Einmalig, prunkvoll, atemberaubend und märchenhaft schön ...“, heißt es nun in der Objektbeschreibung. Als Herzstück wird eine riesige, voll funktionsfähige und mit imposanten Wandgemälden ausgestaltete Glockengießerei genannt.

Allerdings ist das Angebot an reinem Wohnraum nicht gerade üppig. Als Wohnfläche stehen laut Immobilienanzeige offiziell nur 60 Quadratmeter zur Verfügung.

Erst 2013 wurde das imposante Gebäude eröffnet. Sechs Jahre später steht der Glockenpalast zum Verkauf.

Enttäuschung beim Initiator

Der Gründer des benachbarten Internationalen Mühlenmuseums, Horst Wrobel, eröffnete den Holzpalast 2013 in der Hoffnung, Kunsthandwerkern aus Ost- und Westeuropa ein Forum zur Präsentation zu bieten. Vorträge und Ausstellungen sollten die Menschen in dem Palast zusammenführen. 2018 stellte etwa die Künstlerin Barbara Teubner unter dem Titel „Ikonen – Gebete in Farbe“ dort aus.

Doch die Vision Wrobels hat sich nicht erfüllt. Im vergangenen Jahr informierte er Bürgermeister Matthias Nerlich, sich von dem Objekt trennen zu wollen. In seinem Brief beklagte er fehlende Unterstützung durch Stadt und Landkreis Gifhorn. Auch ein Abriss des Glockenpalasts stand im Raum.

Der sogenannte Glockenpalast sei als „Neubau Institut zur Förderung des russischen sowie internationalen Kunsthandwerks ‚Die Brücke‘“ genehmigt worden, teilt die Stadt Gifhorn zum Verkauf mit. „Ein Käufer, der das Gebäude anderweitig nutzen will, müsste eine Nutzungsänderung beantragen, die bauplanungsrechtlich und bauordnungsrechtlich zu prüfen wäre“, sagte eine Sprecherin.

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Von RND/lni/güm

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