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Gifhorn Stadt Ideen für ein friedfertiges Gifhorn
Gifhorn Gifhorn Stadt Ideen für ein friedfertiges Gifhorn
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18:24 18.09.2019
Arbeit in Workshops: Das Präventionsbündis friedfertiges Gifhorn hatte zur Fachtagung eingeladen. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Das Präventionsbündnis für ein friedfertiges Gifhorn gibt es seit knapp zwei Jahren. Am Mittwoch trat es zum ersten Mal gut sichtbar in die Öffentlichkeit: Die Bündnis-Partner hatten eine Fachtagung unter dem Titel „Gemeinsam Gifhorns Zukunft gestalten“ organisiert, und 50 Teilnehmer waren in den Rittersaal gekommen. „Religionsgemeinschaften, Institutionen wie der Verein Beraten, das Landeskriminalamt“, nannte Kreisjugendpfleger Bernd Schuhose einige der vertretenen Gruppen.

Grenzen aufbrechen

Ausgangspunkt der Tagung war die Feststellung, „dass hier in Gifhorn immer mehr verschiedene Kulturen leben, die häufig unter sich bleiben und an starren Regeln festhalten“, so Schuhose. Die Intention des Bündnisses sei es, das nicht nur als gegeben hinzunehmen, sondern die Grenzen zwischen diesen so genannten Peergroups aufzubrechen – unter anderem mit dieser Fachtagung.

Kitas und Schulen als Basis

„In Kindertagesstätten und Schulen treffen diese Kulturen aufeinander und können sich nicht voneinander abgrenzen“, sagt Tina Klose, Fachberaterin für Kitas und Ganztagsschulen bei der Stadt Gifhorn. Da sei ganz klar der Ansatz wichtig, dass die Kulturen miteinander zu leben lernen – „und das ist Prävention“. Schuhose nannte ein anderes Beispiel: den digitalen Wandel, der Menschen überfordert, so dass sie sich in ihre eigenen Schutzräume zurückziehen. Prävention in diesem Bereich funktioniert so: „Persönliche Kontakte pflegen, nicht alles per WhatsApp oder Facebook kommunizieren, sondern Begegnungen pflegen“, so Klose.

Netzwerk vergrößern

Das Präventionsbündnis wollte mit dieser ersten großen Veranstaltung das Netzwerk vergrößern – und das ist ihm auch gelungen: Als Rückmeldungen aus den verschiedenen Workshops kam mehrere Male der Hinweis, dieses Netzwerk noch zu erweitern, sich regelmäßig zu treffen, die Chance auf kollegiale Beratung durch einen Fachmann oder eine Fachfrau aus einer anderen Institution zu nutzen.

Das Bündnis konzentriert sich zwar auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, „aber wir sprechen natürlich auch Eltern an, die Kinder erziehen müssen“, betonte Schuhose. Oder Erzieher oder Jugendpfleger.

Vier Workshops

Die 50 Teilnehmer arbeiteten in vier Workshops den Tag über an den Themen Prävention, Intervention, Vernetzung und Beratung. Wichtig, das betonte Tina Klose zum Bereich Prävention, sei: „Das Grundgesetz ist die Basis für alles.“ Und da stehe am Beginn der Prävention das Verständnis füreinander. „Ab wann und in welcher Form ist Intervention nötig?“, stellte Richard Klaut vom Bündnis als zentrale Frage des Workshops heraus. Da gehe es schließlich um Themen wie Stigmatisierung und Vertrauensbruch, Anonymität und die richtige Form der Intervention. Im Bereich Vernetzung waren sich alle einig: „So viel wie möglich“, sagte Stadtjugendpflegerin Marion Friemel. Eltern sollten einbezogen werden, ebenso sollte sich das Bündnis in den Schulen vorstellen. „Wenn man ein Gesicht schon mal gesehen hat, nimmt man ein Informations- oder Beratungsangebot leichter in Anspruch.“ Niedrigschwellig und vor Ort, so wünschte sich auch der Workshop Kollegiale Beratung das Angebot. Karin Römer: „Außerdem ist Elternarbeit über das bestehende System hinaus notwendig.“ Das Jugendamt sei häufig nur die letzte Option.

Von Christina Rudert

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