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Gifhorn Stadt Ernteumzug trotzt dem Wochenendregen
Gifhorn Gifhorn Stadt Ernteumzug trotzt dem Wochenendregen
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17:00 30.09.2019
Dem Dauerregen zum Trotz: Wilsche feierte am Sonntag ein buntes Erntedankfest – diesmal wieder mit einem tollen Festumzug. Quelle: Ron Niebuhr
Wilsche

Mit typisch norddeutschem Schietwetter mussten die Wilscher gestern zu ihrem Ernteumzug klarkommen. „Kein Problem, das halten wir durch. Wir sind ja nicht bloß Sonnenanbeter“, sagte Uwe Weimann. Wilsches Ortsbürgermeister freute sich riesig, dass trotz des Regens alle Gruppen mitzogen. So war das Erntefest einmal mehr ein Highlight fürs dörfliche Miteinander.

Die Umzugsteilnehmer sammelten sich mit ihren mit viel Liebe zum Detail gestalteten Erntewagen auf dem Schützenplatz. Geschützt durch Regenjacken und Regenschirme warteten sie auf den Startschuss zur großen Runde durchs Dorf. Die Gruppen begannen schon Wochen, manche gar Monate vorm Erntefest mit der Planung und dem Bau der Wagen. „Es ist unheimlich viel vorzubereiten und zu klären“, wusste Weimann. Allein schon die Frage, wo man Trecker als Zugmaschinen herbekommt, denn „es gibt ja doch immer weniger Landwirte bei uns im Dorf“, sagte der Ortsbürgermeister. Klar war dagegen, dass die Feuerwehr den Umzug absicherte – mit einem Fahrzeug vorweg und einem hinterher.

Endlich mal Regen

Überhaupt wuppen alle Vereine und Gruppen aus dem Ort das Erntefest stets im Teamwork. „Das zeichnet unsere Dorfgemeinschaft aus. Sie ist intakt und lebendig“, betonte Weimann. Natürlich wäre Sonnenschein zum Umzug, den wie üblich der Spielmannszug Müden-Dieckhorst begleitete, schöner gewesen. Für die Teilnehmer und auch für die Zuschauer. „Aber man darf nicht vergessen, wie wichtig Regen für uns alle ist“, sagte Weimann mit Blick auf die zurückliegenden überwiegend doch heißen und trockenen Sommermonate. Da müsse man „froh und dankbar sein, dass es jetzt endlich mal regnet.“ Auch wenn es im Dauerregen schon irgendwie ein bisschen seltsam wirkte, dass die Umzugsgruppen ausgerechnet die verfehlte Umweltpolitik und den daraus resultierenden Klimawandel mit sommerlicher Hitze und Dürre anprangerten. Aber ein Regentag macht ja noch kein gesundes Weltklima.

Zeit für frische Ideen

Reichlich durchnässt trafen die Akteure letztlich im Dorfgemeinschaftshaus ein. Dort führten die Kindergartenkinder zunächst etwas zum Erntedankfest auf, ehe die Wilscher einen Gottesdienst feierten. Danach ließen sich alle zusammen Kaffee und Kuchen schmecken: „Die Torten sind von fleißigen Bäckerinnen hausgemacht und gespendet worden“, lobte Weimann. Mit Spielen unterhielten die Vereine den Nachwuchs: „Dann müssen sich die Kinder nicht langweilen, während die Erwachsenen Kaffee trinken“, sagte der Ortsbürgermeister. Wer alle Spiele-Stempel auf seinem Laufzettel gesammelt hatte, tauschte ihn am Kiosk gegen Eis und Süßigkeiten.

Die Vereine organisierten das Erntefest über den gemeinsamen Festausschuss. Alle zwei Jahren feiern die Wilscher es groß mit Festwagen und Umzug, dazwischen etwas kleiner mit einem Bürgerfrühstück. „Wir möchten die Hilfsbereitschaft der Ehrenamtlichen nicht überstrapazieren“, erklärte Weimann. Und so blieb auch allen genug Zeit, um mit frischen Ideen einmal mehr zum Gelingen des Ernteumzuges beizutragen.

Von Ron Niebuhr

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