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Gifhorn Stadt Entsorgungsärger: WC-Kassetten an der Allerwelle schwappen über
Gifhorn Gifhorn Stadt Entsorgungsärger: WC-Kassetten an der Allerwelle schwappen über
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18:22 18.10.2019
Wohnmobil-Fahrer Dietrich Storm stinkt es: Nach dem Umbau ist die WC-Entleerungsstation nur noch schlecht nutzbar. Fäkalienflüssigkeit läuft daneben. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

Wohnmobil-Fahrer schätzen den Stellplatz an der Allerwelle, doch seit einigen Tagen stinkt es rollenden Campern im wahrsten Sinne des Wortes gewaltig. Nach einem Umbau der Entsorgungsstation lassen sich die Toiletten-Kassetten aus den Fahrzeugen nur noch schwer ausleeren. Vieles läuft daneben. Es müffelt nach Fäkalien und Urin.

Seit Jahren zu Gast

Dietrich Storm und Ehefrau Rita kommen seit Jahren mit ihrem Wohnmobil nach Gifhorn und nutzen für ihren Aufenthalt den Stellplatz an der Allerwelle. „Ein wirklich prima Parkplatz und auch das Entleeren der so genannten Toiletten-Kassetten aus unserem Wohnmobil war bisher immer ein Kinderspiel und wirklich einfach“, berichtet Storm, der in Schwentinental bei Plön wohnt.

Bauliche Änderung

WC-Kassette ausbauen, den Inhalt in die Entsorgungsstation schütten und hinterher mit einem Wasserschlauch reinigen: Was bisher problemlos geklappt hat, funktioniert laut Storm nun nicht mehr. „Wir waren am 2. Oktober in Gifhorn, sind dann für wenige Tage zum Wandern in den Harz gefahren – bei unserer Rückkehr auf den Stellplatz in Gifhorn haben wir festgestellt, dass die Entsorgungsstation baulich verändert worden ist“, sagt Dietrich Storm. Allerdings zum Nachteil.

Allerwelle-Camper sind sauer

Die Toiletten-Kassette lässt sich nach dem Umbau nicht mehr richtig entleeren. „Fäkalien schwappen über, das Einlauf-Loch ist viel zu klein und somit häufig verstopft – entsprechend sieht es inzwischen rund um die Entsorgungsstation auch aus“, ist Storm sauer. Auch andere Wohnmobilfahrer hätten diese Erfahrung gemacht, und stocherten nun oft mit einem Holzstock in dem häufig verstopften Ablauf herum. Zudem sei der Reinigung-Wasserschlauch auf ein Minimum gekürzt worden und somit kaum noch nutzbar. „Wenn sich jemand an das Gesundheitsamt wendet, ist der Stellplatz aus hygienischen Gründen sofort dicht“, glaubt Dietrich Storm.

Absolute Fehlplanung

„Das ist eine absolute Fehlplanung, die Entsorgungsstation wurde von Leuten gebaut, die keine Ahnung haben“, pflichtet Rita Storm ihrem Ehemann bei. Beim Entleeren der Kassetten laufe viel Flüssigkeit daneben – an der Zufahrt zum Wohnmobil-Stellplatz stinke es inzwischen unangenehm nach Fäkalien und Urin.

Zu kompliziert

„Vielen Wohnmobil-Fahrern ist das Entleeren ihrer Kassetten in der Entsorgungsstation zu kompliziert – sie kippen den Inhalt einfach in den eigentlich nur für Spül- und Duschwasser gedachten Schacht in unmittelbarer Nähe“, hat Storm beobachtet.

Stadt verspricht Abhilfe

Die Stadtverwaltung verspricht Besserung. Die jetzigen Schwierigkeiten bei der Entleerung des Fäkalwassers seien der zuständigen Parkraum- und Schwimmbadgesellschaft (PSG) bekannt, so Stadtsprecherin Annette Siemer. Die notwendigen Korrekturen würden schnellstmöglich durchgeführt. „Dazu wird das Edelstahlbehältnis noch eingekürzt“, so Siemer.

Von Uwe Stadtlich

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