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Gifhorn Stadt Darum mögen Bonhoeffer-Realschüler die EU
Gifhorn Gifhorn Stadt Darum mögen Bonhoeffer-Realschüler die EU
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00:19 12.05.2019
Sie leben den Europa-Gedanken: Lehrer Oliver Lempa mit seinem Politik-Kursus der Jahrgangsstufe 10 der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Gifhorn. Quelle: Yvonne Droste
Gifhorn

In großen Lettern steht „Europaschule“ über dem Eingang der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule in Gifhorn. Und das Europaflaggen-Blau ist im Büro von Rektorin Monika Niemann überall präsent, nicht zuletzt auf der kleinen EU-Flagge auf ihrem Schreibtisch neben dem Monitor, von dem sie freundlich aufsieht und sofort aufsteht, um mich zu begrüßen. Sie bittet mich, auf dem europaflaggen-blauen Sofa Platz zu nehmen und es dauert nicht einmal eine Minute, bis wir uns mitten im Thema befinden: die Europäische Union und ihre Rolle in der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule.

Heute ist Europatag

Am 9. Mai ist Europatag der Europäischen Union. Heute vor 69 Jahren hat Frankreichs Außenminister Robert Schumann in seiner Pariser Rede den Vorschlag gemacht, mit der Montanunion eine Produktionsgemeinschaft für Kohle und Stahl zu schaffen – damit war der Grundstein für die heutige Europäische Union gelegt. Ausgegangen war die Idee von dem französischen Unternehmer Jean Monnet, der als „Vater Europas“ bezeichnet wird. Gründerstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl waren Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Die Aller-Zeitung nimmt den Tag der Geburtsstunde der Europäischen Union zum Anlass , an einer von Gifhorns Europa-Schulen, der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule, auf Spurensuche nach dem europäischen Gedanken zu gehen.

Europäische Sicht auf Kriege

„Wir versuchen immer wieder, das Thema in allen Jahrgangsstufen in den gesamten Schulalltag zu integrieren“, sagt Monika Niemann. Dazu gehören ebenso europäische Märchen, Schulhofspiele, die Kinder in anderen EU-Ländern auf ihrem Schulhof spielen, E-Mail-Freundschaften mit Schülern aus den Nachbarländern. Altersentsprechend bearbeiten die Schüler die Umstellung auf regenerative Energien in ganz Europa, Müllentsorgung, -vermeidung und Recycling bezogen auf alle EU-Staaten und die europäische Sichtweise auf aktuelle Konflikte und Kriege. Überzeugt sagt sie: „Diese Dinge können einfach nicht mehr lokal oder national gelöst werden.“

Gespräch mit Wahlpflichtkursus Politik

Dann klopft auch schon Oliver Lempa an die Tür und möchte uns abholen. Er ist der Fachbereichsleiter für Politik und hat ein Europa-Gespräch mit seinen Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtkurses Politik des diesjährigen Abschlussjahrgangs organisiert. Zielsicher lotst er uns durch das lichtdurchflutete Treppenhaus in einen der vielen Klassenräume, in dem seine Schülerinnen und Schüler bereits auf uns warten. Kurz erläutere ich, was ich mit ihnen besprechen möchte, und los geht es: Wie sehen sie die EU im Vergleich zu früher? Was bedeutet die EU ihnen? Was halten sie vom Brexit?

Einhellig sind sie der Meinung, dass mehrere Dinge dank der EU leichter geworden sind. Zum Beispiel sei es heutzutage einfacher, in die Nachbarländer zu reisen. „Als wir nach Amsterdam gefahren sind, hab ich unterwegs gar nicht gemerkt, dass wir schon in Holland waren“, erzählt Sevda. Außerdem sei die Mobilfunk-Nutzung im EU-Ausland besser als früher. „Vor ein paar Jahren musste man noch EU-Pakete buchen, heute nicht mehr“, weiß Louis.

Briten haben nicht nachgedacht

Zum Thema Brexit sagt Ayse: „Die Briten haben gar nicht nachgedacht. Jetzt bemerken sie, was das für Folgen hat.“ „Wie sich der Brexit auf die alljährlichen Abschlussfahrten nach London auswirkt, wissen wir auch noch nicht“, fügt Oliver Lempa dazu. Und Sina fragt sich, ob man nach dem Brexit noch so einfach Waren in Großbritannien bestellen kann.

Ich verlasse die Europaschule mit dem guten Gefühl, dass diesen jungen Leuten der europäische Gedanke wirklich etwas wert ist.

Von Yvonne Droste

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