Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Einschulung: So können Eltern ihren Kindern helfen
Gifhorn Gifhorn Stadt Einschulung: So können Eltern ihren Kindern helfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:18 15.08.2019
Ein spannender Schritt: Für Kinder und Eltern ist die Zeit der Einschulung ganz besonders – mit einigen Tipps ist das gut zu meistern. Quelle: picture alliance / ZB
Kreis Gifhorn

Der Sprung vom Kindergarten in die Grundschule ist für Eltern und Kinder gleichermaßen ein erster großer Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. Die AZ fragte Susanne Argenton, Schulpsychologische Dezernentin der Landesschulbehörde in Braunschweig. Hier ihre Tipps:

Die Einschulung steht ins Haus und Eltern und Kinder sind mitunter aufgeregt, denn für beide steht ein wichtiger Entwicklungsschritt an; aus Kitakindern werden Schulkinder und aus Kitaeltern werden Schuleltern. Neben organisatorischen Fragen, die Eltern haben, machen sie sich häufig viele Gedanken, manchmal verbunden mit Sorgen und Bedenken, ob und wie ihre Kinder den Übergang von Kita zu Schule wohl bewerkstelligen werden. Wird mein Kind sich gut einfinden in der Schule? Wird es schnell Freunde gewinnen? Wird es mit den Leistungsanforderungen zurechtkommen?

Fördern und fordern

Damit die Kinder bei diesem Übergang nicht verunsichert werden, möchten viele Eltern ihre Kinder unterstützen. Feinfühliges Verstehen und liebevolle Begleitung stehen dabei im Vordergrund. Es gilt einerseits dem grundsätzlichen Bedürfnis von Kindern nach Orientierung nachzukommen, ihnen einen sicheren Rahmen zu geben, und andererseits ihnen auch etwas zuzutrauen, also den Kindern die Möglichkeit zu geben, anspruchsvolle Situationen selbst zu meistern, um daran zu wachsen.

Thema Schulweg: Damit die Erstklässler ihn sicher bewältigen lernen, sollten Eltern sie in der Anfangszeit begleiten. Quelle: dpa-Zentralbild

Eltern können ihre Kinder bei diesem Entwicklungsschritt unterstützen, indem sie mit ihnen schon vor der Einschulung und auch in der ersten Schulzeit schultypisches Verhalten einüben. So können beispielsweise das Packen des Ranzens oder das Erledigen der Hausaufgaben schrittweise eingeübt werden. In der Regel sind Kinder im Laufe des ersten Schuljahres dann in der Lage diese Aufgaben selbstständig zu erledigen. Der Schulweg kann schon in den Wochen vor der Einschulung, vielleicht gemeinsam mit befreundeten Kindern, abgegangen und erkundet werden. Schwierige Verkehrssituationen können so zunächst noch gemeinsam mit den Eltern bewältigt werden. Je sicherer die Kinder werden desto mehr können die Eltern sich dann schrittweise zurückziehen. Der Schulweg ist eine hervorragende Möglichkeit für Schulkinder sich körperlich zu bewegen und soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Beides wirkt sich positiv darauf aus, dass sich das Kind in der Schule wohlfühlt und konzentrieren kann.

Regelmäßige Gespräche sind wichtig

Besonders wertvoll ist es für die Kinder, wenn Eltern sich für das interessieren, was die Kinder auf dem Schulweg und in der Schule erleben und lernen. Das regelmäßige, zugewandte Gespräch über schulische Situationen und deren Bedeutung für die Kinder sollte einen festen Platz im gemeinsamen Alltag haben.

In der ersten Zeit können Eltern ihre Kinder auch im familiären Umfeld unterstützen, indem sie darauf achten, dass liebgewonnene Rituale, wie eine tägliche gemeinsame Mahlzeit, das Zubettgehritual oder gemeinsam verbrachte Zeiten erst einmal beibehalten werden. Die Veränderung durch den Übergang zur Schule ist für beide Seiten schon groß genug. Andere Rituale wie das regelmäßige, gemeinsame Durchsehen des Ranzens, das mitgegebene Pausenbrot und die aufmunternde Verabschiedung kommen dazu.

Rituale: Feste Abläufe erleichtern abends das Einschlafen. Gerne darf auch Grundschülern noch vorgelesen werden – auch wenn sie schon selbst lesen können. Oder die Eltern lassen sich mal etwas vorlesen. Quelle: obs/Techniker Krankenkasse

Hilfreich könnte es sein, sich mit anderen Eltern über diese Fragen auszutauschen. Die Klassenlehrkraft wird im Rahmen von Elternabenden informieren und bei Elternsprechtagen oder in Einzelgesprächen gerne über das Kind in der schulischen Situation berichten.

Weiteres Informationsmaterial findet sich auf der Homepage des Niedersächsischen Kultusministeriums.

Lachen und Weinen gehören dazu

Meist gewöhnen sich Eltern und Kinder nach der Einschulung und einer vielleicht etwas anstrengenden ersten Zeit recht schnell an die neue Rolle. Punktuell auftretende Schwierigkeiten oder Stimmungsschwankungen des Kindes sollten nicht überbewertet werden. In Zeiten des Übergangs von der einen zur nächsten Entwicklungsstufe kann es neben freudigem Lachen auch einmal zu Wut oder Tränen kommen; auch das gehört dazu. Anerkennung und Vertrauen und, falls notwendig, Unterstützung, bieten den Rahmen, dass der Übergang gut gelingt.

Sollten Eltern im Rahmen der Einschulung oder des Schulbesuchs Fragen haben, können sie sich an die zuständige schulpsychologische Dezernentin der NLSchB wenden. Die jeweilige Adresse finden sie unter www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de.

Von unserer Redaktion

Zu einem Dorf gehört auch eine anständige Kneipe. Was früher selbstverständlich war, ist es heute keineswegs mehr. Immer mehr Dorfkneipen und Gasthäuser auf dem Land schlossen in den letzten Jahren ihre Türen. Wie sieht es bei Ihnen mit der "Kneipe um die Ecke" aus?

15.08.2019

Überall in Deutschland machen immer mehr Dorfkrüge zu. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Die AZ geht auf Ursachensuche mit dem Dehoga-Landesvorsitzenden Rainer Balke.

15.08.2019

Im Landkreis Gifhorn erkranken immer mehr Menschen an Demenz, eine Krankheit, die große Herausforderung an Angehörige und die Gesellschaft stellt. Vom 15. bis 21. September gibt es deshalb eine große Aktionswoche.

15.08.2019