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Gifhorn Stadt Die AZ-Nagelprobe zur Bürgermeisterwahl
Gifhorn Gifhorn Stadt Die AZ-Nagelprobe zur Bürgermeisterwahl
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00:21 18.05.2019
Die AZ-Nagelprobe: Viele Passanten schlugen in der Gifhorner Fußgängerzone für „ihren“ Bürgermeisterkandidaten einen Nagel ein. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Die AZ wollte jetzt schon wissen, welcher Bürgermeisterkandidat wohl das Rennen bei der Wahl am 26. Mai machen wird – viele Gifhorner wollten es auch wissen und kamen am Mittwoch zur AZ-Nagelprobe. Dabei galt es, für „seinen“ Kandidaten einen Nagel einzuschlagen, und es gab am AZ-Glücksrad kleine Preise.

Für Nicole Wockenfuß (Bündnis 90/Die Grünen), Gunter Wachholz (SPD), Matthias Nerlich (CDU) und Stefan Marzischewski-Drewes (AfD) gab es je einen dicken Holzbalken, in dem die Nägel versenkt werden konnten – das Material für die Aktion hatte Kuhn Holzbau aus Gamsen beigesteuert.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Und es blieb spannend. Während Marzischewski-Drewes (AfD) mit zwei Nägeln von Anfang an weit abgeschlagen blieb, gab es zwischen Wachholz (SPD) und Nerlich (CDU) lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen – bis sich schließlich Nerlich mit 55 zu 37 Nägeln absetzte. Wockenfuß (Grüne) erhielt 20 Nägel.

Wer wird nächster Bürgermeister oder Bürgermeisterin in Gifhorn? Die AZ lud zur Nagelprobe ein: Mit Hammer und Nagel konnten die Gifhorner ihre Stimme abgeben.

Die AZ-Nagelprobe kam bei den Gifhornern gut an. Jürgen Beckmann hatte sogar seinen eigenen Hammer mitgebracht. „Ich bin ehemaliger Berufsschullehrer und habe damals schon bei meinen Schülern darauf geachtet, dass sie mit vernünftigem Werkzeug arbeiten.“

Erstwähler gegen Populisten

Erstwählerin Dorothea Schrader fand es wichtig, mit den Kandidaten reden zu können und sie persönlich kennen zu lernen – denn die waren vor Ort. „Die Nagelprobe ist eine gute Aktion, mit den Kandidaten zu sprechen“, bestätigte Jarne Mölbitz, der zum ersten Mal an einer Kommunalwahl teilnehmen darf. Für ihn sei eine Wahlteilnahme wichtig, um Populisten zu verhindern und durch die Stimmabgabe möglichst eigene Überzeugungen verwirklicht zu sehen.

Indonesisches Wahlsystem

Unterstützung für die Aktion gab es auch von der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft. Die Gifhornerin Madé Yati Langer erschien in indonesischer Tracht – denn in ihrem Herkunftsland stanzen die Wähler mit einem Nagel Löcher in die Wahlzettel. Das indonesische Wort für wählen heißt wörtlich übersetzt etwa „schlagen“.

Das sagen die Kandidaten

„Die Aktion ist originell. Man kommt gut mit den Leuten ins Gespräch und ich hoffe, das bringt die Menschen auch am 26. Mai an die Wahlurnen. Denn eine gute Wahlbeteiligung ist eine gute Legitimation für den künftigen Bürgermeister“, freute sich Gunter Wachholz (SPD) über die Möglichkeit, bei der AZ-Nagelprobe mit den Passanten ins Gespräch zu kommen.

„Bei so einer Aktion kann man anders mit den Leuten reden als an einem Wahl-Infostand. Die Menschen sind irgendwie lockerer drauf. Die Stimmung ist gut, ich habe das Gefühl, die Leute sind interessiert und informiert“, stellte Nicole Wockenfuß (Bündnis 90/Die Grünen) fest.

„Der Versuch, die Leute zur Wahlteilnahme zu motivieren, ist gut. Denn viele Menschen wissen offenbar nicht, dass eine Bürgermeisterwahl in Gifhorn ansteht“, sagte Stefan Marzischewski-Drewes (AfD).

Und Ingrid Pahlmann – die als Vertretung für den erkrankten CDU-Kandidaten und Amtsinhaber Matthias Nerlich gekommen war – hoffte, dass möglichst viele Menschen mit solchen Aktionen animiert werden, am 26. Mai ihre Stimme abzugeben: „Ich kann Nichtwähler nicht verstehen, gerade jetzt, wo so viel auf dem Spiel steht.“

Von Thorsten Behrens

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