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Gifhorn Stadt 40 Gifhorner radeln für bessere Radwege
Gifhorn Gifhorn Stadt 40 Gifhorner radeln für bessere Radwege
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00:20 25.06.2019
Fahrraddemo: Rund 40 Teilnehmer radelten durch Gifhorn für bessere Radwege. Eine weitere Aktion der umtriebigen jungen Leute von Fridays for Future. Quelle: Lea Rebuschat
GIfhorn

Das kann den Autofahrern nicht entgehen auf Braunschweiger Straße, Calberlaher Damm, Konrad-Adenauer-Straße und Celler Straße: Mit Geschwindigkeiten diesseits von Tempo-20 rollen die Autos dem Bulli der Polizei als Abschlusswagen brav hinterher. Auch der Gegenverkehr drosselt sein Tempo, als er das Blaulichtgewitter des Polizeimotorrads und des Bullis wahrnimmt.

Zwölf-Kilometer-Route

„Wir demonstrieren nicht gegen Autos“, hat Mitorganisator Dustin Rösemann noch kurz zuvor bei der Startbesprechung an der Flutmulde kundgetan. „Wir wollen mehr Fahrradverkehr.“ Das sagt auch sein Mitstreiter Bent Bosker. „Wir fahren dort, wo der Ausbauzustand der Radwege mangelhaft ist.“ Zwölf Kilometer weit reicht die Route – bis in die Südstadt und einmal um die City.

Radverkehr in der Auto-Stadt Gifhorn

Bei der Bürgerinfo wenige Abende zuvor war die Rede davon, dass der Radverkehr in der Auto-Stadt Gifhorn bis 2030 um zehn Prozent zu steigern sei. „Das ist gar nichts“, gibt Rösemann – nicht nur – dem Tross mit auf den Weg. Und auch ein paar Veranstaltungstipps: Einen Freitag später werde es ab 10.30 Uhr wieder eine Fridays for Future Aktion auf dem Schillerplatz geben. Am Sonntag, 30. Juni, 15 Uhr, bespreche die Gruppe in einem offenen Plenum im Steinweg zehn weitere Critical-Mass-Aktionen.

„Es müsste noch viel mehr geschehen“

„Es müsste noch viel mehr geschehen“, sagt Martina Rösemann, die Mutter des Mitorganisators, die als Teilnehmerin mitfährt. „Es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen. Weil wir mit daran schuld sind, dass wir unseren Kindern die Umwelt so hinterlassen.“ Sie wünscht sich, dass Aktionen wie am Montagabend im Rathaus der Stadt noch mehr Aufmerksamkeit bekämen. Weil die Jugendlichen „so mutig waren und das gemacht haben“.

ADFC mit dabei

Mit dabei ist auch Wolfgang Harder vom ADFC. Denn für den Fahrradlobbyisten ist die Teilnahme keine Frage. „Finde ich gut“, sagt er über die Aktion von Fridays for Future. „Damit gezeigt wird, das es auch Fahrräder gibt.“ Auch Manfred Torkler radelt mit. „Ich finde toll, dass die jungen Leute so aktiv sind.“

Großaktion in Aachen

Die Radel-Aktion sehen die Gifhorner als Einzelbeitrag parallel zu der bundesweiten Großaktion von Fridays for Future in Aachen mit rund 20.000 Teilnehmern an. Aus Gifhorn seien ihm sechs Mitstreiter bekannt, die zusammen mit den Braunschweigern am Mittwoch in die Stadt von Karl dem Großen abgereist waren, so Rösemann. „Die Braunschweiger haben drei Busse voll bekommen.“ Womit Rösemann nicht über die Teilnahme von Gifhornern klagen will. Mehrere Tage unter der Woche unterwegs sein: „Ich habe schon Verständnis dafür, dass da nicht jeder kann.“

Von Dirk Reitmeister

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