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Gifhorn Stadt FridaysforFuture: Streik in den Osterferien
Gifhorn Gifhorn Stadt FridaysforFuture: Streik in den Osterferien
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19:59 09.04.2019
Gewappnet: Gifhorner Schüler bereiten sich auf die nächste Freitagsdemo für den Klimaschutz vor. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

In den Osterferien gehen Gifhorner Schüler und Studenten wieder auf die Straße: „Der Klimawandel stoppt auch in den Ferien nicht“, sagt Bent Bosker, Sprecher der Gifhorner FridaysforFuture-Kampagne. „Und außerdem hat man uns ja vorgeworfen, wir würden nur Schule schwänzen wollen.“ Am Freitag, 12. April, startet Gifhorns zweite Schülerdemo.

„Sicher kommen wegen der Ferien nicht so viele, weil auch viele verreist sind“, vermutet Bosker. Die Werbetrommel läuft über WhatsApp-Gruppen, per Facebook und Instagram, es habe schon viele positive Rückmeldungen gegeben. „Von Grundschülern bis zu Studenten sind alle willkommen – jeder, dessen Zukunft in Gefahr ist“, formuliert Bosker plakativ.

Start auf dem Schillerplatz

Um 10.30 Uhr geht es auf dem Schillerplatz los mit ein paar Wortbeiträgen. „Da wird es vorwiegend um unsere Grundsatzforderungen gehen“, sagt Bosker. In einer bundesweiten Pressemitteilung sind verschiedene Punkte aufgelistet, zum Beispiel Nettonull Treibhausgasemissionen bis 2035, bis dahin eine Umstellung der Energieversorgung ausschließlich auf erneuerbare Energie und Kohleausstieg bis 2030.

Vom Schillerplatz aus zieht die Demo durch die Fußgängerzone zum Marktplatz. „Dort haben wir dieses Mal eine bessere Mikrofonanlage“, kündigt Bosker an. Mehrere Redebeiträge sind bereits geplant, „ein paar Leute haben wir gefragt, ob sie sprechen wollen, ein paar Leute sind auf uns zugekommen“.

Zwei weitere Termine

Die nächsten Aktionen für Gifhorn stehen auch schon fest: Am 26. April ist ein nationaler Schülerstreik geplant, „an dem wollen wir uns beteiligen“, so Bosker – vorausgesetzt, die Stadt erteilt ihre Einwilligung. Und am 24. Mai soll ein europaweiter Schülerstreik der Bewegung FridaysforFuture stattfinden.

Die Aktion geht weiter, trotz Osterferien: Gifhorns Schüler und Studenten gehen beim nächsten FridaysforFuture am 12. April wieder auf die Straße, um gegen den Klimawandel zu kämpfen. Im März sah der Schülerstreik so aus:

„Wir wollen Forderungen konkret für Gifhorn

Die Fridays-for-future-Schülerdemo in Gifhorn soll keine Eintagsfliege bleiben. Am kommenden Freitag geht es wieder los in der Innenstadt. Die Initiatoren organisieren sich dafür immer stärker.

Forderungen für die Bürgermeisterwahl

Vor dem Jugendhaus an der Flutmulde hocken junge Leute um Transparente. In bunten Farben malen sie darauf Schriftzüge. Inhalte tüfteln ihre Mitstreiter im Raum „Space2030“ im Innern des historischen Fachwerkhauses aus. „Konkrete Forderungen für die Bürgermeisterwahl“, sagt Philip Knotz (16) vom Otto-Hahn-Gymnasium.

Transparente malen

Zwei Schülerdemos haben Bent Bosker und sein Team von Fridays for future Gifhorn für April geplant und mindestens eine weitere noch vor den Europawahlen im Mai. Und jedes Mal wollen sie sich kurz vorher treffen, um Transparente zu malen, Leute kennen zu lernen und sich zu vernetzen – so wie jetzt zum ersten Mal, als das Jugendhaus des Kinderschutzbundes zum Stützpunkt auserwählt wurde, um die Aktion auszutüfteln.

Auch auf Facebook und Instagram

„Wir wollen thematische Forderungen konkret für Gifhorn ausarbeiten“, sagt Bosker. Rund ein Dutzend junge Leute sind dem Aufruf zur Premiere gefolgt – trotz Ferien. Die Themen wollen sie dem amtierenden Bürgermeister Matthias Nerlich präsentieren, bei den Reden auf den Kundgebungen verlautbaren und auf den eigenen Facebook- und Instagram-Auftritten erläutern, sagt Knotz.

„Nach den Ferien geht es richtig los“

Mitte März bei der Premiere-Demo in Gifhorn seien 600 bis 800 Teilnehmer dabei gewesen, sagt Bosker. Am kommenden Freitag würden es wegen der Ferien wohl etwas weniger sein. Aber: „Nach den Ferien geht es richtig los.“ Mindestens einmal, vielleicht aber auch zweimal pro Monat soll Friday for Future in Gifhorn laufen – auch das soll bei den Treffen vorher besprochen werden. Dazu sind laut Bosker alle Schüler und junge Leute ab dem Grundschulalter eingeladen.

Von Christina Rudert

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