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Gifhorn Stadt Das sind die Wünsche der Gifhorner für 2019
Gifhorn Gifhorn Stadt Das sind die Wünsche der Gifhorner für 2019
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06:00 31.12.2018
Frieden, Toleranz, Menschlichkeit: Die AZ hat nachgefragt, was sich die Gifhorner für das neue Jahr wünschen.
Frieden, Toleranz, Menschlichkeit: Die AZ hat nachgefragt, was sich die Gifhorner für das neue Jahr wünschen. Quelle: dpa
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Gifhorn

Gesundheit steht bei Ilsemarie Dralle an erster Stelle in ihrer Wunschliste für 2019. „Für mich und die Familie.“ Allgemein für die Gesellschaft erhofft sie sich Frieden. Dabei ist ihr klar, dass das wohl nicht weltweit erfüllt wird. Ebenso wie die Sehnsucht nach weniger Bürokratie und Auflagen in der Landwirtschaft wohl nur ein Traum bleibe. „Aber wünschen kann man es sich ja.“ Für die Kreislandfrauen, deren Vorsitzende sie ist, wünscht sie sich viel Zuspruch für das Programm 2019 und dass noch mehr Frauen in der Stadt und auf dem Lande auf sie aufmerksam werden. „Auch wenn der Name Landfrauen vielleicht etwas altbacken klingt.“ Das Programm sei es nicht. Und etwas frischer Wind durch neue Teilnehmerinnen täte immer gut.

Seinen Ausblick für 2019 stellt Martin Wrasmann unter die Überschrift „Heimat“. Im persönlichen Bereich des Pastoralreferenten der katholischen St. Altfrid-Gemeinde macht im neuen Jahr der Hafen der Ehe einen wichtigen Punkt aus, denn Wrasmann feiert seinen 40. Hochzeitstag. „Die Kirche soll mehr noch der Ort werden, wo die Sehnsucht der Menschen eine Heimat findet“, sagt er über seinen beruflichen Ausblick. Darauf müsse in den Gottesdiensten und im diakonischen Handeln hingearbeitet werden, dass wieder mehr Menschen zur Kirche fänden. Gesellschaftlich hält Wrasmann die Schaffung von sozialem Wohnraum für das heraus ragende Thema. Dauerbrenner bleibt für ihn auch die Integration Geflüchteter. Darüber dürften sozial benachteiligte Einheimische nicht vergessen werden. Ihm schwebt vor, in den Stadtteilen Begegnungszentren und damit für alle eine soziale Heimat zu schaffen.

Der Gifhorner Musiker und Kultbahnhof-Chef Volker Schlag der in Lissabon ins neue Jahr rutscht, wünscht sich für 2019 von seinen Mitmenschen „mehr Barmherzigkeit und Toleranz“. „Bevor man über einen urteilt oder ihn verurteilt, sollte man erst einmal mit ihm reden“, sagt Schlag. Traurig findet Schlag, dass die Menschlichkeit zunehmend auf der Strecke bleibt: „Das Streben und die Gier nach Geld und Macht haben zugenommen.“ Für sich hat Schlag einen Wunsch: „Dass das mit der neuen Band Brenner aufgenommene Album im März einschlägt.“

„Vor allem Frieden“ wünschen sich Bärbel und Rolf Krösche aus Osloß. „Und dass sich die Politiker auf das Wesentliche konzentrieren, statt sich mit sich selbst zu beschäftigen.“ Denn: „Wenn’s in der Welt vernünftig zugeht, geht’s einem selbst auch besser.“ Dass die Leute mehr an den Umweltschutz denken und dabei „jeder vor seiner Haustür kehrt“, ist ein weiterer Wunsch des Paares. Im Privaten sei Gesundheit das Entscheidende und Harmonie in der Familie.

„Ich wünsche mir, dass die Kriege überall auf der Welt aufhören. Und dass die Politiker sich nicht mehr von der Wirtschaft leiten und lenken lassen“, sagt die Gifhornerin Theresia Brix. Für „alle Menschen“ wünscht sie sich, „was man eben so wünscht: alles Gute und Gesundheit.“ Pauline Schwenn wünscht sich, „dass es besser wird auf der Welt, weil viele Sachen nicht gut sind. Kriminalität zum Beispiel“. Für sich selbst wünscht sie sich fürs neue Jahr nichts: „Ich habe eigentlich alles, ich bin zufrieden.“

Von Uwe Stadtlich, Dirk Reitmeister und Jörg Rohlfs