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Gifhorn Stadt Einbruchserie in Zahnarztpraxen auch im Landkreis Gifhorn – Mutmaßliche Täter gefasst
Gifhorn Gifhorn Stadt

Einbruchserie in Zahnarztpraxen auch im Kreis Gifhorn

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12:16 16.10.2020
Möglicherweise Teil des Diebesguts: Polizeitaucher fanden Tresore, die von Einbrüchen in Zahnarztpraxen und Apotheken auch im Landkreis Gifhorn stammen könnten. Quelle: Polizei
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Gifhorn/Bremen

Mehr als 60 Einbrüche in Zahnarztpraxen haben sie vermutlich auf dem Kerbholz: Am vorigen Samstag schnappte die Polizei in Bremen drei Männer, die verdächtigt wurden, zuvor einen Einbruch in eine Zahnarztpraxis im Landkreis Gifhorn verübt zu haben. Bei den anschließenden Durchsuchungen von Fahrzeugen und Wohnungen im Bereich Bremen fanden die Beamten mutmaßliche Beweismittel und potentielles Diebesgut.

Der Schaden dürfte sich im hohen sechsstelligen Bereich bewegen

Die Festnahmen und Durchsuchungen stellen den vorläufigen Höhepunkt langwieriger Ermittlungen von Angehörigen der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta unter Leitung der Staatsanwaltschaft Oldenburg dar. Seit August 2020 wurde hier wegen einer Vielzahl von Einbrüchen in Zahnarztpraxen, Dentallabore und Apotheken gegen die zunächst unbekannte Bande ermittelt. Die Beamten und Beamtinnen deckten Taten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen auf, die nach derzeitigem Ermittlungsstand alle in Zusammenhang stehen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass den Tätern eine Serie von über 60 Taten anzulasten ist. Besonders betroffen sei das Emsland gewesen, wie die Polizei Cloppenburg in einer Presseerklärung mitteilt. Der angerichtete Schaden dürfte sich ersten Ermittlungen nach im hohen sechsstelligen Bereich bewegen.

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Insgesamt gibt es fünf Verdächtige

Einer von drei gefundenen Tresoren: Möglicherweise enthielten sie Diebesgut. Quelle: Polizei

Die Ermittlungen führten zu einer Gruppe von fünf Männern aus Bremen im Alter von 29 bis 40 Jahren. Sie stehen im Verdacht, in den Abendstunden oder zur Nachtzeit in Zahnarztpraxen, Dentallabore und Apotheken eingebrochen zu sein. Hierbei legten sie besonderes Augenmerk auf Alt- oder Zahngold, Bargeld und Tresore. Da der Verdacht bestand, dass ein Teil der zerstörten Tresore in einem Gewässer im Bereich Bremen entsorgt wurde, wurden am Dienstag, 13. Oktober, Polizeitaucher der Bereitschaftspolizei Niedersachsen aktiv – sie fanden auch tatsächlich drei Tresore, die Ermittlungen zur Herkunft dauern an.

Nach den Festnahmen vom vergangenen Samstag wurden die drei mutmaßlichen Serientäter zunächst ins Polizeigewahrsam nach Cloppenburg und Oldenburg verbracht. Noch am selben Tag wurden die Tatverdächtigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg einem Haftrichter beim Amtsgericht Oldenburg vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an. Die drei Männer wurden anschließend in Justizvollzugsanstalten verbracht. Es folgen nun weitere Ermittlungen zu mutmaßlichen Mittätern, Abnehmern von Diebesgut und Unterstützern.

Von der AZ-Redaktion