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Gifhorn Stadt Darum sollten Schüler besser nicht trödeln
Gifhorn Gifhorn Stadt Darum sollten Schüler besser nicht trödeln
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06:04 02.08.2019
Der Weg zum Job der Wahl: Bei allem Fachkräftemangel sollten Schüler sich rechtzeitig über ihre Möglichkeiten informieren. Quelle: Cagla Canidar Archiv
Gifhorn/Peine/Wolfsburg

In Zeiten des Fachkräftemangels haben auch Spätzünder noch Chancen, ihre Traumlehre zu finden. Doch zu lange warten sollten sie nicht. Agentur für Arbeit und IHK setzen auf rechtzeitige Informationen – am besten vor dem Abschlussschuljahr.

„Wir gehen mit unseren Ausbildungsbotschaftern in die allgemein bildenden Schulen. Damit fangen wir in den neunten Klassen an“, sagt Rainer Knoppe von der IHK Lüneburg-Wolfsburg. Lehrlinge im zweiten und dritten Lehrjahr stellen Schülern ihre Berufe vor. „Wir stellen fest, dass das gut ankommt.“ Denn da sei nicht irgendein Erwachsener, der klug daher rede. Sondern der Austausch finde auf Augenhöhe statt, von Jugendlichem zu Jugendlichem.

„Berufsorientierung wird immer wichtiger“, sagt Knoppe. Müssten die Schulen den Lehrplan entsprechend ändern? „So weit möchte ich nicht gehen.“ Zumal die Berufsorientierung schon im Elternhaus beginnen sollte. Doch das allein reiche nicht. Deshalb das Engagement der IHK mit ihren Ausbildungsbotschaftern.

Zwar haben Unentschlossene in Zeiten des Fachkräftemangels noch eine gewisse Auswahl, sagt Stefan Freydank von der Agentur für Arbeit. Dennoch gelte auch heute: „Wichtig ist, dass Schüler bei der Suche nach dem passen Beruf nicht trödeln. Auch hier gilt: Wer zu spät kommt, hat das Nachsehen.“

„Der Bewerbungszeitraum bei einigen Unternehmen fängt schon ein Jahr vor dem Ausbildungsbeginn an, teilweise noch früher“, sagt Freydank. „Wer im nächsten Sommer die Schule verlässt, sollte spätestens jetzt mit der Berufswahl starten.“

Schnelligkeit gilt auch beim Studium. „Aufgrund der Fristen ist eine Bewerbung für das jeweilige Wintersemester bis zum 15. Juli und für das jeweilige Sommersemester bis zum 15. Januar eines jeden Jahres einzureichen“, sagt Evelyn Meyer-Kube von der Ostfalia Hochschule. „Empfehlenswert ist es, sich zum Beispiel in der 11. und 12. Klasse im Gymnasium ausführlich vorab zu informieren.“

Von Dirk Reitmeister

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