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Gifhorn Stadt Landkreis gibt Entwarnung für Biohof im Norden
Gifhorn Gifhorn Stadt Landkreis gibt Entwarnung für Biohof im Norden
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06:00 19.12.2019
Dioxinwerte im Biofleisch: Jetzt gibt der Landkreis Entwarnung für einen Hof im Nordkreis. Quelle: dpa Archiv
Gifhorn

Aus Sicht des Landkreises Gifhorn kann bei dem Biohof, in dessen Schweinefleisch im Sommer erhöhte Dioxinwerte festgestellt worden waren, wieder der Alltag einkehren. Neue Untersuchungen haben keine Grenzwertüberschreitungen mehr ergeben. Das hängt auch mit einer Änderung bei der Haltung zusammen. Der Landkreis hat inzwischen auch einen Verdacht, woher das Dioxin stammte.

Hauptverdächtiger ist für Kreisveterinär Dr. Mario Ruppert Feinstaub, an dessen Körnchen sich in der Umwelt vorkommendes Dioxin anheftet. Und durch ihr übliches Verhalten nehmen gerade Schweine in Freilandhaltung diesen mit Schadstoffen belasteten Feinstaub aus dem Boden auf, weil sie mit der Schnauze im Boden wühlen und diesen mit dem Futter verschlucken.

Das stellte der Landkreis fest

Sowohl Ruppert, als auch Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter weisen darauf hin, dass die auf dem Biohof festgestellten Werte nicht im bedenklichen Bereich lagen. Der höchste gemessene liege bei 3,4 Nanogramm pro Kilogramm im Schlamm aus einem Trog. Für Jürgen Brunke von der Umweltbehörde ist das zu vergleichen mit dem Teil eines Zuckerwürfels im Tankumsee. Ihm zufolge gelten übrigens für Kinderspielplatzböden Grenzwerte von 100 Nanogramm pro Kilogramm.

So bleiben die Grenzwerte eingehalten

Die EU-Grenzwerte für Dioxin im Schweinefleisch seien sehr streng – es gelten dem Landkreis zufolge die für Stallhaltung. Und durch seine artgerechte Freilandhaltung über zwei Jahre hätten die Schweine des Biobauern über einen relativ langen Zeitraum Dioxin aufgenommen, das im Körper kaum abgebaut werde. Haltungsempfehlung von Ruppert: Die Tiere nach einem Jahr schlachten. Seit dieser Praxis hätten die Untersuchungen keinerlei Grenzwertüberschreitungen mehr ergeben. Laut Amtsarzt Josef Kraft seien die zuletzt im Fleisch gemessenen Grenzwerte völlig unbedenklich.

Viele Behörden-Besuche

Dem Ergebnis gingen diverse Begehungen vor Ort und Untersuchungen mit Boden- und Fleischproben im zurück liegenden halben Jahr voraus. Der Landkreis kommt mit bis zu 14 000 Euro für die Bodenproben auf, das Land zahlt laut Ruppert etwa 5 000 Euro für die Kontrollschlachtungen.

Weitere Freilandhöfe „in Ruhe“ überprüfen

Ein Kollege sei inzwischen dabei, weitere fünf Betriebe mit Schweinen in Freilandhaltung im Kreis Gifhorn zu überprüfen, sagt Ruppert. Walter: „Wir stellen das genauso gründlich und in Ruhe fest, wie wir es hier gemacht haben.“

Von Dirk Reitmeister

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