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Gifhorn Stadt Fridays for Future setzt in Gifhorn Rekordzeichen für den Klimaschutz
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14:31 20.09.2019
Fridays For Future in Gifhorn: Rund 1200 Teilnehmer waren laut Veranstalter bei der Demonstration dabei. Quelle: Cagla Canidar
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Gifhorn

Rekord am weltweiten Klima-Tag: Nach Angaben der Veranstalter waren bis zu 1200 Teilnehmer am Freitag bei der Fridays For Future-Demonstration in Gifhorn dabei. Nicht nur Schüler, sondern auch zahlreiche Erwachsene machten auf Umweltzerstörung und den Klimawandel aufmerksam. „Die nachfolgenden Generationen werden leiden, wenn wir jetzt nichts tun“, sagten Hanna Hermann und Lena Brandes bei der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz.

Fridays For Future setzt ein Zeichen

Aber die Gifhorner Fridays For Future-Bewegung hat etwas getan. Sie hat ein Zeichen gesetzt. Und das war sicht- und hörbar. Mehrere hundert Meter lang war der Protestzug, der sich vom Schillerplatz über Allerstraße, Hindenburgstraße und Adenauerstraße zum Marktplatz zog. „Die Erde hat Fieber und das Fieber steigt“, „Es gibt keinen Planet B“, oder – mit Lokalbezug – „Gegen die A 39“ stand auf den Plakaten.

FridaysForFuture in Gifhorn: Bis zu 1200 Teilnehmer waren bei der Demonstration vom Schillerplatz zum Marktplatz dabei.

Jeder kann die Umwelt schützen

Es war der Tag, an dem sich die Bundesregierung in Berlin auf neue Klimaschutzziele geeinigt hat. Doch das reichte der Gifhorner Fridays For Future-Bewegung nicht. „Es gibt ganz klare Forderungen. Und bis die umgesetzt werden, hören wir nicht auf. Nichts sollte wichtiger sein als die Rettung unseres Planeten“, sagte Janine Stein beim Demo-Start auf dem Schillerplatz – verbunden mit der Forderung, dass jeder etwas für den Umweltschutz tun könne. Etwa Plastik vermeiden oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Das sagen die Schüler

Dass es den Schülern wichtig ist, merkte man schnell. Nils Streck (16, HG) betonte, dass es nicht mehr reiche, nur zu demonstrieren. Man müsse kämpfen für das Klima und die Ressourcen. „Wir stehen kurz vor dem Klimatod“, sagte er. Amelie Meinhardt (14, OHG) schloss sich dem an. Sie ging demonstrieren, damit die folgenden Generationen auf der Erde noch gut leben können. Jule Petersen (13, Philipp-Melanchthon-Gymnasium) sagte: „Es muss jetzt etwas getan werden, sonst ist es zu spät.“

Erwachsene unterstützen Fridays For Future

Dabei können sich die Schüler der Unterstützung vieler Erwachsener sicher sein. „Wir müssen mehr Verantwortung übernehmen und dürfen die Jugend nicht im Stich lassen“, sagte Ursula Schwarting von der Gifhorner Parents For Future-Gruppe. Die Kirche unterstützte die Bewegung mit einem Glockengeläut und einem Schöpfungsgebet in der St. Nicolaikirche. „Schließlich ist es ein Anliegen der Kirche, die Schöpfung zu bewahren“, sagte Superintendentin Sylvia Pfannschmidt. „Die Jugendlichen dürfen nicht das Gefühl haben, dass die Erwachsenen sie im Stich lassen.“ Und Frank-Markus Warnecke von den Grünen wies auf die Umweltzerstörung durch den A39-Bau hin. „Da wird eine Fläche von annähernd 1000 Fußballfeldern zerstört. Das ist nicht mehr zeitgemäß.“

Termin für nächste Demo steht fest

„Bis zu 1200 Teilnehmer. So viele waren in Gifhorn noch nie dabei“, freute sich Philipp Knotz von der Fridays For Future-Bewegung. Doch das reichte den Gifhorner Jugendlichen nicht. „Wir machen so lange weiter, bis wir verstanden werden“, sagte Swana Kilian – und zwar das nächste Mal am Freitag, 25. Oktober.

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