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Gifhorn Stadt Fridays for Future in Gifhorn: Mahnwache endet mit neuen Plänen
Gifhorn Gifhorn Stadt Fridays for Future in Gifhorn: Mahnwache endet mit neuen Plänen
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18:55 17.10.2019
Finaltag der 48-Stunden-Mahnwache: Der Morgen startete mit einem Vortrag über die Aktion von Extinction Rebellion in Berlin. Quelle: Andrea Posselt
Gifhorn

Die Schlafsäcke in der Nicolai-Kirche sind aufgerollt, die Protest-Schilder zum Klimastreik eingepackt – aber nicht lange. Die nächsten Aktionen von Fridays for Future in Gifhorn sind geplant, ehe die 48-Stunden-Mahnwache überhaupt zu Ende ging.

Ja, sie mussten sich viel Spott gefallen lassen. Oft hätten sie während der Aktion am Marktplatz gehört, sie seien zu jung, sie seien zu wenige. Da stoßen sie bei Janine Stein und ihre Mitstreiter, die am Donnerstagmittag vor der Nicolai-Kirche die Stellung halten, auf taube Ohren. „Diese Kritik wird nicht dazu führen, dass wir aufhören“, sagt Nieke Reinsch (13) entschieden.

Aber es gab auch andere Erlebnisse. Ein Passant habe ihnen extra einen Gutschein vom Naturkostladen vorbei gebracht, damit die Schüler dort Essen kaufen können. „Das war voll cool“, so die Jugendlichen. Stefan Gerhardt war auch einer von jenen Gifhornern, die im Vorbeigehen die Jugendlichen ermunterte: „Ich finde toll, was sie machen – und das noch in den Ferien.“

„Die sind nicht nur einfach gegen irgendetwas“

Beeindruckt war er davon, dass die Jugendlichen Müll sammelten. „Die sind nicht nur einfach gegen irgendetwas.“ Über solchen Rückhalt freuen sich die Schüler sehr, geben aber auch zu bedenken: „Warum müssen wir uns erst erarbeiten, ernst genommen zu werden?“, fragt sich Janine Stein.

Sie haben Müll gesammelt, Vorträge organisiert, mit Passanten diskutiert und 48 Stunden lang bei einer Mahnwache auf dem Marktplatz ausgeharrt – Fridays for future in Gifhorn wird trotzdem nicht müde, weiter aufs Thema Klimaschutz hinzuweisen.

Beeindruckt hat sie das Ergebnis ihrer Müllsammelaktion aber selbst auch. „Entsetzt“ seien sie gewesen, wie viele Zigarettenkippen in Gifhorn einfach so herumliegen – „oft einen halben Meter neben Mülleimern entfernt“.

Idee zum Netzwerktreffen

Mit Tatendrang ging’s trotz Müdigkeit in den Finaltag. Nachts kam die Idee, ein Netzwerktreffen in Gifhorn zu organisieren. „Alle Gifhorner Vereine und Verbände können mitmachen“, lädt Philip Knotz für 29. Oktober, 19 Uhr, ins Mehrgenerationenhaus ein. Es gilt, möglichst viele Gifhorner für die Teilnahme am weltweiten AktionstagEnde November zu mobilisieren.

Vortrag über Extinction Rebellion

Wie ernst es den Jugendlichen ist, mit Nachdruck auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, wurde am Donnerstagmorgen deutlich. „Aus Frust wegen des Klimapakts in Deutschland“ hätten sich einige Gifhorner Extinction Rebellion angeschlossen. Charlott Bode ist eine von ihnen. Sie erlebte vor wenigen Tagen in Berlin mit, wie die Gruppe der Umweltaktivisten Straßenblockaden organisierten. Eine Aktion, die in Gifhorn nicht denkbar ist, sagte sie. „Das würde hier auch nicht viel bringen.“

Fridays for future: So geht’s weiter in Gifhorn

Nächste Aktionen stehen an: Am kommenden Sonntag, 15 Uhr, ist beim Kinderschutzbund, Winkeler Straße, offenes Plenum. Klimastreik am Freitag, 25. Oktober (15 Uhr auf dem Schillerplatz), Verschenkebörse im Mehrgenerationenhaus am Samstag, 26. Oktober (12 Uhr). Am Dienstag, 29. Oktober, 19 Uhr, findet ein Netzwerktreffen im Mehrgenerationenhaus statt. Alle Vereine, Verbände und Einzelpersonen sind geladen, Ideen für den Aktionstag am Freitag, 29. November, einzubringen. Dann ist wieder ein globaler Klimastreik angesagt, da wollen die Gifhorner Jugendlichen mit möglichst vielen Partnern in Gifhorn Aktionen machen.

Von Andrea Posselt

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