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Gifhorn Stadt Das wollen Schüler von EU-Kandidaten wissen
Gifhorn Gifhorn Stadt Das wollen Schüler von EU-Kandidaten wissen
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15:00 16.05.2019
Europa-Podiumsdiskussion der Gifhorner Berufsschulen: Fünf Kandidaten stellten sich den Fragen von 130 jungen Leuten. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Langatmig weit ausholen ist nicht: Ein Schülerteam hat unerbittlich die Stoppuhr des Smartphones im Auge und nimmt die Glocke zur Hand, wenn die Minute rum ist. Jeder Kandidat hat 60 Sekunden Zeit, seinen Standpunkt zu den von den Berufsschülerinnen und Schülern erarbeiteten Fragen zu erläutern. Der eine oder andere schafft es, noch einen oder zwei Halbsätze dran zu hängen, aber dann gibt es auch von Moderator Bastian Till Nowak einen freundlichen Hinweis, der von vornherein schon klar gemacht hat, dass es einen engen Zeittakt gibt.

Glyphosat und Cannabis

Der Einsatz von Glyphosat, die Freigabe von Cannabis und woher Lithium und Wolfram für E-Auto-Akkus beziehen? Seit zwei Monaten haben die Schülerinnen und Schüler der Fachbereiche Landwirtschaft, Gastronomie, Großhandel, und Wirtschaft und Gesundheit der BBS I sowie Nachwachsende Rohstoffe und Produktdesign der BBS II zehn Fragen ausgetüftelt, sagt Organisatorin Wiebke Jäschke. Es lief ihr zufolge parallel zum allgemeinen Unterricht, ist aber nicht unbedingt nur als schmückendes Beiwerk zu sehen. Beispiel Landwirtschaft und Gastronomie: „Im dritten Lehrjahr haben sie das Thema EU und müssen sich damit auseinander setzen.“

Bravo-Rufe aus dem Publikum

Die Podiumsdiskussion in der Caféteria der BBS I war dabei ein echtes Highlight und verdeutlichte das breite Spektrum an Interessen der jungen Leute. Eine gemeinsame Armee für Europa? „Ich möchte nicht, dass deutsche Soldaten für französische Wirtschaftsinteressen in den Krieg geschickt werden“, sagt Christian Waldheim (AfD) klar nein dazu. Die Nato habe sich bewährt, ebenso dass in Deutschland der Bundestag einen Einsatz der Bundeswehr entscheide. Thorben Peters von den Linken will gar keine Armee und plädierte für Abrüstung. Da gab es die ersten „Bravo“-Rufe aus dem Publikum.

Politiker müssen zuhören

Das Thema Upload-Filter nutzte Anna Neuendorf (SPD) zum Aufruf an die jungen Leute, sich stärker selbst in der Politik zu engagieren. In den Parlamenten seien häufig ältere Semester unterwegs, die mit dem Internet nicht so vertraut seien. Ähnlich formulierte es dann Max Weitemeyer (FDP): „Die Politiker müssen mehr den Menschen zuhören, die sich damit auskennen.“

Punkte liegen gelassen

Punkte ließ Lena Düpont (CDU) liegen, als sie sich klar gegen eine weitere Freigabe von Cannabis aussprach – über den medizinischen Bereich hinaus, „wo es sinnvoll eingesetzt werden kann“. Den Reaktionen im Publikum nach waren die Berufsschüler da anderer Auffassung. Zum Thema Glyphosat sagte die Grünen-Kandidatin Viola von Cramon: „Wir brauchen eine Pestizid-Vermeidungsstrategie.“ Dass gerade kleine Höfe sich Alternativen nicht leisten könnten, „ist ein Dilemma“.

Von Dirk Reitmeister

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