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Gifhorn Stadt Der Wohltätige: Schlossmarkt in Gifhorn
Gifhorn Gifhorn Stadt Der Wohltätige: Schlossmarkt in Gifhorn
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08:00 09.11.2019
Idylle in historischen Mauern: Der Schlossmarkt in Gifhorn lockt viele Besucher an. Quelle: Michael Franke
Gifhorn/Wolfsburg/Peine

Der Schlossmarkt in Gifhorn ist aus zwei Gründen beliebt: Er stimmt auf wunderbare Weise auf Weihnachten ein, und auch der gute Zweck kommt bei der Veranstaltung nicht zu kurz.

Das erste Adventswochende halten sich viele Gifhorner frei. Denn dann findet traditionell der Schlossmarkt im und am Schloss statt. Und der ist richtig beliebt. Am Samstag, 30. November, und Sonntag, 1. Dezember, wartet wieder ein buntes Programm auf die Besucher – und eine stimmungsvolle Atmosphäre. Das Beste: Beim Schlossmarkt kommt der gute Zweck nicht zu kurz, denn der Erlös geht an „Helfen vor Ort“, eine Initiative der Aller-Zeitung, mit der bedürftige Kinder und Senioren unterstützt werden.

Veranstalter des Adventsmarktes ist der Landkreis, Landrat Dr. Andreas Ebel eröffnet deshalb den 24. Schlossmarkt am Samstag um 15 Uhr. Die Isetaler Brass Band aus Gamsen spielt abends um 19.30 Uhr. Ein Adventskonzert für die ganze Familie steht am Sonntag um 18.15 Uhr in der St. Nicolai Kirche auf dem Programm, an beiden Tagen gibt es außerdem verschiedene Konzerte in der Schlosskapelle.

Koffermarkt und Kunsthandwerk

Natürlich wieder mit dabei: Koffermarkt, Kunsthandwerk, Kaffee und Kuchen, Kinderprogramm, Mistelzweige und die Tombola. Nina Siebert, die für den Verein „Helfen vor Ort“ mit im Kreativ-Team sitzt, das den Schlossmarkt im Advent vorbereitet, freut sich jedes Jahr auf die Veranstaltung – trotz der vielen Arbeit. „Ich finde die vorweihnachtliche Atmosphäre einfach toll, mit den geschmückten Holzbuden und schönen Ständen.“ Und wenn die Dämmerung einsetze und in allen Fenstern im Schlossinnenhof die Kerzen angezündet würden, sei es „irgendwie ein Gänsehaut-Moment", schwärmt sie.

Der kleine Feine: Advent bei der Weinkellerei Euling

Es muss nicht unbedingt etwas Großes sein, um viele Besucher anzuziehen. Das zeigt die Weinkellerei Euling in Peine. Inhaber Oliver Pirrwitz lädt seit 2015 in den Adventszeit zu besonderem Glühwein ein – und hat regelmäßig einen vollen Hof.

Er ist zwar nur klein, aber fein – und äußerst beliebt in Peine: der Adventsmarkt der Weinkellerei Euling, der direkt an den „großen“ Weihnachtsmarkt in der Peiner Innenstadt grenzt. Inhaber Oliver Pirrwitz lud 2015 erstmals auf dem Hof seines Geschäfts dazu ein, nachdem er das Traditions-Geschäft übernommen hatte. Es gab zunächst nur Glühwein und auch nur an einem Adventswochenende – und das lief richtig prima.

Im Jahr darauf bot er bereits in der kompletten Adventszeit Glühwein und mehr ant. Das ist bis heute so geblieben, diesmal geht es am 22. November los. Der Grund, warum so viele Besucher in den Hof der Weinkellerei kommen, ist laut Pirrwitz ganz simpel: „Unser Glühwein schmeckt einfach“, sagt er schmunzelnd. Das Besondere an seinem Angebot: Es gibt nicht nur die üblicherweise süße Sorte des Heißgetränks, sondern auch trockene Varianten.

Verschiedene Sorten Punsch

Mittlerweile gibt es außerdem verschiedene Sorten Punsch, zum ersten Mal steht auch Glühbier auf der Getränkekarte. Pirrwitz würde außerdem gern eine heiße Caipirinha anbieten, um junge Leute anzusprechen – da ist er aktuell aber noch auf dem Suche nach dem passenden Rezept. Zwischen wärmenden Feuerkörben treffen sich dann Peiner jeder Altersgruppe und stimmen sich mit dem passenden Getränk auf Weihnachten ein.

Der Familiäre: Advent im Wolfsburger Schloss

Einen großen, zentralen Weihnachtsmarkt hat fast jede Stadt. Da macht auch Wolfsburg keine Ausnahme. Aber neben dem „Hauptmarkt“ in der Fußgängerzone gibt es viele andere kleinere, feine Märkte. Wie etwa den „Advent im Schloss“. Bereits zum 22. Mal lädt das Kulturwerk im M2K am Samstag und Sonntag, 7. und 8. Dezember, jeweils von 11 bis 19 Uhr dazu ein. Knapp 70 Aussteller versorgen die Gäste dann mit Weihnachtlichem aller Art. Der Kommerz stehe dabei doch nicht im Mittelpunkt, „sondern die familiäre Atmosphäre“, erklärt Projektleiterin Ingrid Quatz.

Die Vorbereitungszeit ist lang: Wenn „Advent im Schloss“ gerade vorbei ist, beginnen schon die Vorbereitungen für das nächste Jahr. „Nach dem Adventsmarkt ist vor dem Adventsmarkt“, sagt Ingrid Quatz. Werbeflächen müssen zeitig angemietet, die Räume im Schloss reserviert, aber auch die Aussteller ausgesucht werden. Rund 100 Bewerbungen gehen ein, das Team sucht dann eine bunte Aussteller-Mischung aus. „Das Gesamtangebot muss abwechslungsreich sein“, erklärt Ingrid Eichstädt, die im Kulturwerk für die Veranstaltungen zuständig ist.

Auch diesmal ist wieder ein bunter Mix gelungen: Es gibt Mützen, Holzarbeiten, Kleidung für Kinder und Erwachsene, Liköre, Marmelade, Honig, Kerzen, Taschen, Porzellanschalen und noch vieles mehr. Alles kommt aus der eigenen Werkstatt. Außerdem sind Serviceclubs wie Rotary, Lions, aber auch Unicef und Brot für die Welt mit dabei. Sie verkaufen oft Glühwein oder ähnliches und sammeln damit Geld für einen guten Zweck. Wie bei den Soroptimistinnen, die diesmal für die Mädchen-Wohngruppen Mascha und Mila des Christlichen Jugenddorfs spenden.

Knapp 70 Aussteller kommen in diesem Jahr

Der Weihnachtsmann darf bei „Advent im Schloss“ natürlich nicht fehlen – „der muss sein“, sagt Ingrid Eichstädt. Genauso wie das gemeinsame Singen am Sonntagnachmittag mit dem ehemaligen Ratsherrn und Nordstadt-Ortsbürgermeister Frank Helmut Zaddach in der Gerichtslaube des Schlosses. „Das ist eines der Highlights im Programm“, unterstreicht Ingrid Quatz. Zaddach schaffe es, sogar die Menschen zum Singen zu bringen, die meinen, gar nicht singen zu können. Aber auch Zaddach selbst macht es viel Freude, mit den Gästen zu singen. Auch diesmal bringt er Liederhefte aus seinen alten Pfadfinderzeiten mit.

Briefe an den Weihnachtsmann

Ein weiteres Highlight ist das wunderschön dekorierte Himmelspostamt, an dem Kinder ihre Briefe an den Weihnachtsmann abgeben können. Jedes Kind erhält einen Antwortbrief. Dafür sind die FSJler des Kulturwerks zuständig. Wenn Not am Mann ist, helfen die anderen Mitarbeiter mit. „Advent im Schloss“ hat viel Tradition, aber es gibt auch neue Dinge. Die digitale „Wand der Wünsche“ wird seit einigen Jahren auf die Schlossmauer projiziert, die Plakate für die Veranstaltung ändern sich auch jedes Jahr. Anfangs malte die Wolfsburger Grafikerin Daniela Guntner dafür traumhafte Winter-Motive aus Wolfsburg, seit einigen Jahren übernimmt diesen Job der Wolfsburger Ali Altschaffel.

Ein putziger Engel für die Postkarte

Jedes Jahr schafft er es, das Wolfsburger Schloss ein ganz kleines bisschen anders auf dem Plakat darzustellen. Altschaffel schuf außerdem noch putzige Engel: Im vergangenen Jahr schmückte einer die Adventsmarkt-Tassen, ein neuer Engel ziert die 7000 Gratis-Postkarten, die für „Advent im Schloss“ werben.

Der Adventsmarkt ist außerdem nachhaltig: Das Kulturwerk setzt bei der Getränkeausgabe auf Porzellanbecher, es gibt nur wenig Pappbecher und noch weniger Plastikbecher – „da verbrauchen wir nur noch unsere Restbestände“, so Ingrid Quatz.

Von Sylvia Telge

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