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Gifhorn Stadt Exhibitionist oder Pinkler? Amtsgericht verurteilt Gifhorner (47)
Gifhorn Gifhorn Stadt Exhibitionist oder Pinkler? Amtsgericht verurteilt Gifhorner (47)
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14:40 10.12.2019
Amtsgericht: Ein Gifhorner (47) wurde wegen Exhibitionismus verurteilt. Quelle: picture-alliance/ dpa
Gifhorn

Ein 47-jähriger Gifhorner soll Anfang Juli auf dem Parkplatz des Mühlenmuseums einer jungen Frau sein Glied gezeigt haben. Wegen Exhibitionismus musste er sich deshalb nun vor dem Amtsgericht Gifhorn verantworten. Dort beteuerte der Mann noch über die Urteilsverkündung hinaus, er habe lediglich gepinkelt.

Schon das Vorbeifahren war „komisch“

An jenem Juli-Abend befand sich eine 20-Jährige in ihrem Auto auf dem Parkplatz am Mühlenmuseum. Sie habe dort auf jemanden gewartet, um etwas zu übergeben, gab sie bei Gericht an. Dann sei ein Auto an ihr vorbei gefahren, in einer Art, die ihr „merkwürdig“ vorkam. Sogar so merkwürdig, „dass ich den Knopf herunter gemacht habe, es kam mir ein bisschen komisch vor“, sagte sie.

Keine Scham gezeigt

Sie habe sogar überlegt, das Treffen mit der Freundin an dieser Stelle schnell abzusagen. Plötzlich habe der Mann in ein paar Metern Entfernung vor ihr gestanden mit herunter gelassener Hose. Zuvor habe er Blickkontakt gesucht. Auf Nachfrage des Richters sagte sie entschieden, dass der Gifhorner nicht uriniert habe und auch keinerlei Scham gezeigt habe. Als sie schnell mit dem Wagen fortfuhr, habe er immer noch nicht die Hose hochgezogen gehabt. Das jedoch wäre normal gewesen, meinte auch der Richter. „Wenn man beim Pinkeln beobachtet wird, dreht man sich weg.“

„Mir war’s peinlich“

Ganz anders schilderte der 47-Jährige den Ablauf. Demnach sei er, um Zeit tot zu schlagen, weil er noch jemanden abholen musste, auf den Parkplatz gefahren. Dann habe er dringend gemusst. „Auf einmal“ habe er dann den Motor eines Autos gehört. „Dann habe ich abgeschüttelt, wie ein Mann das eben macht. Mir war’s peinlich.“

Das Gericht hat keinen Zweifel

Nicht nur die Staatsanwältin hatte da so ihre Zweifel. Für sie war nach Schilderung der Zeugin die exhibitionistische Handlung des 47-Jährigen „erwiesen“. Es habe sich wohl um eine „Spontantat“ gehandelt. Sie forderte eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 60 Euro. Dem schloss sich der Richter an.

Von Andrea Posselt

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