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Gifhorn Stadt Schüler im Kreis Gifhorn protestieren gegen Elterntaxis
Gifhorn Gifhorn Stadt Schüler im Kreis Gifhorn protestieren gegen Elterntaxis
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19:03 13.09.2019
Protest gegen Elterntaxis: Unter anderem an der Gifhorner IGS fand am Freitag eine Demo statt. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Es ist Freitagmittag, 13.05 Uhr. Schulschluss. An der Bushaltestelle vor der IGS im Gifhorner Lehmweg steht ein Auto hinter dem anderen, Eltern warten auf ihre Kinder. Dann kommen die Schüler aus dem Gebäude – und plötzlich entsteht eine Blockade. Die Autos kommen nicht mehr weg. Und die Schüler schreiben mit Kreide Parolen auf die Straße. Es handelt sind um einen Protest gegen die sogenannten Elterntaxis.

Protest auch an anderen Schulen

Charlott Bode (15) hat den Protest an der Gifhorner IGS organisiert. Auch an anderen Schulen im Kreis Gifhorn machen Schüler an diesem Tag gegen die Elterntaxis mobil. Etwa am Humboldt-Gymnasium, am Otto-Hahn-Gymnasium, an der Sassenburger IGS und am Meiner Philipp-Melanchthon-Gymnasium.

Warum die Schüler protestieren

Charlott Bode erklärt den Hintergrund. Sie sagt: „Oft sitzen nur ein oder zwei Leute im Auto. Und durch die Vielzahl an Elterntaxis wird die Umwelt unnötig belastet.“ Zudem sei es auch schlecht für die Schüler, wenn sie jeden Tag mit dem Auto zur Schule gebracht und wieder abgeholt würden. „Sie bewegen sich weniger und lernen das richtige Verhalten im Straßenverkehr nicht“, sagt die Zehntklässlerin.

Bildergalerie vom Protest

An zahlreichen Schulen im Kreis Gifhorn haben Schüler am Freitag gegen die sogenannten Elterntaxis protestiert. Diese schaden der Umwelt und auch den Schülern, meinen die Protestler.

FridaysForFuture steht hinter der Aktion

Hervorgegangen ist die Idee zur Elterntaxi-Demo aus der FridaysForFuture-Bewegung. Diese hat die Aktionen an den verschiedenen Schulen im Kreis koordiniert. An der Gifhorner IGS haben sich fast 30 Schüler beteiligt und auch mit den Eltern gesprochen. Einige hatten Verständnis, andere nicht. So beschwerte sich eine Mutter, weil sie ihren kranken Sohn abholen wollte. „Um diese Fälle geht es uns aber nicht. Es geht uns um die täglichen Fahrten, bei denen andere Lösungen möglich wären“, erklärt Charlott Bode.

Was die Eltern von der Aktion halten

Eine andere Mutter fand die Aktion an sich gut, machte die Demonstranten aber auf ein Problem aufmerksam. Am Ende der Schlange hatten Elterntaxis gedreht, um in der anderen Richtung davon zu fahren. Und zwischen den Autos liefen Schüler herum. Dabei gilt im Bereich der Bushaltestelle eine Einbahnstraßenregelung, und es handelt sich um eine Halteverbotszone. „Und durch die Elterntaxis wird es dann gefährlich“, sagte Bode.

Elterntaxis machen Bussen Platz

Ob die Aktion ein Erfolg war? „Wir hoffen, dass viele Schüler mit ihren Eltern sprechen, damit diese sie nicht mehr zur Schule fahren“, so Bode. Nach gut zehn Minuten fand die Protestaktion wie geplant ihr Ende. Die Schüler lösten ihre Blockade auf, die Elterntaxis fuhren davon – und machten Platz für die Schulbusse.

Von Christian Albroscheit

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