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Gifhorn Stadt Der Klimakampf der Schüler geht weiter
Gifhorn Gifhorn Stadt Der Klimakampf der Schüler geht weiter
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06:01 18.09.2019
Der Streik geht weiter: Die Bewegung Fridays for Future startet am Freitag neu durch. Quelle: Bent Bosker
Gifhorn

Am Freitag, 20. September, gehen Schüler wieder auf die Straßen, um für das Klima zu demonstrieren – auch in Gifhorn. Amnesty International fordert Schulen explizit auf, Schüler an diesem Tag teilnehmen zu lassen, da dieser Globale Streik von historischer Bedeutung sei. Grund dafür: Dann tagt in Berlin das Klimakabinett und entscheidet, wie es mit dem Klimaschutz in Deutschland weitergehen soll. Zugleich diskutiert der UN-Klima Gipfel in New York Ende September die Frage, wie man den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann.

Es geht um die Zukunft

Und um welche Zukunft geht es hier? Hauptsächlich um die der Jugendlichen. Jennifer Zaufer und Philip Knotz, Schüler von Otto-Hahn-Gymnasium und IGS Sassenburg, betonen ihre Präsenz – trotz der langen Sommerferien seien sie immer noch da und stellen weiterhin dieselben Forderungen: Es sollen immer noch alle Versprechen und Ziele bezüglich des Klimawandels, die auf dem Pariser Abkommen 2015 besprochen wurden, eingehalten werden. Deshalb rufen die Zwei sowohl Jugendliche als auch Erwachsene auf zu demonstrieren. „Die Anzahl der Teilnehmer weltweit wird gewaltig sein“, berichtet Philip Knotz „450 Städte, allein in Deutschland, nehmen an den Demonstrationen teil.“ Und die Gifhorner sind ein Teil davon.

Start am Schillerplatz

Die Demo beginnt am Freitag um 10.30 Uhr am Schillerplatz und führt zum Marktplatz, wo es Redebeiträge und diverse Infostände gibt. Dieses Mal wollen sich auch die Kirchen einbringen, indem sie mit Glockengeläute um 10.55 Uhr auf ihre Weise auf die Klimakrise aufmerksam machen wollen.

Wer vom Demonstrieren noch nicht genug hat, der wird dazu eingeladen, am Sonntag, 22. September, um 15 Uhr zum Kinderschutzbund nach Gifhorn zu kommen. Dort trifft sich das Fridays For Future Team alle zwei Wochen zum Besprechen. Mit dem Globalen Klimastreik beginnt außerdem die Week For Climate. Sie endet mit einer weiteren weltweiten Demonstration, dem Earth Strike. Bei der Week For Climate – ein Veranstaltungsort ist Braunschweig – wird jeder Tag anderen Facetten der Klimakatastrophe gewidmet: Artensterben und Flucht zum Beispiel. Nähere Infos gibt es auf der Fridays For Future Instagram- und Facebookseite und im Internet auf fridaysforfuture.de.

Fridays for Future: In Gifhorn läuten die Glocken

Die Bewegung Fridays for Future plant in Gifhorn ihre nächste Aktion. Treffen ist am Freitag, 20. September, um 10.30 Uhr am Schillerplatz. Und dazu werden die Gifhorner Glocken läuten. An diesem Tag rufen junge Menschen auf der ganzen Welt zu einem Generalstreik für das Klima auf. „Wir wollen auch in Gifhorn die Aktion von Friday for Future unterstützen“, so Superintendentin Sylvia Pfannschmidt, „von 10.55 bis 11 Uhr werden alle Glocken der evangelischen und katholischen Kirchen in der Stadt läuten, um auf andere Weise dem Protest für einen Klimawandel Gehör zu verschaffen. Um 11.50 Uhr öffnet die St. Nicolai-Kirche ihre Türen für ein Schöpfungsgebet.“

Die Bewahrung der Schöpfung ist ein großes ökumenisches Thema. „Wir haben es als Kirchen nicht in letzter Konsequenz geschafft, das Problem des Klimawandels in die Mitte der Gesellschaft zu transportieren“, so Martin Wrasmann, Pastoralreferent der katholischen Kirche. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass gerade die Jugend und die jungen Leute nicht lockerlassen, diese existenziellen Zukunftsfragen auf die Agenda der Politik und der persönlichen Lebenseinstellung zu setzen.“

Es soll aber nicht nur beim Läuten der Glocken bleiben. Pfannschmidt und Wrasmann ermutigen alle Gemeindemitglieder, sich an der Demonstration zu beteiligen. Beginn ist um 10.30 Uhr auf dem Schillerplatz. „Es darf sicher nicht bei einzelnen Aktionen bleiben. Als Kirchen müssen wir auch unsere Konsequenzen ziehen – beim energetischen Gebäudemanagement, beim Handel mit fairen Waren, beim Einsatz unserer finanziellen Ressourcen oder bei Projekten für mehr Gerechtigkeit“, zählt Wrasmann einige Felder auf.

Neben politischen Aktionen und konkreten Maßnahmen spricht Sylvia Pfannschmidt eine Einladung aus: „In Gifhorn feiern wir am Samstag, 21. September, auf dem Marktplatz um 10.15 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst zum Erntedank, in dem wir beten und uns in Gottes Auftrag stellen lassen, seine Schöpfung zu bewahren.“

Von Mette Engel

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