Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Düstere Bilanz: Elf Tote bei Verkehrsunfällen
Gifhorn Gifhorn Stadt Düstere Bilanz: Elf Tote bei Verkehrsunfällen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 20.12.2018
Düsteres Jahr auf Gifhorns Straße: Der letzte schwere Unfall ereignete sich auf der B4.
Düsteres Jahr auf Gifhorns Straße: Der letzte schwere Unfall ereignete sich auf der B4. Quelle: Cagla Canidar
Anzeige
Gifhorn

Die Zahl ist erschreckend: In diesem Jahren starben auf den Straßen des Landkreises – wie auch schon 2017 – bisher elf Menschen. „Bei den schwer verletzten Personen liegen wir 2018 mit 128 über der Zahl 119 des schon sehr schlechten Vorjahres“, zieht Polizei-Statistikfachmann Winfried Enderle eine traurige Bilanz. Diese Entwicklung entspreche einer Zunahme von 7,6 Prozent.

„Die Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden – Tote und Schwerverletzte – sind zu hoch, dagegen verzeichnen wir einen Rückgang bei den Unfälle mit leichten Personenschäden“, erläutert Enderle die bisherigen Zahlen. Auffällig sei die Entwicklung bei den so genannten Baumunfällen. Dabei hätten in diesem Jahr fünf Menschen ihr Leben verloren – 2017 habe es lediglich einen „Baumtoten“ gegeben.

Zunahme der schweren Unfälle

„90 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle und 70 Prozent der Unfälle mit schwer verletzten Personen geschehen außerorts“, stellt Enderle fest. Daher sollte sich die Überwachung insbesondere außerhalb geschlossener Ortschaften und auf Baumstrecken konzentrieren, fordert der Polizeihauptkommissar.

Die Anzahl der Unfälle mit schwer verletzten Person beträgt 101 (im Vorjahr 95) – was einer Zunahme um 6,3 Prozent entspricht. Im Jahresschnitt habe es somit 89 dieser Unfälle gegeben – ein Plus von 13,5 Prozent. Die Anzahl der Unfälle mit leicht verletzten Personen (457) liegt um 7,3 Prozent unter der Vorjahreszahl (493). Bisher gab es 25 Baumunfälle (außerorts) mit schwer verletzten und getöteten Personen (im Vorjahr 20 Unfälle dieser Kategorie).

Leichte Abnahme bei den Wildunfällen

Die Anzahl der Wildunfälle liegt mit 1232 Unfällen unter der Vorjahreszahl (1292 Unfällen/minus 4,6 Prozent). 60 Unfälle ereigneten sich bisher unter Alkoholeinfluss (Vorjahr 59), allein im November gab es neun Alkoholunfälle. Bei zwölf Unfällen war Drogenkonsum die Ursache (Vorjahr vier). Medikamenteneinfluss war in vier Fällen die Ursache. Eine leichte Zunahme verzeichnet die Gifhorner Polizei bei den Unfallfluchten – von 684 auf 689. Die Aufklärungsquote sank von 43,1 auf 40,6 Prozent.

Insgesamt gebe es bei der Gesamtzahl der Unfälle – ohne Parkplatzunfälle – einen Rückgang um 3,5 Prozent – von 3888 auf 3751 Unfälle, so Enderle.

Von Uwe Stadtlich